Der Enoki-Pilz ist in der asiatischen Küche seit Jahrhunderten geschätzt und bei uns auch als Samtfußrübling oder Winterpilz bekannt. Er gehört zu den wenigen Speisepilzen, die auch bei niedrigen Temperaturen zuverlässig wachsen und in unseren Breiten vor allem in der kühleren Jahreszeit kultiviert werden können.
Die Pilzzuchtkultur wird in einem kühlen, sehr luftfeuchten Raum wie Bad oder Keller aufgestellt (7–18 °C, idealerweise hohe Luftfeuchte). Oberhalb des Luftfilters wird eine kleine Öffnung in die Folie geschnitten. Sobald sich erste Pilzansätze zeigen, wird die Folie im oberen Bereich entfernt, sodass der Ballen oben frei liegt. Während der Wachstumsphase ist darauf zu achten, dass Substrat und Pilze stets leicht feucht bleiben, ohne Staunässe zu verursachen; bei Bedarf vorsichtig mit kaltem Leitungswasser befeuchten. Geerntet wird, wenn die Hüte fast vollständig geöffnet sind. Dabei immer alle Pilze auf einmal abschneiden, Stielreste entfernen und den Ballen anschließend mehrere Stunden wässern, um weitere Erntewellen anzuregen.
(Eine ausführliche Anleitung wird mitgeschickt!).
Frisch geerntet entfaltet Enoki ein feines, fruchtiges Pilzaroma mit Noten, die an Spargel und Blumenkohl erinnern. Roh verzehrt wirkt er leicht und elegant, beim Braten entwickelt er zusätzliche, vollmundige Röstaromen, ohne seinen charakteristischen Geschmack zu verlieren. Die zarten Stiele bleiben angenehm bissfest. Überschüssige Ernten lassen sich gut trocknen, einfrieren oder süß-sauer einlegen.