Der Biogarten im Juli


Aussaatkalender im Juli

Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß

Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß,
Das durch den sonnigen Himmel schreitet.
Und schmücke den Hut, der dich begleitet,
Mit einem grünen Reis.

Verstecke dich faul in die Fülle der Gräser.
Weil’s wohltut, weil’s frommt.
Und bist du ein Mundharmonikabläser
Und hast eine bei dir, dann spiel, was dir kommt.

Und lass deine Melodien lenken
Von dem freigegebenen Wolkengezupf.
Vergiss dich. Es soll dein Denken
Nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf.

Joachim Ringelnatz


Liebe Gärtner*innen,

Zupfen Sie sich Beeren aus dem Gartengrün. Ziehen Sie Ihren Sombrero tiefer in die Stirn, und legen Sie die Beine hoch. Nie ist der Himmel so warm und blau wie im Juli. Die warme Erde bringt alles schnell zum Keimen und schmeichelt unseren Händen und Füßen. Der Duft von Rosen, blühenden Linden und Phlox geht am Waldrand über zu schwerem Jelängerjelieber und aromatischer Kiefer, die in der Wärme knackt. Bleiben Sie draußen, solange es geht. Verlegen Sie Esstisch, Arbeitsplatz und Lesezimmer an ein schattiges Plätzchen unterm Baum. Besuchen Sie schöne Biergärten und Open-Air-Kinos. Halten Sie Wolldecken und Schlafsäcke griffbereit. Denn es geht nicht nur darum, mehr Jahre ins Leben zu bringen, sondern mehr Leben in die Jahre. Dieses Jahr ist nur einmal Juli: jetzt.

Ihr Team vom Hof Jeebel


ERNTEN UND KONSERVIEREN

Im Juli bietet uns der Garten schon viel Feines und Süßes. Dieses Essen ist die frischeste und umweltfreundlichste Nahrung, die es gibt. Verwerten und verzehren Sie so viel davon wie möglich.

Frühkartoffeln:
Im Juli werden im Hausgarten meist die ersten Frühkartoffeln erntefähig. Frische Frühkartoffeln sind eine Delikatesse und pur, einfach mit Salz und Olivenöl oder Butter, ein großer Genuss. Wichtig ist, dass Sie die frühen Kartoffeln möglichst erst kurz vor dem Verzehr ernten, frisch aus dem Beet direkt in den Kochtopf, so schmecken sie am besten.

Alle Kartoffeln, die noch im Beet bleiben, sollten Sie sorgfältig häufeln oder die Erde mit Mulch bedecken, so werden die Knollen nicht kurz vor der Ernte noch grün.
Süße Früchte:
Johannisbeeren, Kirschen, frühe Himbeeren und Aprikosen werden jetzt reif und locken uns mehrmals täglich in den Garten, um süße, warme Früchte ganz frisch zu genießen. Was Sie nicht sofort essen können, sollten Sie zu Marmelade oder Saft verarbeiten. Marmeladenherstellung lohnt sich schon ab einer kleinen Menge von drei bis vier Gläsern und kann auf dem kleinsten Kocher stattfinden. Wichtig sind saubere, gut verschließbare Gläser und ein ordentliches Abmessen des Obstgewichtes. Nur so lässt sich die passende Menge an Geliermittel errechnen, und man vermeidet die Herstellung von zu flüssigen Brotaufstrichen. Kirschen sind lecker als Kompott, dieser erfreut uns das ganze Jahr über als Kuchenfüllung, besonders in schokoladigem, dunklem Teig. Aprikosen sind eine klassische Frucht zur Trocknung im Dörrapparat und werden zur feinen Müslizutat oder zur süßen Naschfrucht mit Nüssen im Studentenfutter.
Kräuter trocknen:
Minze, Melisse, Oregano und Bohnenkraut stehen jetzt in voller Pracht. Wenn noch nichts an Kräutern geerntet und getrocknet wurde, sollten Sie das jetzt nachholen. Von den meisten Kräutern erntet man großzügig die Spitzen, so verzweigt sich die Pflanze und wird schön buschig. Wenn Kräuterpflanzen blühen, entscheiden Sie selbst, ob Sie die Blüten mit nutzen wollen, gesund und aromatisch sind sie allemal. Am besten sollten Sie die Kräuter an einem trockenen Tag zu Sträußchen gebunden aufhängen oder auf Baumwollstoff ausgebreitet hinlegen. Nach dem Trocknen werden die Kräuter zügig weggepackt, am besten in Papiertüten.
Ernten geht immer vor:
Vergessen Sie einen Moment lang, was sonst noch zu tun ist, und fangen Sie als Seelennahrung den Hochsommer ein.


URBAN FARMING: AUF KLEINEM RAUM

Viele von uns wohnen in Städten, erreichen dort alles, was sie brauchen, mit Straßenbahn und Fahrrad und genießen die kulturellen Angebote. Dennoch wollen wir nicht auf eigenes Gemüse verzichten. Der große Nachteil vom Leben in der Stadt ist, dass man nicht viel Platz hat. Auch weniger Anbaufläche. Manche Flächen, die begrünt werden könnten, wirken nicht sauber genug für den Anbau von Nahrungsmitteln. Hier hilft es, das Bodenniveau anzuheben: Durch Hochbeete, bepflanzte Kisten oder an Geländern und Pfeilern hängende Behälter heben wir unser Gemüse auf Augenhöhe und entziehen es der Ebene von Hunden, Auspuff und Müll. Vor allem aber, und das werden besonders Menschen mit sehr großen Gärten bestätigen: Ernten wird man meistens das, worum man sich gut gekümmert hat. So bietet eine kleine Fläche auch die Chance, ganz viel pro Quadratmeter rauszuholen.
Hochbeete und Kübel kann man mit sehr guter Erde befüllen, die die Ernte besonders reich macht: Reifer Kompost, Erden aus Eichenrinden-Ferment und Terra-Preta-Erden bringen auf kleiner Fläche sehr hohe Erträge hervor. Zusätze wie Schafwolle und Bentonit halten die Erde länger feucht.

Durch ihre „Alleinstellung“ sind Hochbeete und Kübel oft sehr gut beleuchtet und belüftet: Experimentieren Sie mit etwas engeren Pflanzabständen als auf normalen Beeten: Die Pflanzen können zum Teil über den Rand ausweichen. So ranken Gurken und Kapuzinerkresse sehr malerisch über Bretter und Mauern, Süßkartoffeln sehen in Hängegefäßen toll aus, und Himmelsstürmer wie Stangen- und Feuerbohnen suchen Halt an allen Schnüren und Geländern, die sie erreichen können.
Innenstädte sind wärmer als die meisten Felder: Die Pflanzsaison ist hier länger als auf dem Land, die Anbaulagen sind häufig geschützt und warm bis heiß: Toll für das Aroma von Tomaten, die Reife von Chilis oder die Süße von Melonen. Rosmarin und manchmal sogar Koriander überstehen hier milde Winter.


Auch für eher schattige Stellen gibt es genügsame Pflanzen: Heidelbeeren, Lauchzwiebeln, Mangold und Walderdbeeren kommen in Schattenbeeten zurecht, und wenn es sehr warm ist, sogar Gurken.

Innenstädte sind wärmer als die meisten Felder:
Die Pflanzsaison ist hier länger als auf dem Land, die Anbaulagen sind häufig geschützt und warm bis heiß: Toll für das Aroma von Tomaten, die Reife von Chilis oder die Süße von Melonen. Rosmarin und manchmal sogar Koriander überstehen hier milde Winter.


Städte brauchen grüne Ansichten: Ganz besonders im urbanen Raum, vor Betonwänden und zwischen Mietshäusern, wird ein wild wuchernder Kürbis oder ein üppiges Pfefferminzbeet für ein erstauntes Lächeln sorgen. Ältere Leute erinnern sich an die Gärten ihrer Kindheit, man kommt ins Gespräch, und so erhöht sich ganz nebenbei die Lebensqualität für alle.


14,80 EUR / Stück

(29,60 EUR/ l)

PFLEGE IM JULI

Düngen:
Düngen Sie jetzt alle hungrigen Pflanzen mit Brennnesseljauche. Kohlarten, Tomaten und Paprika, Mais, Kürbissen und Zucchinis kann man förmlich beim Wachsen zuschauen, wenn sie alle zwei bis drei Wochen mit verdünnter Jauche gegossen werden. Aber auch Pfirsiche, die im Frühling unter der Rutenkrankheit gelitten haben, abgeerntete Erdbeeren und Johannisbeeren, die uns reich beschenkt haben, genießen jetzt nochmal diese Extraportion „Superfood“. Andere, fertig hergestellte Flüssigdünger mit weniger starkem Geruch sind jetzt vor allem für Pflanzen, die in hausnahen Töpfen und Kübeln wachsen, eine willkommene Ergänzung zu den Nährstoffen in der Erde. Flüssiger Eisendünger stärkt besonders Heidelbeeren, Rosen und Erdbeeren im Topf und Hochbeet.
Hacken:
Alle Gemüsebeete, die nicht gemulcht sind, sollten regelmäßig gehackt werden. Dadurch werden Unkräuter entfernt, der Boden wird belüftet und, auch wenn das an der Oberfläche nicht so aussieht, reduziert das Hacken die Verdunstung von Feuchtigkeit aus der Erde. In einem gemulchten Garten mit lehmigem Boden sollten Sie immer mal stellenweise prüfen, ob unter dem Mulch der Boden gut aussieht. Es dürfen keine Trocknungsrisse zu sehen sein. Beetränder müssen Sie regelmäßig freihacken, um wieder eine übliche Breite von 1,20 m oder ein anderes von Ihnen gewünschtes Maß zu erreichen. Grasbüschel am Rand ziehen mehr Nährstoffe und Wasser, als man denkt.

12,10 EUR / Stück

(2,42 EUR/ m)

Mulch:
Mulchen Sie vor allem Himbeeren, diese bleiben dadurch deutlich gesünder. Erdbeerpflanzen bekommen nach dem Ausputzen einmal komplett frischen Mulch, damit sich keine Schädlinge einnisten. Auch alle größeren Gemüsepflanzen profitieren von der Beschattung des Bodens und der Unterdrückung des Unkrauts durch Stroh, Grasschnitt, Laub oder gekaufte Mulchprodukte. Der Boden sollte zum Zeitpunkt der Mulchauflage feucht und locker sein.
Dämme:
Häufeln Sie außer Ihren Kartoffeln auch Lauch, Möhren und Erbsen. All diese Gemüse werden dadurch standfester. Der Lauch bekommt nur durchs Häufeln so schöne lange weiße Schäfte, und gehäufelte Möhren bekommen weniger grüne Kragen. Wer keinen Häufler hat, kann seitlich vom Weg aus mit einem Rechen Erde an die Pflanzenreihen ziehen.

18,85 EUR / Stück

(0,07 EUR/ m)

Ausgeizen:
Tomaten und auch Brombeeren müssen Sie im Sommer ausgeizen, damit die Pflanzen sich nicht in endlos vielen Seitentrieben verausgaben. Bei den Tomaten lässt man üblicherweise einen bis drei Triebe groß und lang werden – diese müssen dann angebunden oder gestützt werden. Alle anderen Triebe aus den Blattachseln werden herausgeknipst. Bei Brombeeren kürzt man die Triebe aus den Blattachseln bis auf zwei Blätter stark ein. Auch beim Wein muss über Sommer durch die sogenannten Laubarbeiten regelmäßig die Anzahl und die Länge der Ruten reduziert werden, um die Versorgung der Trauben zu stärken.
Anbinden:
Tomaten, Brombeeren und Wein sowie alle anderen „ausgebüxten“ Rankpflanzen sollten Sie wieder gut am Rankgerüst befestigen. Dies gelingt bei Tomaten durch Hochwickeln der Pflanze an einer Schnur oder einem spiralförmigen Stab. Alle anderen Triebe und Ruten werden am besten mit einer biologisch abbaubaren Schnur oder mit einer Drahtkordel an ihren Stangen oder am Rankgerüst befestigt.
Ausputzen:
Entfernen Sie als Hygienemaßnahme alle kranken Blätter und Triebe: Braune Erdbeerblätter, verkrümmte Spitzen von Sauerkirschen und kranke Ruten von Himbeeren sollten Sie sofort entfernen. Krankes Pflanzenmaterial wird vergraben, verbrannt oder in der Mülltonne entsorgt, damit sich die Keime nicht ausbreiten.


Verblühtes sollten Sie ebenfalls entfernen, um eine schöne Nachblüte zu fördern. Das funktioniert besonders gut bei Ringelblumen, Geranien und mehrfach blühenden Rosen.


GEMÜSE FÜR HERBST UND WINTER

Im Juli ist es warm und bei ausreichender Bewässerung wächst alles sehr schnell. Sorgen Sie vor für den Herbst und den Winter: Säen Sie dort, wo Beete oder Reihen frei werden, noch einige Reihen Buschbohnen, schnellwachsende Möhren und Rote Bete, die Sie ab Herbst als frisches und zartes Gemüse genießen können. Auch der zarte Knollenfenchel gelingt jetzt noch, und weitere kleine Portionen Schnittsalat und Frühlingszwiebeln, Radieschen und Spinat werden im Herbst für frische Vielfalt auf dem Rohkostteller sorgen. Spinat kann übrigens ungeachtet der Fruchtfolge überall dazwischengesät werden. Er ist ein schnell wachsendes, unkompliziertes Gemüse und lockert mit seinen langen Wurzeln wunderbar den Boden.
Ende Juli können Sie auch wieder Chinakohl, Pak Choi und die bunte Vielfalt der Asia-Salate aussäen. Diese mit dem Senf verwandten Gemüsearten sind bei Aussaat im späteren Sommer nicht mehr schossgefährdet, das heißt, bei Aussaat Ende Mai oder Juni würden sie wegen der langen Tage vielleicht gleich blühen, aber mit den kürzer werdenden Tagen im Spätsommer bilden sie eher Köpfe und Büschel, die wir in der Küche besser gebrauchen können.


Pflanzen Sie jetzt zügig Ihre vorgezogenen Salate, Endivien und Ihren Grünkohl an die endgültige Stelle, am besten noch mit einer Schaufel reifem Kompost versorgt. Auch Blumenkohlpflänzchen, Wirsing, vorgezogene Kräuter wie Basilikum und Petersilie und mehrjährige wie Oregano und Thymian gedeihen bei Pflanzung Anfang Juli noch hervorragend. Genießen Sie die Vielfalt in Ihrem sommergrünen Garten. Geben Sie allen Pflanzen genug Platz. Was zu viel ist, wandert gleich in die Küche …


MIT HÜHNERN IST GUT KIRSCHEN ESSEN

Der Juli ist vor allem auch der Monat der Kirschen. Wir können barfuß auf Bäume klettern, wo uns die paradiesisch süßen Früchte in den Mund baumeln. Mancherorts kann man am Straßenrand Schälchen der fast schwarzen, großen Herzkirschen kaufen, und Kinder nutzen die Kirschpärchen am Stiel wie große, kullerrunde Ohrringe. Kirschen sind traumhaft schöne Bäume, geben guten, lichtgrünen Schatten und haben rund ums Jahr einen freundlichen, starken Charakter.

Inzwischen gibt es dank verschiedener Züchtungen und Veredelungsunterlagen Kirschbäume mit verschiedensten Wuchsgrößen, Reifezeiten und Fruchtfarben. So lässt sich in einem großen Garten eine stattliche Hochstamm-Süßkirsche als prägender Einzelbaum pflanzen, von dem die Kinder wohl ihr Leben lang etwas haben werden. Auf eine kleine Fläche passt eine Säulen- oder Zwergkirsche, die uns ihre leuchtend roten Früchte auf Augenhöhe anbietet.
Wer den Obstgarten mit einer kleinen Tierhaltung kombiniert, sollte Hühner unter Kirschbäumen herumspazieren lassen, besonders jetzt im Juli: Die pickende Schar entdeckt jede durch Madenbefall geschädigte und heruntergefallene Frucht und macht sie samt Fleischbeilage unschädlich. So wird verhindert, dass die Kirschmaden sich unter dem Baum in der Erde einnisten und im nächsten Jahr, frisch geschlüpft, wieder zu den reifenden Kirschen fliegen, um Eier zu legen.
Leider sind Hühner nicht die einzigen Vögel, die gerne Kirschen essen. Wo regelmäßig Stare und Krähen den Großteil der roten Pracht ernten, lohnt sich vielleicht die Auflage eines Kirschbaumnetzes. Es lässt sich jahrelang wiederverwenden und schützt auch andere Beeren wie Johannisbeeren oder Weintrauben vor Vogelfraß.

Allerdings sollte so ein Netz komplett geschlossen sein, damit es nicht zur Falle für die Stare oder andere Vögel wird, die sich im Netz verfangen, wenn sie nicht mehr herausfinden. Kleinere Bäume kann man komplett einpacken, bei mittleren Bäumen muss man schon mehrere Netze zusammenknüpfen und vielleicht den Haupttrieb herausstehen lassen. Bei großen Bäumen wird man nur noch einzelne Äste einpacken können. Nach der Ernte ist es bei den Süßkirschen Zeit für einen Rückschnitt: Im Juli und August heilen die Schnitte gut, ohne zu starkem Saftdruck ausgesetzt zu sein. Durch einen sommerlichen Schnitt beruhigt sich das Wachstum von Kirschbäumen, während es durch einen winterlichen Schnitt eher angeregt wird.

50,40 EUR / Stück

(1,03 EUR/ m²)



MIT SCHIRM UND HUT

Pilze sind lecker und nahrhaft. Sie befriedigen besonders in der vegetarischen Küche das Bedürfnis nach etwas Würzigem, Bissfestem. Ob geschmort als Auflage auf einem Burger, gegrillt zwischen Auberginen- und Zucchinistreifen oder als Zutat zu einer cremigen Nudelsauce mit Thymian – Pilze erfüllen viele Wünsche. Arten wie Shiitake und Pom pom gehören zu den Heilpilzen und versorgen uns mit essentiellen Aminosäuren.

Da Biopilze im Handel recht teuer sind und frisch am besten schmecken, sind „Funghi-Farmen“ für Selbstversorger*innen eine spannende Idee.
Pilze lassen sich im Haus, im Beet, auf Holzstämmen oder auf Strohballen anbauen.
Den schnellsten Erfolg versprechen unsere Pilzzuchtboxen. Diese Boxen gibt es für den zarten, kalbfleischartigen Austernseitling sowie Pom Poms und die feinen Rosen- und Zitronenseitlinge.

Die Pilzzuchtboxen werden im Haus oder in der Wohnung an einem mäßig warmen Ort aufgestellt; die Lichtverhältnisse sind nicht entscheidend, aber direkte Sonne sollte man vermeiden. Man öffnet zunächst die eine rund ausgestanzte Öffnung des Kartons und einige Wochen später die andere. Aus dieser Box werden Sie innerhalb der folgenden sechs Wochen zwei bis drei Portionen Pilze ernten, bevor das enthaltene Substrat erschöpft ist.

Ebenfalls im Haus verwendbar sind die Kräuterseitling-Pilzzuchtkultur, bei der Sie den gelieferten Folienbeutel etwas anritzen, sowie die Pilzzuchtsets für Champignons, Braunkappen und Steinchampignons, bei denen das Pilzbeet aus einem Pappkarton entsteht.

(Ausführliche Anleitungen zu den Pilzkulturen finden Sie im Shop bei den jeweiligen Artikeln unten angehängt.)

27,90 EUR / Box

(6,98 EUR/ kg)

Im Freiland können Sie an einer schattigen, feuchten Stelle ein Pilzbeet anlegen – mit Rosen- oder Limonenseitlingen, Braunkappen oder auch Austernpilzen. Die dafür geeigneten Starterkulturen können auch in frisch geschlagene Holzstämme oder mit Wasser vollgesogenen Strohballen angesiedelt werden.

Stockschwämmchen und der asiatische, köstliche Shiitake-Pilz wachsen am besten in Holz. Dafür setzt man Impfstäbchen oder Myzelpatches in extra angefertigte Bohrungen oder Schnitte im Holzstamm ein. Die Beimpfung von Holzstämmen bringt einige Jahre lang Pilze, ein Strohballen für etwa drei bis vier Monate.


TIPP: Der vielseitige Austernpilz wächst auf Holzstämmen oder Stroh und ist dabei so vermehrungsfreudig, dass sich hier sogar eine „verbrauchte“ Pilzzuchtbox als Starterkultur für einen Strohballen nutzen lässt.
Die Sommermonate eignen sich bei ausreichender Wasserversorgung besonders gut für die Anlage von Pilzkulturen, da die hohen Temperaturen das Wachstum des Myzels und der Pilze begünstigen. Wir wünschen Ihnen eine reiche und leckere Ernte.



ARBEITEN
Ernte
- Ernten und konservieren (Marmelade und Saft kochen)
- wässern und mit Brennnesseljauche gießen
- Töpfe flüssig düngen
- Unkraut jäten oder hacken
- Boden lockern
- Direktsaaten vereinzeln
- Kartoffeln, Porree, Zwiebeln und Bohnen häufeln
- Stecklinge machen von Kräutern, Stauden und Gehölzen
- Mulchschicht erneuern
- abgeerntete Beete nachsäen oder Gründünger einsäen
- Tomaten ausgeizen und binden
- Beginn der Laubarbeiten und des Sommerschnittes bei Süß- und Sauerkirschen, Pfirsichen, Reben und Kiwi
- Verblühtes zurückschneiden
- Schädlingsbefall kontrollieren (Wühlmäuse, Läuse, Kartoffelkäfer)
- Wiesen mähen und Mähgut ausharken
- Beetränder und Rasen mähen
- Kompost aufsetzen und pflegen
ERNTE
Aussaat/Pflanzung
Frühkartoffeln, Möhren, Rote Bete, Zwiebeln und Knoblauch

Salate, Mangold, Fenchel; Kohlrabi, Broccoli und Blumenkohl, frühe Kohlsorten

Erbsen, (Dicke) Bohnen, Gurken, Zucchini, Tomaten, Chilis

Küchenkräuter und essbare Blüten wie Kapuzinerkresse und Borretsch

späte Erd- und Johannisbeeren, Stachelbeeren und Josta, frühe Himbeeren und Heidelbeeren

Kirschen

Felsenbirnen