Liebe Gartenfreunde, 

die Blätter färben sich bunt, das Leben zieht sich zurück. Die im Laufe des Sommers gesammelte Kraft liegt nun im Holz und in den Wurzeln, in den Knollen und Samen.
Die Erde trocknet kaum noch aus und bietet beste Bedingungen für die Pflanzung vieler Bäume, Gehölze und Knollen.Gleichzeitig beschenkt uns der Garten mit reichlicher Ernte. Wer sorgfältig einlagert, hat lange etwas von seinen Gartenschätzen. Wenn alles gut vorbereitet und durchdacht ist, kann man in Ruhe abwägen und beobachten, wann der beste Zeitpunkt zur Ernte gekommen ist, und allem noch, frei nach Rilke, „ein paar südlichere Tage“ oder Wochen geben.

Ihr Gerhard Wacha und das Hof Jeebel Team

ZIERGARTEN  |  Pfingstrosen

Mit dem Oktober kommt die beste Zeit, um Pfingstrosen zu pflanzen. Da ältere Pfingstrosen nicht gerne umgesetzt werden und eine gute, kräftige Pflanze an ihrem Platz von Jahr zu Jahr schöner wird, muss der Standort von Anfang an sorgfältig ausgewählt werden. Suchen Sie diesen prächtigen Stauden eine sonnige Stelle. Jede Pflanze braucht einen knappen Quadratmeter für sich. In den ersten Jahren kann man, wie bei anderen Stauden, die Lücken mit direkt gesäten einjährigen Sommerblumen füllen. Pfingstrosen brauchen einen lockeren, nährstoffreichen Boden. Geben Sie reichlich Kompost und jährlich eine Gabe Hornspäne oder verrotteten Mist. Der Boden sollte nach der Pflanzung nicht mehr stark bearbeitet werden, da Pfingstrosen einen ungestörten Wurzelbereich benötigen.

Die Sortenwahl:
In unserem Sortiment finden Sie verschiedene Sorten der Art Paeonia lactiflora. Das Farbspektrum reicht von Weiß über Rosa und Pink bis Dunkelrot. Die Sorten erreichen Wuchshöhen von 70 bis 110 cm. Manche Pfingstrosen, wie die stattliche weiße „Festiva Maxima“, sind für eine Stütze dankbar.

Bis auf „Kameno Wegoromo“ mit ihren leuchtend lilaroten Schalenblüten blühen alle unsere Pfingstrosen gefüllt. Wer seine Nase gerne tief in Blüten steckt, sollte „Monsieur Jules Elie“ wählen. Eine Blüte in der Vase erfüllt einen ganzen Raum mit Duft.

ZIERGARTEN  |   Blumenzwiebeln

Setzen Sie im Oktober schnell noch ein paar Frühblüher in den Garten. Jeder freut sich, wenn er am Ende des Winters die ersten goldgelben Krokusse im Rasen entdeckt.

Tulpen gibt es in allen leuchtenden und fröhlichen Farben von gelb über rosa und pink zu rot, in weiß und mit Farbverläufen und Fransen. Ruhig und geheimnisvoll wirkt dagegen die Tulpe „Black Jack“ mit ihrem dunklen, fast schwarzen Purpur. Besonders gut kommt diese Farbe in Kombinaton mit weiß blühenden Gehölzen wie Felsenbirnen zur Geltung.

Bei uns im Shop ist in der Rubrik „Blumenzwiebeln und Knollen“ bestimmt auch für Ihren Garten ein passender Frühblüher dabei. Einen verspielten blau-violetten Blütenteppich, auf dem die Frühlingselfen sich zum Tanz treffen können, bildet beispielsweise das Balkan-Windröschen. Es wächst gerne an ausreichend feuchten Standorten und vermehrt sich hier selbst durch Samen.

OBST-/GEMÜSEGARTEN  |   Erntedank!

Der Oktober ist der große Erntemonat im Garten. Anfang des Monats findet das christliche Erntedankfest statt, um für den Ertrag in der Landwirtschaft und in den Gärten zu danken und daran zu erinnern, dass es nicht nur in der Hand des Menschen liegt, ob er satt wird. Im Garten ernten wir in diesem Monat alles, was nicht vollkommen frosthart ist, also fast alles:
Späte Kartoffeln werden mit der Grabegabel ausgehoben und in Kisten oder Säcke gefüllt. Kartoffeln müssen immer dunkel und trocken bei luftigen 4 bis 8°C gelagert werden.

Kopfkohl wird mit Strunk und Umblättern ausgerissen und kopfüber im Keller aufgehängt. Möhren und Rote Bete lockert man mit der Grabegabel, zieht sie heraus und dreht das Laub ab, ohne den Laubansatz zu beschädigen. Wurzelgemüse bleibt bis zum Verzehr ungewaschen, am besten in Erdmieten oder in sandgefüllten Kisten.

Bei allem Erntegut werden beschädigte und sehr kleine Exemplare aussortiert und zuerst verbraucht, da sie sich weniger gut halten. Die späten Tafelobstsorten der Äpfel und Birnen erntet man zur Vermeidung von Druckstellen mit dem Apfelpflücker und legt sie vor Ort gleich in Stiegen. Ihr Lagerort muss luftig und kühl sein. Lagern Sie Obst und Gemüse nicht im selben Raum. Äpfel sondern Reifegase ab, die alles schneller reifen, altern und welken lassen.

Die letzten Zwetschgen müssen innerhalb einiger Tage verarbeitet werden. Man kann sie halbiert zu Trockenobst verarbeiten. Entweder bei leicht geöffneter Backofentür und 50 bis 80 °C oder im Dörrapparat.

Nüsse werden nach dem Aufsammeln in flachen Kartons, Apfelstiegen oder auf Tüchern ausgebreitet, an einem warmen Ort etwa 4 bis 6 Wochen getrocknet und gelegentlich gewendet. Danach hängt man sie in einem Sack oder Beutel luftig auf.

Wer noch grüne Tomaten an den Pflanzen hängen hat, pflückt sie mit dem grünen Stielansatz und breitet sie in Kartons oder alten Schubladen aus. In einer dunklen und halb warmen Umgebung reifen sie nach und nach aus. Hierbei hilft die Gesellschaft von Äpfeln.

Alles Erntegut braucht einen frostfreien, mäusesicheren Ort. Regelmäßige Kontrollen des Lagers verhindern größere Ausfälle und rufen uns unsere Schätze wieder ins Bewusstsein.

Unsere neuen „kleinen Obstkisten“ nehmen dank ihrer geringen Grundfläche wenig Platz ein und lassen sich, gestapelt in einer Ecke, z.B. im Keller, fast wie ein Regal für Obst, Zwiebeln oder auch Kürbisse verwenden.

Diese Obstkiste kann durch den Handgriff gut mit nur einer Hand gehoben oder umgestellt werden. Sie ist solide aus hellem, unbehandeltem Kiefernholz gearbeitet und dunkelt etwas nach, wenn sie geölt wird oder hell steht.

WINTERSCHUTZ  |   Für Kräuter … und Käferchen

Wer Pfefferminze und andere winterharte Kräuterstauden wie Melisse und Thymian im Topf hat, kann diese Töpfe jetzt auf den frei gewordenen Gemüsebeeten dicht an dicht eingraben. So frieren die Wurzelballen nicht so stark durch. Schnittlauch, der im Beet stand, wird hingegen extra ausgegraben und getopft. Hat er einigen Frost bekommen, so kann er im Haus antreiben. Mitten im Winter ist frisches Grün kostbar und willkommen!

Denken Sie bei Ihren herbstlichen Gartenarbeiten daran, dass auch das kleinste Krabbeltier den Winter über einen geschützten und günstigen Ort sucht. Lassen Sie deshalb alte Brennnesselstängel und verblühte Stauden, wo es möglich ist, stehen, sie dienen höchstwahrscheinlich jemandem als Unterschlupf. Erlauben Sie Ihrem Garten ein bisschen Wildnis, schichten Sie Gartenabfälle und Holz zu lockeren Haufen auf. Lassen Sie das Laub unter Gehölzen liegen.

Durch solche einfachen Maßnahmen schützen Sie viele Nützlinge und seltene Arten. Sie danken es uns mit lebendigen und gesunden Gärten.


AUSSAAT/PFLANZUNG
Arbeiten
- Kresse
- Spinat
- Möhren fürs nächste Frühjahr
- Pfingstrosen
- Blumenzwiebeln
- Rosen
- Beerenobst
- Winterknoblauch
- Wintersteckzwiebeln
- Erdbeeren
ARBEITEN
Ernte
- Pfingstrosen pflanzen
- Blumenzwiebeln stecken
- Erntegut frostsicher einlagern
- Winterschutz anbringen
ERNTE
Aussaat/Pflanzung
- Salate
- Endivie
- Fenchel
- Sommerlauch
- Sellerie
- Kohl
- Möhren
- Rote Bete
- Kartoffeln
- Kürbis
- Äpfel
- Birnen
- Quitten
- späte Zwetschgen
- Trauben