zu den Erdbeerpflanzen
 
Pflanzung von Erdbeeren

Entgegen ihrem Namen zählt die Erdbeere aus botanischer Sicht nicht zu den Beeren, sondern zu den Sammelnussfrüchten. Erdbeerpflanzen stehen etwa 2–3 Jahre, dann lässt der Ertrag nach.

Erdbeeren pflanzen Vorbereitung: 

Pflanzen Sie die Erdbeeren an den sonnigsten Platz in Ihrem Garten. Versorgen Sie den Boden rechtzeitig mit reichlich Kompost oder gut verrottetem Rinderdung. Bei uns erhältlich sind organische Dünger wie Beckhorn Hornspäne, getrockneter Rinderdung oder ein spezieller Beerendünger von Oscorna. Als Vorkultur für Erdbeeren eignen sich Bohnen oder Kartoffeln, die gare, lockere Erde hinterlassen.

Pflanzung:

Die beste Zeit Erdbeeren zu pflanzen ist im Spätsommer. wurzelnackte Pflanzen (sogenannte Frigos) setzt man im Frühjahr. Getopfte Erdbeerpflanzen lassen sich ganzjährig setzen. Der Reihenabstand sollte 60 cm betragen, so dass auf ein übliches 1,20 m Gartenbeet zwei Reihen passen. In der Reihe stehen die Pflanzen in 30 cm Abstand. Wird der Boden vor der Pflanzung mit Folie abgedeckt, entfällt das Unkrautjäten.

Erdbeeren Pflanzabstand

Lieferart von Erdbeeren:

Erdbeeren pflanzen

 

Getopfte Erdbeeren (in 6er Trays) pflanzen Sie am besten gleich nach der Lieferung ins Erdbeerbeet. Auch im Hochbeet oder Kübel fühlen sie sich wohl. Ist Ihnen eine sofortige Pflanzung nicht möglich, stellen Sie die Erdbeeren bitte gleich ins Freie; sie sind das so gewöhnt. Prüfen Sie nun regelmäßig die Feuchtigkeit, damit die Wurzelballen nicht austrocknen. Die getopften Erdbeerpflanzen liefern wir, je nach Verfügbarkeit und Wetter, fast ganzjährig.


 

Erdbeeren pflanzen wurzelnackt

 

Wurzelnackte Erdbeerpflanzen (Frigos) liefern wir in Tüten verpackt, im Frühling.

TIPP: Diese Tüten können Sie, falls das Wetter oder Ihre Zeit im Moment keine Erdbeer-Pflanzung zulässt, noch einige Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Wir empfehlen bei längeren Zeiträumen (aufgrund von Bodenfrost) eine Zwischen-Pflanzung in Töpfe, einzeln oder mehrere zusammen. 


 

Erdbeeren pflanzen Mischkultur

Pflegemaßnahmen: 

Im Pflanzjahr brauchen die Erdbeeren viel Wasser. Gießen am Morgen beugt Pilzkrankheiten vor, ebenso das Stecken einiger Knoblauchzehen zwischen den Erdbeeren. Günstige Mischkulturpartner sind auch andere Zwiebelpflanzen wie Steckzwiebeln, oder als mehrjähriger Partner, Schnittlauch. Ebenfalls praktikabel ist eine Reihe Buschbohnen in der Mitte zwischen den ­Erdbeerpflanzen oder Spinat. Sie können, um dem ursprünglichen Waldstandort der Erdbeeren Rechnung zu tragen, das Beet nach der Pflanzung mit angerottetem Laub mulchen. Wichtig ist eine konsequente Unkrautbekämpfung. Wenn im April zwischen den Pflanzen Stroh verteilt wird, bleiben die Früchte sauber und gesund und müssen nicht gewaschen werden.

Ernte: 

Von den einmal tragenden Sorten können Sie ca. 4 Wochen lang jeden 2. Tag eine Schale Erdbeeren pflücken. Los geht's etwa ab Anfang Juni mit der frühen Sorte Honeoye. Die Späten Sorten Florence, Pegasus und Polka tragen bis Ende Juli. Bei mehrmals tragenden Sorten wie Mara de Bois kann bis in den Herbst hinein geerntet werden. Nach der Ernte werden alle überflüssigen Ranken entfernt. Hierbei kann man die zu eng stehenden, jungen Ableger entfernen oder für ein neues Erdbeerbeet nutzen. Da im Laufe des Sommers die Blütenansätze für das nächste Jahr ausgebildet werden, ist jetzt auch der Zeitpunkt für eine wiederholte Düngung. Zur Bekämpfung des Erdbeerblütenstechers werden nach der Ernte Rainfarnpräparate eingesetzt. Wer die Erdbeerpflanzen im nächsten Frühjahr einmal „ausputzt“ und dabei alten Mulch und befallene Blätter entfernt, verhindert die Gefahr der Übertragung von Schädlingen und Krankheiten. Nach diesem „Frühjahrsputz“ wird frischer Mulch verteilt.

Schnitt:

Bestehende Erdbeerbeete vertragen jetzt einen kompletten Rückschnitt. Ganz wichtig: das Herz der Pflanze muss unversehrt bleiben. Manch’ Mutige fahren sogar mit dem Rasenmäher über ihre Erdbeerfelder. Es sieht radikal aus, hat aber den Vorteil, dass mehr Kraft für die neuen Fruchtansätze zur Verfügung steht und nicht für die alten Blätter verbraucht wird, die im Winter ohnehin absterben.