Die nahrhaften Süßkartoffeln sind nahe Verwandte der Pracht- und Trichterwinden. Ursprünglich in warmen Ländern in Äquatornähe heimisch, brauchen sie bei uns einen geschützten und warmen Platz. Neben ihrer Verwendung in der Küche hat die Süßkartoffel mit ihren herzförmigen Blättern, üppigen Ranken und trichterförmigen rosa Blüten auch einen hohen Zierwert.

Vorbereitung und Pflanzung:
Als Standort kommt ein Kübel auf der Terrasse, ein Hochbeet oder ein warmes, lockeres Gartenbeet in Frage. Süßkartoffeln brauchen einen gut mit Nährstoffen versorgten Boden ohne Staunässe. Auf schweren Böden wird die Pflanzung auf breiten Dämmen empfohlen. Die Einhaltung der Fruchtfolge im Beet ist kein Problem, da Süßkartoffeln zur Familie der Windengewächse gehören. Drei bis vier Pflanzen passen auf einen Quadratmeter. Sehr günstig ist der Anbau in Beeten mit schwarzer Mulchfolie, die den Boden zusätzlich erwärmt. Warten Sie mit der Pflanzung unbedingt bis nach dem letzten Frost Mitte Mai.

Pflegemaßnahmen:
Besonders im Hochsommer während der Knollenbildung sollte großzügig gewässert werden. Auch eine gelegentliche leichte Flüssigdüngung erhöht den Ertrag. Die bis zu drei Meter langen, dekorativen Triebe der Pflanze können herabhängen, als Bodendecker wachsen oder an einer Rankhilfe aufgeleitet werden. Achten Sie auf Wühlmäuse!

Ernte:
Die Knolle bildet im Laufe des Sommers Tochterknollen, die im Herbst erntereif werden. Ernten Sie Süßkartoffeln, bevor es kalt wird, etwa Ende September. Hierzu wird das Laub abgeschnitten und die Knollen vorsichtig mit der Grabegabel gelockert. Süßkartoffeln können kühl und trocken einige Wochen gelagert werden.