Mit dem Spätsommer kommt die beste Zeit zur Anlage eines neuen Erdbeerbeetes. Wo es feucht genug war, haben sich auf den älteren Beeten schon viele kleine Erdbeerpflänzchen aus Ablegern gebildet. Wählen Sie hiervon möglichst kräftige Jungpflanzen zur Weitervermehrung aus, idealerweise von den Mutterpflanzen, die besonders reich getragen haben. Am Ende des Sommers muss jede Erdbeerpflanze wieder ausreichend Platz haben: Ideal sind 60 cm zwischen den Reihen und 30 cm in der Reihe. Eine Ausnahme sind die Walderdbeeren, die gerne einen dichten Teppich bilden dürfen. Junge Erdbeerpflänzchen sind bei uns ab Ende August wieder lieferbar. Vielleicht reizt es Sie ja, mal eine neue Erdbeersorte aus unserem Sortiment auszuprobieren.

An dem Tag, an dem man die erste rote Erdbeere am Strauch entdeckt, beginnt nach unserem Gefühl immer der Sommer. Mit Honeoye fängt er fast eine Woche früher an, denn sie ist eine der besten Frühsorten. Honeoye trägt dunkelrote, süß-säuerliche Früchte und liefert schnell einen guten Ertrag. Das macht ihren Anbau auch für Gärtnereien lohnend. Mit ihren großen Früchten bringt diese amerikanische Züchtung uns als Erste den langersehnten, himmlischen Erdbeerkuchen!

Florence ist robust und besitzt eine hohe Widerstandskraft gegen Krankheiten. Diese Sorte trägt auch auf schwierigen Böden leckere große Beeren und ist die richtige Wahl für Gärten, in denen nicht alles perfekt ist. Florence bringt ab Ende Juni über etwa vier Wochen verteilt einen großen Ertrag an tiefroten Früchten. Sie ist eine Kreuzung aus Garten- und Walderdbeere und hat sich seit Ende der 1980er Jahre in Biogärten bewährt.

Ostara ist der Star unter unseren Erdbeersorten: Sie beschert uns nicht nur zur üblichen Erdbeerzeit im Juni saftige, rote Früchte, sondern blüht und fruchtet immer weiter bis in den Spätsommer und Herbst hinein. So eignet Ostara sich ideal für begrenzte Flächen wie Hochbeete und Kübel in der Nähe unseres Lieblingsplatzes. Die Pflanze ist besonders hübsch, weil sie gleichzeitig reinweiße Blüten und rote, glänzende Früchte trägt!

Versorgen Sie alle Erdbeerpflanzen jetzt noch mit einer Düngung: Zwischen die Reihen kann verrotteter Mist gegeben werden, oder man gießt noch einmal mit Brennnesseljauche oder einem anderen Flüssigdünger. Eine Laub- oder Strohschicht schützt die Wurzeln vor Austrocknung und später vor winterlicher Kälte. Ab diesem Monat können Sie bei uns kleine, handliche Strohballen aus kontrolliert biologischem Anbau bestellen. Stroh eignet sich besonders gut zum Mulchen, da es sauber ist, kaum Unkrautsamen mitbringt und stets luft- und wasserdurchlässig bleibt.

Wo Sie an Ihren Himbeeren kranke, braune oder kahle Ruten entdecken, schneiden Sie diese umgehend heraus. Es kann sein, dass sie von Pilzkrankheiten befallen sind. Einiges ist diesen Sommer auch einfach vertrocknet. Nach der Ernte werden dann auch die abgetragenen Ruten der Sommersorten ebenfalls bodennah abgeschnitten. Bedenken Sie immer, dass Himbeeren auf Schwankungen in der Bodentemperatur und -feuchte sehr empfindlich reagieren. Der beste Pflanzenschutz besteht hier im Mulchen, in der Bodenverbesserung und in gleichmäßiger Bewässerung. In Trockenzeiten brauchen Himbeersträucher Wasser. Leichten Böden hilft die Zugabe von Kompost, Lehm oder Bentonit, um die Feuchtigkeit länger zu halten.

Lichten Sie jetzt Ihre Johannisbeersträucher etwas aus. Es dürfen keine Triebe aneinander scheuern. Jede Rute braucht Luft, Licht und Raum, um im nächsten Jahr wieder gut zu tragen. Lassen Sie einige gesunde, hellbraune Jungtriebe stehen, sie werden im nächsten Jahr schon Beeren bringen. Johannisbeersträucher leben von allen Arten Mulch und Rohkompost, die ihnen zu Füßen gelegt werden, und zeigen sich meist als sehr zuverlässige und unkomplizierte Freunde im Garten.

Kontrollieren Sie bei Ihren Obstbäumen, ob die Krone sich ausgewogen entwickelt. Das ist jetzt, mit Laub, etwas schwieriger zu erkennen als im Winter an einem kahlen Baum. Aber ein Schnitt im Spätsommer heilt besser und führt zu weniger neuen „Wassertrieben“ als der sonst übliche Winterschnitt. Bei schnittempfindlichen Bäumen wie Walnüssen, aber auch bei großen Süßkirschen sowie allen Pfirsich- und Sauerkirschbäumen sollten im August die größeren Schnittmaßnahmen erfolgen. So erleichtert man den Wundverschluss und fördert einen harmonischen Kronenaufbau. Sollten sich bei der trockenen Witterung die Mäuse in Ihren Obstanlagen zu sehr ausgebreitet haben, wäre die Investition in eine hocheffiziente Mausefalle lohnend. Die aus Edelstahl hergestellte „Topcat“-Falle hält bei richtiger Handhabung jahrzehntelang. Gänge unter jungen Bäumen sollten Sie vorsichtig von Hand zerstören und mit Wasser fluten, um den Wurzeln wieder feuchte Erde zu bieten.
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