Wenn Sie anfangen, Beete vorzubereiten oder reifen Kompost aus dem Komposthaufen zu nutzen, beginnt damit ganz nebenbei schon wieder der Pflanzenschutz: Sollten Sie Schneckeneier finden, räumen Sie die Gelege gleich aus. Hacken und lockern Sie die Ränder der Beete etwas über den Bereich hinaus, den Sie wirklich brauchen. Lockere Erde macht es den Wühlmäusen schwer, sich einen Dauerzugang zu Ihrem Gemüse zu bauen. Entdecken Sie Wühlmausgänge, so sollten Sie sich innerlich eine Notiz machen, hier in drei Wochen wieder zu hacken. Für den Rand am Übergang vom Beet zur Grasfläche eignet sich eine geschärfte stabile Herzhacke besonders gut. Reduzieren Sie in wühlmausgefährdeten Gärten die Länge dieser Ränder, indem Sie Beete zusammenlegen. Einzelne kleine Beete sind besonders schwer zu pflegen. Auch auf der Wiese stehende Obstbäume muss man öfter kontrollieren. Hier gefundene Mäusegänge sollten Sie zerkrümeln und, wo möglich, einmal gründlich fluten, damit angenagte Baumwurzeln wieder Fuß fassen. Junge Obstbäume brauchen immer eine unkrautfreie oder mit Gründünger besäte Baumscheibe und einen Stützpfahl.

Auch das Aufhängen von Nistkästen ist eine Art Pflanzenschutz. Die unterschiedlichen Vogelarten haben hieran verschiedene Ansprüche. Ob eine Halbhöhle für den Hausrotschwanz, ein Mehlschwalben-Nest oder eine Nisthöhle für Meisen und Kleiber: Eine Kinderstube für Vögelchen macht Freude beim Beobachten und bringt Leben in den Garten. Singvögel fangen ungebetene Gartengäste wie Raupen und Läuse und reduzieren so den Befall auf Ihren Kulturpflanzen. Sogar eine mit Ramblerrosen, Wein oder Spalierobst begrünte Wand bietet Vögelchen einen Lebensraum.

Denken Sie, wo es geht, an Wasser. Planen Sie einen kleinen Teich mit einer ausreichend großen Flachwasserzone. Stellen Sie bald wieder viele flache Wasserschalen an Stellen auf, wo sie einfach zu füllen sind, oder graben Sie große Eimer, Töpfe oder Kübel ein und versehen Sie diese mit einer griffigen Ausstiegshilfe für Frösche, Vögel und Insekten.

Abgesehen vom Schädlingsfang ist Bodenpflege ebenfalls Pflanzenschutz: Wesen, die für unser Auge zu klein sind, arbeiten in einem humusreichen, lockeren und mit Kompost und Mulch versorgten Boden unglaublich fleißig daran, Krankheitserreger unschädlich zu machen. So verringert der Einsatz von Mulch und Kompost erwiesenermaßen den Schorfbefall bei Kartoffeln, weil die Erreger von den komposteigenen Mikroorganismen unschädlich gemacht werden. Rufen Sie sich bei jeder Bodenbearbeitung und Beetvorbereitung diese unbezahlbaren Helfer ins Gedächtnis zurück und machen Sie ihnen das Leben durch regelmäßige Zufuhr organischer Abfälle so süß wie möglich.

 
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