Die Weiße Maulbeere ist ein traditionsreicher Obstbaum, der ursprünglich aus Asien stammt. Im Mai und Juni erscheinen kleine, unscheinbare Blüten, die von Insekten besucht werden. Aus ihnen entwickeln sich längliche, brombeerähnliche Früchte, deren Färbung von weiß über rosaviolett bis hin zu dunklen Tönen reichen kann.
Die Weiße Maulbeere bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und gedeiht auf den meisten durchlässigen Gartenböden. Ideal sind humose, nährstoffreiche Böden ohne Staunässe. Nach dem Anwachsen zeigt sich der Baum robust, winterhart und ausgesprochen anspruchslos. Ältere Exemplare vertragen Trockenheit gut, während junge Pflanzen in längeren Trockenphasen regelmäßig gewässert werden sollten. Eine leichte Kompostgabe im Frühjahr genügt meist. Schnittmaßnahmen beschränken sich auf das gelegentliche Auslichten und das Entfernen abgestorbener Triebe.
Beim Thema Geschlecht zeigt sich die Pflanze flexibel: In der Regel ist sie einhäusig, was bedeutet, dass ein einzelner Baum sowohl männliche als auch weibliche Blüten trägt. Es kommen in der Natur aber auch zweihäusige Exemplare vor, die rein männlich oder rein weiblich sind. Die männlichen Blüten sind längliche Kätzchen, die den Pollen produzieren, während die kürzeren, kompakteren weiblichen Blüten später zu den eigentlichen Früchten heranreifen.
Die Befruchtung der Weißen Maulbeere funktioniert völlig unkompliziert, da sie hauptsächlich über den Wind erfolgt. Da die meisten Bäume beide Geschlechter in sich tragen, sind diese selbstfruchtbar.
Die süßen Früchte eignen sich zum Naschen direkt vom Baum ebenso wie für Marmeladen, Gelees, Desserts oder Backwaren. Auch getrocknet sind sie eine beliebte Zutat für Müslis und Snacks.