Die Knollige Kapuzinerkresse ist eine Nutzpflanze aus den zentralen Anden in Süd-Amerika. Wie die gewöhnliche Kapuzinerkresse bildet sie rankende, essbare Triebe und Blätter und dekorative Blüten. Zudem sind bei dieser Art die Knollen roh und gekocht essbar. Sie besitzen wie die Blätter einen charakteristischen, etwas scharfen Geschmack.

Pflanzvorbereitungen:
Die Knollige Kapuzinerkresse wächst auf armen Böden und in Höhenlagen. An den Boden hat sie keine besonderen Ansprüche. Wegen ihrer Frostempfindlichkeit sollte eine eventuelle Verfrühung in Töpfen im Haus stattfinden.

Pflanzung:
Die Knollen dürfen ab Ende April ins Freiland, vorgezogene Pflanzen ab Mitte Mai. Knollige Kapuzinerkresse wächst im Beet oder im Kübel/Topf. Im Beet sollte der Pflanzabstand etwa 80 cm betragen. Die Pflanze braucht für ihre bis zu 1,50 m langen Ranken ein Rankgerüst, oder sie breitet sich wie ein Bodendecker aus. Töpfe können erhöht aufgestellt oder als Ampeln aufgehängt werden.

Pflegemaßnahmen:
Die Knollige Kapuzinerkresse wächst gut mit ausreichender Bewässerung und gelegentlicher Befeuchtung der Blätter. Ihre antibakteriellen und Insekten vergrämenden Inhaltsstoffe machen sie resistent gegen die meisten Pflanzenkrankheiten und Schädlinge. Im Topf sollte man sie gelegentlich mit einer schwachen Flüssigdüngung gießen. Die violett-orangenen Kelchblüten erscheinen erst spät im Jahr.

Ernte und Lagerung:
Nach dem ersten leichten Frost, der die Blätter zum Welken bringt, erntet man die Knollen. An manchen Standorten kann man wie bei Kartoffeln etwa das zehnfache der ursprünglich gepflanzten Knollen ernten. Geerntete Knollen sollten kühl und frostfrei in Erde gelagert werden, an der Luft schrumpeln sie leicht. In milden Gegenden ist auch eine Überwinterung der Knollen in der Gartenerde, unter einer dicken Schicht Stroh oder Laub, möglich.