Der Biogarten im März


„Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen,
sondern möglich machen.“
(Antoine de Saint-Exupéry)

Liebe Gärtner*innen,

im März, dieser gemüse- und obstarmen Zeit, können nur diejenigen noch eigenen Grünkohl, Feldsalat oder sogar Winterporree ernten, die sehr gut vorgesorgt haben, und auch die meisten Möhren-, Kartoffel- und Apfellager sind leergefuttert. Der März ist vielmehr die Zeit der zaghaften, frühen Blüten und der ersten grünen Triebe von Schnittlauch und Winterheckenzwiebel. An geschützten Stellen können Sie erste Wildgemüse sammeln.

Doch sehr viele Gemüsearten lassen sich jetzt schon aussäen, stecken oder pflanzen. Obstgehölze und Kartoffelbeete werden in Form gebracht. Stellen Sie jetzt ganz besonnen die Weichen für eine große Ernte und gesunde Pflanzen und ermöglichen Sie Ihrem Garten, über sich selbst hinauszuwachsen.

Viel Spaß dabei wünscht Ihr Team vom Hof Jeebel 

Biogarten im März
Bodenvorbereitung im Februar


Gemüse: Direktsaat im Freiland

Diese Gemüse sind robust und keimen auch bei niedrigen Temperaturen. Sie überstehen Frostphasen und kalte Stürme und nutzen jede wärmer werdende Stunde des Frühlings zum Wachsen.

Direktsaat im Freiland

Radieschen: Das beliebteste Frühlingsgemüse bei uns. Sie sind rund, rot, würzig und schnell. Radies säen Sie am besten im Reihenabstand von etwa 20 cm in ein schwach gedüngtes Beet. Nach der Aussaat darf nur alle 2,5 bis 3 cm ein Körnchen liegen, sonst werden die Radieschen später nicht dick. Ein Kulturschutznetz schützt diese mit Kohl verwandten Wurzeln vor Maden. Erntereif sind sie schon in sechs bis acht Wochen und müssen dann auch bald genutzt werden.

Möhren: Sie sind süß, heilsam, Babynahrung und Pausensnack. Die orangene Farbe macht sie attraktiv, und so eine Möhre ist eine fröhliche Figur. Möhren wollen Kompost als Düngung. Der Bonus im Biogarten: Besonders die ersten frühen Möhren, die Sie in etwa drei Monaten aus der Erde ziehen dürfen, schmecken dank lebendiger Erde zauberhaft und würzig. Reihenabstand 30 cm, auf 3 cm in der Reihe vereinzeln. Ein Kulturschutznetz hilft auch hier gegen Maden.

Rucola, besonders die Wilde Rauke: Die gezahnten Blätter sind unschlagbar lecker mit ihrer leichten, frischen Schärfe und werden inzwischen überall zum Kauf angeboten. Die Pflanze ist unkompliziert, frosthart und lässt sich jederzeit in Reihen oder kleinen „Horsten“ (Grüppchen) mit 20 cm Abstand aussäen.

Spinat darf nicht fehlen im Frühlingsgarten. Spinat schmeckt auch als rohes Blattgemüse sehr gut, ist in sechs bis acht Wochen erntereif und hinterlässt den nächsten Pflanzen einen tief gelockerten Boden. Auch hier sollte nicht zu dicht gesät werden (20 cm Reihenabstand auf 4 cm in der Reihe), besonders wenn man Lust auf einzelne große Blätter für den Salat hat. Zum Schnitt fürs Kochen braucht man viel Spinat, da er beim Erhitzen sehr zusammenfällt.

Auch für Dicke Bohnen und Schalerbsen, Pastinaken, Schnittsalat und Lauchzwiebel ist im März ein guter Aussaatzeitpunkt. Diese Arten und Sorten säen Sie ebenfalls direkt ins Beet. Je mehr verschiedene Gemüse Sie jetzt schon aussäen, desto eher beginnt Ihr kulinarischer Gartensommer.



Aussaat im Warmen


Gemüse: Aussaat im Warmen …

Tomaten! Wenn Sie Platz haben, Tomatenjungpflanzen bis Mitte Mai vor Frost zu schützen, können Sie dieses Lieblingsgemüse noch bis Ende März selbst aussäen. Tomaten brauchen vor allem eine warme Keimtemperatur von 20 bis 22 °C und profitieren von raschem und mehrmaligem Pikieren und Umtopfen. Für die Tomatenanzucht siehe unser Video. Paprika, Chilis und Auberginen haben ähnliche Wünsche wie Tomaten, mögen es aber noch 2 °C wärmer und keimen wesentlich langsamer. Halten Sie die Aussaaten warm und feucht und haben Sie Geduld.

Tomaten-Anzucht

Viele Kohlarten, darunter der leckere Spitzkohl, unser lagerfähiger Kohlrabi Superschmelz sowie fast alle Weiß- und Rotkohlsorten, der zarte Blumenkohl und Broccoli lieben eine recht warme Keimtemperatur von 20 °C. Bei niedrigeren Temperaturen keimen sie auch, aber sehr viel langsamer. Kohl muss nach der Keimung schnell pikiert und an kühlere Temperaturen gewöhnt werden und darf ab April ins Freiland. Ein Tipp zum Rosenkohl: Eine besonders frühe Aussaat ist nicht zwingend nötig, sorgt aber für große, stabile Pflanzen, die bis zum Herbst sicher Röschen ansetzen.

Da man in der Wohnung fast immer mehr Wärme als Licht zur Verfügung hat, werden manche Stängel zu lang. Deshalb sollten selbst gezogene Jungpflanzen lieber einmal öfter umgetopft werden. Dabei kann man sie „tieferlegen“.

Tomaten-Anzucht

… und an kühlen, aber geschützten Orten

Frühbeetkästen, unbeheizte Folientunnel und kühle Wintergärten sind Bereiche, die Sie jetzt für die Gemüsevorzucht von Arten nutzen können, die zwar frosthart sind, aber sich draußen noch kaum bewegen würden:

Eine QuickPot-Platte mit feinen, bunten Salatsorten (QuickPot Standard 54 oder QuickPot Dänenmaß 77, 1 Korn pro Töpfchen; Aussaat zeitlich gestaffelt) oder ein Frühbeetkasten mit breitwürfig gesäten Porree-Setzlingen (Abstand ca. 3 x 3 cm) ist ein feiner Schatz und ersetzt den Kauf von Jungpflanzen im April. Auch Porree profitiert schon früh von einem Kulturschutznetz gegen die Lauchminierfliege.

Tomaten-Anzucht
Vorgezogene Jungpflanzen ins Freiland setzen


Gemüse: Vorgezogene Jungpflanzen ins Freiland setzen …

Im März lassen sich die ersten Beete schon mit selbst vorgezogenen oder auch gekauften Pflanzen vieler frostharter Arten füllen: Die ersten kleinen Kohlrabi und Salate von der Fensterbank werden Ende März gepflanzt und gerne noch mit einem Vlies geschützt. Bitte härten Sie die Setzlinge, die aus dem Warmen kommen, vor der Pflanzung mehrere Tage lang ab, indem Sie sie tagsüber rausstellen und abends wieder reinholen. Auch Kräuterpflanzen frostharter Arten dürfen jetzt ins Beet, zum Beispiel Thymian, Salbei und Oregano. Wurzelabstecher von Melisse und Minze genießen den Frühling gerne mit ganz viel Platz und legen richtig los. Achtung, diese beiden nehmen schnell ein ganzes Beet ein! Ein Kräuterbeet düngt man nur schwach.

Vorgezogene Jungpflanzen ins Freiland setzen

… und Pflanzgut stecken

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Zwiebeln und Knoblauch liefern wir im Frühling unter anderem als Pflanzgut: Vergessen Sie nicht, diese wichtigen Zutaten für unendlich viele gekochte Gerichte selbst anzubauen. Steckzwiebeln baut man in Reihen von 30 cm Reihenabstand an und steckt alle 10 cm in der Reihe eine Steckzwiebel so tief, dass die „Papierspitze“ noch zu sehen ist. Wenn Sie Zwiebeln doppelt so dicht stecken, können Sie ab Mai jede zweite als Frühlingszwiebel ernten. Knoblauch steckt man im Reihenabstand 30 bis 40 cm (je nachdem, wie gut der Boden ist) und steckt nur alle 15 cm eine einzelne Zehe.

Auch Topinambur können Sie jetzt pflanzen. Über Sommer bildet der Topinambur hohe grüne Triebe und im Herbst kleine gelbe Sonnenblumen. Die Knolle kann den ganzen Winter über geerntet und als frische Rohkost genossen werden. Wichtig sind weite Pflanzabstände von 60 x 50 cm, was anfangs sehr viel wirkt, aber einen guten Ertrag ermöglicht.


Auch die robusten, scharfen Meerrettichwurzeln sowie Spargel und Rhabarber dürfen jetzt ihren Platz im Beet finden, den sie gerne für viele Jahre behalten wollen. Wählen Sie die Plätze für diese mehrjährigen Pflanzen ganz besonders umsichtig aus und schaffen Sie einen absolut unkrautfreien Ort, bevor Sie pflanzen. Am praktischsten (aber manchmal auch weniger malerisch :) ) ist es, wenn mehrjährige und einjährige Pflanzen in getrennten Gartenbereichen wachsen.





Obstbäume und Beerenobst fit machen für den Frühling

Ab dem 1. März beginnt laut offizieller Lesart (Bundesnaturschutzgesetz) die Brutzeit der Singvögel und vieler Insekten sowie die Aufzucht bei Eichhörnchen und Co. Bäume dürfen jetzt nicht mehr gefällt werden, und allgemein sind laute und einschneidende Arbeiten in Gehölzen jetzt nicht mehr empfehlenswert.

Machen Sie dennoch jetzt einen kurzen Kontrollgang durch den Obstgarten. Mit einigen wichtigen Handgriffen unterstützen Sie die Gesundheit Ihrer Obstbäume und Beerensträucher und fördern eine reiche Ernte.


 

Obstbäume: Kontrollieren Sie hier die Schnitte und eventuell kleine Brüche aus den letzten Monaten und Jahren. Ausgefranst wirkende Stellen sollten Sie mit einem scharfen Messer oder einer guten Handsäge glatt schneiden. So ziehen diese Stellen kein Wasser und keine Krankheitserreger mehr an, sondern können „überwallen“: Das heißt, sie werden von gesundem, lebendigem Gewebe überwachsen und geschlossen.


Ebenso befreien Sie bitte die Veredelungsstelle junger Bäume von Erde. Diese knubbelige Stelle befindet sich optimalerweise etwa 10 cm über dem Erdniveau. Ein Ziel ist auch hier das vollständige Überwallen des Schnittes. Sie können sie mit einem Wasserschlauch mit hart gestellter Düse abbrausen; ohne anhaftende Erde trocknet die Stelle gut ab.

Wie schon häufig erwähnt, müssen Bäume regelmäßig auf Wühlmausschäden kontrolliert werden. Am besten kontrollieren Sie die Erde um den Stamm mit den Händen. Vorgefundene Gänge müssen Sie zum Einstürzen bringen und danach spülen Sie mit viel Wasser wieder Erde an die Baumwurzeln.


Ein Weißanstrich schützt den Stamm vor Sonnenhitze und Rissen.

Prüfen Sie die Anbindestricke Ihrer Bäume: Junge Bäume sowie Säulen- und Spindelobst müssen dauerhaft gestützt werden. Dabei dürfen die Stricke auf keinen Fall in die Rinde einwachsen. Am besten ist biologisch abbaubarer Kokosstrick.

 

Entfernen Sie spätestens jetzt sogenannte Fruchtmumien vom Baum. Diese schwarzen verschimmelt aussehenden Früchte sind ein Krankheitsherd und übertragen die Erreger auf die frischen Früchte diesen Jahres. Auch unter dem Baum haben sie nichts zu suchen. Fruchtmumien müssen auf einem weit entfernten Komposthaufen oder im Müll entsorgt werden.

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Wenn Sie jetzt Leimringe an den Stämmen Ihrer Obstbäume anbringen, verhindern Sie, dass Frostspanner aus der Erde zu den sprießenden Knospen krabbeln und diese fressen. Ebenfalls hindert ein Leimring zu jeder Jahreszeit die Ameisen daran, Blattläuse in der Baumkrone zu pflegen.

Im Moment ist eine günstige Zeit für Austriebsspritzungen an Obstbäumen und -gehölzen: Das Spritzmittel Promanal wirkt bei Obstbäumen allein durch seinen Ölgehalt vorbeugend gegen Obstbaum-Spinnmilben und Läuse, die in der Nähe der Blattknospen überwintert haben. Setzen Sie dieses Mittel bitte nur bei Bäumen und Büschen ein, die im letzten Jahr stark unter Läusen und Milben gelitten haben, denn ölhaltige Mittel treffen auch Nützlinge.

 

Beerenobst:

Bei Johannisbeeren beugt das oben genannte Mittel Promanal der Blasenlaus vor. Stachelbeeren sollten Sie bald auf die Larven der Blattwespen kontrollieren. Sie sitzen in den Blättern und verursachen Gitterfraß.


 

Schauen Sie, ob Ihr Beerenobst einen luftigen Aufbau hat. Wenn nicht, lichten Sie die Sträucher so schnell wie möglich noch etwas aus. Bitte beachten Sie, dass verschiedene Arten an verschieden altem Holz tragen. So unterscheiden sich sogar die diversen Farben der Johannisbeere: rote und weiße tragen am zwei- bis dreijährigen Holz; schwarze am ein- bis zweijährigen. Bei den Brombeeren tragen fast alle Sorten nur an den zweijährigen Ruten, weshalb man immer einige stachelige Ruten vom letzten Jahr stehen lassen muss. Zu den einzelnen Arten von Beerenobst finden Sie hier Pflanz- und Pflegeanleitungen. 

 

 

Johannisbeeren


 

Versorgen Sie Ihre Beerensträucher regelmäßig mit Kompost oder Beerendünger, und geben Sie ihnen eine schöne, gemütliche Mulchschicht zum Schutz der flachen Wurzeln. Gerne haben die Sträucher auch eine Untersaat mit Senf oder Ringelblumen. Diese können Sie ab Ende des Monats aussäen.

 

Auch den Erdbeeren ist noch mit ein wenig Hygienearbeit gedient: Schneiden Sie die über Winter braun gewordenen Blätter ab und harken Sie, sobald es warm wird, den alten Mulch weg. Im toten Pflanzenmaterial überwintern Erdbeerblütenstecher, diese ärgerlichen Schädlinge, die manche Erdbeerblüte zum Abknicken statt zur Reife bringen. Durch das Entfernen des Mulches erwärmt sich die Erde früh und regt das Wachstum an. Ab dem Zeitpunkt der Erdbeerblüte sollten Sie dann frisches Stroh unter den Pflanzen ausbringen. So bleiben die Früchte schön sauber und von der Lederfäule verschont.

Erdbeeren saeubern

Kartoffelanbau


Kartoffelanbau: gut vorbereitet, halb gewonnen

Nicht der dümmste Bauer hat die größten Kartoffeln, sondern eher derjenige, der die Kartoffelpflanzung gut vorbereitet und sich in die Bedürfnisse und Eigenheiten dieser beliebten und nahrhaften „Diva“ hineindenkt.

Sortenwahl: 

Wenn Sie noch keine Pflanzkartoffeln bestellt haben und am Aussuchen sind, wählen Sie natürlich unbedingt eine Sorte, die Ihnen bekanntermaßen gut schmeckt. Darüber hinaus unterscheiden sich unsere vielen Kartoffelsorten in der Reifezeit und im Kochtyp. Hier können Sie wählen, was für Sie am besten passt.

Die Reifezeit (sehr früh – früh – mittelfrüh – spät)

sagt aus, wie schnell diese Sorte reift. Wir empfehlen im Hausgarten eine Pflanzung aller Kartoffeln zum gleichen Zeitpunkt Mitte bis Ende April. Die frühen Sorten sind dann früher reif als die späten:

Kartoffelanbau
Kartoffelanbau


Sehr früh:

bedeutet eine Reifezeit von 90 bis 110 Tagen. Die Ernte darf bei Frühkartoffeln zum sofortigen Genuss jedoch schon „unreif“ beginnen. Daher beginnt die Frühkartoffelernte schon im Juni, ausgereift sind die Knollen spätestens Ende Juli. In dieser Gruppe sind Annabelle und Rosara sehr beliebt.

Früh:

bedeutet eine Reifezeit von 110 bis 130 Tagen. Auch diese Sorten bringen feine Frühkartoffeln, die Sie ab Anfang Juli genießen können. Reif und somit auch einige Wochen lagerfähig sind diese Sorten Anfang August, zum Beispiel Belana und Princess. Der Vorteil an frühen Kartoffeln ist, dass man auf diesem Beet dann noch Feldsalat oder Asiasalate aussäen kann.

Mittelfrüh:

bedeutet eine Reifezeit von 130 bis 150 Tagen. Erntereif sind diese Anfang September, wenn das Laub abgestorben ist. Die Mittelfrühen sind eine gute Wahl, da sie schnell genug Knollen ansetzen, um der Krautfäule davonzuwachsen, und dennoch über Sommer ausreichend feste Schalen für eine längere Lagerung bilden. Hier gibt es die größte Auswahl: Linda, Laura und viele der neueren Sorten sind mittelfrüh.

Spät:

bedeutet eine Reifezeit von 150 bis 170 Tagen. Späte Kartoffeln werden, je nach Herbst und Reife, etwa Anfang Oktober geerntet und eingelagert. In neuerer Zeit sind mit Sevilla und Jelly hervorragende spät reifende Sorten entstanden, die sich wegen ihrer besonders robusten Gesundheit ein etwas gemütlicheres Reifetempo leisten können. Diese späten Kartoffeln steigern mit der Lagerung noch ihren Geschmack und ihre Verarbeitungsqualitäten.

 

Der Kochtyp

(festkochend – vorwiegend festkochend – mehlig)

sagt aus, für welche Gerichte diese Sorten verwendet werden können.

Kartoffelanbau


Festkochende Kartoffeln wie Sieglinde und Annabelle eignen sich für Kartoffelsalate und bleiben auch auf dem Teller eine Art festes und feines Gemüse, das sich pellen und schneiden lässt, ohne zu zerfallen. Das macht diese Sorten auch als Pellkartoffeln sehr beliebt. Festkochende Kartoffeln nehmen Saucen langsamer auf als andere Sorten, deshalb lässt man den fertigen Kartoffelsalat einige Stunden ziehen.

Mehlige Kartoffeln sind eine hervorragende Grundlage für alles, was zusammenhalten soll, wie Klöße und Gnocchi, Kroketten und Kartoffelpuffer. Sie ergeben einen leckeren Kartoffelbrei und nehmen auch als Pell- oder Salzkartoffeln viel gute Sauce auf. Ein leckeres Beispiel ist die irische Sorte Setanta.

Vorwiegend festkochende Kartoffelsorten liegen in den Kocheigenschaften zwischen festkochenden und mehligen. Viele dieser Sorten sind deshalb für so gut wie alle Gerichte geeignet und sind die praktischste Lösung, wenn man nur eine Sorte anbauen möchte. In unserem Sortiment gehört Laura zu den beliebtesten vorwiegend festkochenden Sorten.



Vorkeimen: 

Dieser Schritt schafft einen Wachstumsvorsprung ähnlich der Anzucht von Gemüsejungpflanzen.

Nach unserer Erfahrung ist das Vorkeimen der Kartoffeln eine der wirksamsten Pflanzenschutzmaßnahmen gegen Ernteausfälle durch Krautfäule: Die neuen Kartoffeln sind dann einfach schon groß, wenn das Laub krank wird und abstirbt.

Kartoffelanbau

Kartoffelanbau

 

Ab Mitte März, also etwa einen Monat vor der Pflanzung, legen Sie die Kartoffeln 48 Stunden in die warme Stube (20 °C):

Aufwachen, es ist Frühling!

 

Dann legen Sie die Knollen flach ausgebreitet in eine Kiste oder in Eierpappen, so dass alle Kartoffeln Licht bekommen. Stellen Sie sie jetzt in einen kühleren Raum ans Fenster (10 bis 15 °C, zum Beispiel Schlafzimmer oder Treppenhaus). Direktes Sonnenlicht ist den Kartoffeln zu warm.

Hier entwickeln die Knollen stabile, gesunde Keime. Diese wissen noch nichts von den Krankheitserregern der großen weiten Welt und können sich unbehelligt entwickeln.

Beim Transport und der Pflanzung vorgekeimter Kartoffeln müssen Sie dann vorsichtig sein, damit die Keime nicht abbrechen.

Beetvorbereitung:

Kartoffeln lieben tief gelockerte und gut gedüngte Beete, in denen die Nährstoffe schon aufgeschlossen und vom Bodenleben „vorverdaut“ sind. Bereiten Sie das Kartoffelbeet deshalb ruhig schon im März vor. Lockern Sie das Beet mit der Grabegabel und entfernen Sie Wildkräuter. Als Dünger eignet sich unser spezieller Kartoffeldünger; auch mit Wolldünger haben wir gute Erfahrungen. Wer duftenden, reifen Kompost hat, sollte die Kartoffeln damit verwöhnen: Ein ausgewogener und gut verrotteter Kompost aus Küchenabfällen, Grünschnitt und Laub besitzt alle nötigen Nährstoffe und kann durch die enthaltenen Bodenlebewesen Krankheitserreger unschädlich machen.

Achtung: Kartoffeln vertragen wie alle Wurzelgemüse keinen frischen Mist: Wer regelmäßig strohigen Stallmist zur Verfügung hat, sollte diesen vor dem Einsatz im Beet entweder sorgfältig kompostieren oder bereits im Herbst verteilen und leicht einarbeiten.

Kartoffelanbau unter Vlies

Vor der Kartoffelpflanzung geben Sie dem Beet noch eine Pause: Es gibt leider Wildpflanzen, die Krankheiten übertragen oder Schädlingen wie dem Drahtwurm oder Nematoden eine Zwischenunterkunft bieten. Auch deshalb ist eine Beetvorbereitung Anfang März günstig: Im vorbereiteten Kartoffelbeet soll dann bis zur Pflanzung Ende April keinerlei Unkraut mehr wachsen. Am besten ist gleich nach dem Lockern und Düngen eine Abdeckung mit Stroh, anderem Mulch oder dunkler Folie. Diese Decke wird dann einige Tage vor der Pflanzung zur Seite geräumt, damit sich der Boden erwärmen kann.


Ihr übernächstes Kartoffelbeet freut sich schon auf eine Vorbereitung mit Gründünger: Planen Sie für diese Saison auf der Fläche für den nächstjährigen Kartoffelanbau eine Einsaat von Ölrettich (Aussaat ab April), Lein (Aussaat ab Ende März) oder der Gründüngungsmischung für Kartoffeln (Aussaat ab Juni). Diese Arten und Mischungen lockern den Boden, bieten Schädlingen keine Nahrung und sammeln Nährstoffe. Ganz nebenbei sind diese Gründünger wunderschöne insektenfreundliche Blütenpflanzen.

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Messetermine von Hof Jeebel im März





ARBEITEN
Arbeiten im Februar

- Aussaaten im Haus
- Jungpflanzen pikieren und gießen
- Jungpflanzen tagsüber rausstellen/abhärten
- vorgezogene Pflänzchen ins Gewächshaus und Frühbeet setzen
- Kartoffeln vorkeimen
- Dahlien vortreiben in Töpfen
- Topf- und Kübelpflanzen umtopfen
- Frühbeet nachts mit Bastmatten oder Folie schützen
- Beete vorbereiten und düngen
- Direktsaaten ins Beet
- Rasen ausharken und vertikutieren
- Bäume und Sträucher pflanzen
- Büsche und Rasen düngen
- Wiesen striegeln/ausharken
- Rosen und Pfirsiche schneiden
- Ranken und Ruten an Spalieren festbinden
- Lebensräume schaffen (Benjeshecken, Steinstapel, Wasserstellen, Nistmöglichkeiten)


ERNTE
Was kann man im Februar ernten

- Schwarzwurzeln
- Winterheckenzwiebeln und Schnittlauch
- letzten Feldsalat und Winterpostelein
- überwinterte Petersilie und Mangold
- Keimsprossen
- Microgreens und Kresse von der Fensterbank
- letzten Grünkohl und Rosenkohl
- Wildkräuter wie Vogelmiere, Löwenzahn und Melde