Dieser ausdauernde Beerenstrauch ist eine großfrüchtige Verwandte der in Skandinavien beheimateten Moosbeere. Sie ist in Nordamerika in Hochmooren und auf Sandböden an der Küste beheimatet. Wegen der Ähnlichkeit der Staubfäden in den Blüten mit einem Kranichschnabel gaben die ersten europäischen Siedler dieser Pflanze den Namen Cranberry.

Pflanzvorbereitung:
Als ehemalige Moorpflanze liebt die Cranberry feuchten, humusreichen Boden mit einem pH-Wert von 4,5- 4,8, also recht sauer. Für die Pflanzung eignet sich Moorbeeterde, oder der Boden muss entsprechend mit Wald- oder Rindenhumus durchmischt werden. Kalk sollte nicht zum Einsatz kommen. Schwere Böden lassen sich mit Sand oder Urgesteinsmehl etwas aufbessern. Als Grunddüngung empfiehlt sich Kompost oder ein kalkarmer Mehrnährstoffdünger wie Rinderdung, KleePura oder Wolldünger.

Pflanzung:
Getopfte Ware kann ganzjährig bei frostfreier Witterung gepflanzt werden. Die Pflanzen können im Beet, als fruchttragender Bodendecker unter Heidelbeeren oder im Kübel gepflanzt werden. Kübel und Kästen mit Cranberries stehen günstig im Halbschatten, wo sie nicht so schnell austrocknen. Cranberries stehen auch gerne am Wasser. Der Pflanzabstand sollte 30 cm betragen, so passen etwa sieben Pflanzen auf einen Quadratmeter.

Pflegemaßnahmen:
Die Cranberry ist im allgemeinen recht anspruchslos und bedeckt den Boden schnell. Die Erde sollte besonders im Pflanzjahr immer feucht gehalten werden. Als Mulch dienen Rindenhumus oder Sägespäne. Die bis zu einen Meter langen Ranken können bei Bedarf etwas eingekürzt werden, grundsätzlich ist jedoch bei Cranberries kein Schnitt nötig. Wo sie zu stark wachsen, sollte man die Pflanzen alle drei Jahre ausdünnen und die unteren Sprosse bodennah abschneiden.

Ernte:
Geerntet wird erst im September oder November. Die leuchtend roten Früchte sind herb und säuerlich. Verarbeitet werden sie entweder wie Preiselbeeren als Kompott, zu Saft oder zu Trockenfrüchten, die z.B. sehr lecker in Stollen sind. Die Früchte halten sich ungeerntet sehr lange am Strauch. Fruchtbehangene Cranberryzweige finden gelegentlich in der Floristik Verwendung, z.B. zum Binden von Kränzen. Cranberry-Pflanzen brauchen auch im Winter feuchten Boden und in Gegenden mit starken Frösten eventuell einen Schutz aus Reisig oder Stroh. In Kübeln und Kästen braucht der Wurzelbereich in jedem Fall einen Schutz aus Jute oder Vlies.