Die Preiselbeere wächst wild in trockenen Kiefernwäldern, auf Moorböden und an windgeschützten Stellen im Gebirge. Sie öffnen im Mai oder Juni ihre weißrosa Glöckchenblüten. Die roten Beeren sind sehr vitaminreich und sauer und lassen sich am besten verarbeitet genießen. Aus den immergrünen Blättern wird ein Heiltee gewonnen.

Pflanzvorbereitung:
Preiselbeeren bevorzugen sandigen, torf- und humushaltigen, sauren Boden mit pH-Werten von 3,5 bis 5,5. Der Gartenerde kann zu diesem Zweck Rindenhumus beigemischt werden. Auf kalkhaltigen Böden sollte man Preiselbeeren nur in Kübeln mit Moorbeeterde kultivieren. Der Nährstoffbedarf ist gering. Trockenheit vertragen Preiselbeeren recht gut, Staunässe sollte vermieden werden. Sie eignen sich als Bodendecker für sonnige bis halbschattige Standorte. Im zu schattigen Bereichen bilden die Pflanzen nur wenig Blüten und Früchte.

Pflanzung:
Getopfte Ware kann ganzjährig gepflanzt werden. Als Pflanzabstand eignen sich 30 cm in der Reihe bei 1 m Reihenabstand, wenn man regelmäßig ernten will. Als hübsche Bodendecker kann man sie auch enger setzen, da die Büsche eher langsam wachsen. Bei Topfkultur braucht man ein Gefäß von mindestens 20 Litern. Hier ist das Wichtigste, dass die Erde nie ganz austrocknet. Die Töpfe sollten so selten wie möglich umgestellt werden.

Pflege:
Preiselbeeren sind anspruchslos. Sie vertragen Frost bis -22° C und mögen keine starken Stickstoffdünger. Eine Gabe Mykorrhiza-Pilze begünstigt das Wachstum. Preiselbeeren sind Flachwurzler, daher sollte man zur Unkrautunterdrückung eher jäten oder mulchen statt hacken. Manche Sorten bilden Ausläufer und müssen in einigen Jahren daran gehindert werden, sich in die Nachbarbeete auszubreiten.

Ernte und Schnitt:
Im August und September kann man die roten, kugelförmigen Beeren ernten. Günstig ist für größere Mengen ein Beerenpflücker. Die Früchte sind relativ lange haltbar. Preiselbeerpflanzen müssen und wollen nicht zurückgeschnitten werden. Lediglich kahle Zweige kann man gelegentlich ausputzen.