Yacon ist eine Staude, die jedes Jahr wieder aus der Wurzelknolle austreibt. Unterhalb der Wurzelknollen bilden sich nahr- und schmackhafte, saftige Speicherwurzeln, die in ihrer Form an Süßkartoffeln erinnern. Yacon schmeckt süßlich-frisch und wird gerne als Obst oder zur Sirupherstellung genutzt.

Pflanzvorbereitung:
Der Boden sollte für den Anbau dieser Knollen tief gelockert werden. Yacon liebt einen vollsonnigen Platz mit guter Nährstoffversorgung. Hierfür eignet sich Kompost und Gesteinsmehl. Mineraldünger mindert die Qualität der Knollen. Soll Yacon dauerhaft im Kübel kultiviert werden, so muss dieser mindestens einen Durchmesser und eine Höhe von 60 bis 80 cm haben.
Günstig ist eine Vorzucht der frostempfindlichen Knolle ab März oder April in einem etwa 20 l fassenden Gefäß. Das von uns gelieferte Yacon-Rhizom kann hier in normaler Blumenerde, nicht zu tief, und mit dem alten, abgeschnittenen Strunk nach oben, eingesetzt werden. Warm und hell gestellt, werden sich bald die ersten Triebe zeigen.

Pflanzung:
Ab Mitte Mai kann Yacon ins Freiland, unter Vlies oder ins unbeheizte Gewächshaus ab Ende April. Jede Wurzel braucht optimalerweise einen Quadratmeter Garten für sich. Reichliches Angießen mit lauwarmem Wasser sorgt für guten Bodenschluss. Ein Schneckenschutz, z.B. ein Schneckenzaun, ist an gefährdeten Orten ratsam.

Pflegemaßnahmen:
Anfangs muss Unkraut gejätet werden, oder man legt gleich eine Mulchschicht aus Wolle oder Folie auf. Yacon kann unter günstigen Bedingungen bis zu 1,5 m hoch wachsen. Über die großen Blätter verdunstet die Pflanze viel Wasser und muss entsprechend gegossen werden. Eine gelegentliche Flüssigdüngung, z.B. mit Brennnesseljauche, kommt dem hohen Nährstoffbedarf der Pflanze entgegen. Im September öffnet Yacon seine kleinen, sonnenblumenartigen Blüten.

Ernte:
Geerntet wird etwa im Oktober, spätestens, wenn sich das Laub nach dem ersten Frost dunkel verfärbt hat. Das Rhizom, aus dem der Stängel kommt, gräbt man mit aus. Die Ernte sollte sehr vorsichtig und von Hand erfolgen, damit die als Erntegut erwünschten Speicherknollen nicht verletzt werden oder brechen. Die Speicherknollen befinden sich unter dem Rhizom. Die Knollen soll man nach der Ernte etwas abtrocknen lassen. Lichteinfluss fördert bei Yacon die Nachreife und macht die Knollen süßer, jedoch auch etwas schrumpeliger. Man lagert die Speicherknollen bei etwa 16 °C in einer Kiste mit Erde.

Vermehrung:
Yacon lässt sich weder durch Saatgut noch über die essbaren Speicherknollen vermehren. Nur das Rhizomstück mit dem (abgeschnittenen) Stängelrest daran wird für die Pflanzung im nächsten Jahr verwendet. Dieses überwintert man etwa so wie Dahlienknollen, frostfrei, aber kühl und in relativ trockener Erde