Der Biogarten im März


„Aussaatkalender

Amsel auf dem höchsten Ast,
Unsres Fensters früher Gast,
Singst den hellen Morgen ein,
Sollst uns willkommen sein! 
(Karl Henckell)


Liebe Gärtnerinnen und Gärtner,

der morgendliche Gesang der Amseln erinnert uns daran, dass im März der Frühling naht. Spätestens jetzt wird es wieder Zeit, den Garten aus dem Winterschlaf der persönlichen Aufmerksamkeit zu holen und die ersten Aussaaten vorzubereiten. Denn im März legen wir in unserem Garten sprichwörtlich den Keim für ein ertragreiches Gartenjahr. Oder mit einer alten Bauernregel ausgedrückt: „Willst Gerste, Erbsen, Zwiebel dick, so säe sie an Benedikt.“ (21. März)

Wir wünschen Ihnen, dass Ihre Gärten Ihnen in diesen Zeiten Kraft geben, dass sie friedliche Orte der Erholung und Besinnung und Keimzellen des guten Lebens sind. Wir wünschen Ihnen warmen Frühlingssonnenschein, würzigen Schnittlauch und duftende Blüten.
Das Gartenjahr nimmt Fahrt auf.
Hände in die Erde, fertig, los!

Ihr Gerhard Wacha und das Hof Jeebel Team


BEETE

Der März ist DER Monat für einen frühen Beginn der Aussaaten. Viele Gemüsebeete lassen sich jetzt schon bestellen und sorgen für eine frühe Ernte im Frühsommer und Sommer.
Direkt ins Beet säen Sie Möhren, Pastinaken, Petersilie, Rucola; Steckzwiebeln und Knoblauchzehen kann man aus Steckzwiebeln und Knoblauchzehen stecken. Auch Spinat, Asiagemüse, Pal- und Schalerbsen sowie Dicke Bohnen sind jetzt im März dran.
Zur Vorbereitung der Aussaat harken Sie eventuell auf dem Beet liegenden Mulch zur Seite. Lockern Sie die Fläche mit der Grabegabel, ohne die Erde zu wenden. Dabei zupfen Sie noch übriges Unkraut und entfernen es. Zur Aussaat sollte eine Fläche wirklich unkrautfrei sein. Harken Sie anschließend die Erde schön glatt, so dass sich beim Gießen und im Regen keine Pfützen oder Rinnsale bilden. Wer am Hang gärtnert, sollte die Gemüsereihen quer zur Steigung planen und kleine Stufen bauen. Streuen Sie jetzt noch etwas Dünger, Kalk oder Holzasche aus, je nachdem, wie gut Sie Ihren Boden in den vergangenen Monaten schon versorgt haben. Die meisten frühen Aussaaten sind nicht ganz so nährstoffbedürftig.
Schauen Sie, was gut zusammenpasst, und bieten Sie jedem Gemüse ausreichend Platz.
Möhren und Pastinaken passen gut zu Zwiebeln und Knoblauch, hier ist ein Reihenabstand von ca. 30 cm günstig. Kräuter und Blattgemüse wie Rucola und Asiagemüse eignen sich wegen ihrer kurzen Standzeit für ein schnelles frühes Beet mit recht engen Reihen von 15 bis 20 cm Abstand, und Spinat, der sich mit fast allem verträgt, kann in Reihen auf die Beete, die später mit etwas anderem bepflanzt werden sollen (zum Beispiel Salate und Frühkohl).
Pal- und Schalerbsen sollten Sie gleich an einen stützenden niedrigen Zaun oder an Stäbe säen. Gut stehen Erbsen in der Mitte von Erdbeerbeeten.
Ziehen Sie zur Aussaat flache Rillen in die Erde. Zur späteren Pflege sind gerade Reihen mit gleichmäßigen Abständen am einfachsten, doch solange jede Pflanze ihren Platz hat, sind Ihrer Phantasie auch im Gemüsebeet keine Grenzen gesetzt. Drücken Sie die Samen leicht in der Erde an und gießen Sie Ihre Aussaaten vorsichtig und gleichmäßig an. Ein Schild mit der Sorte und dem Aussaattag macht das Beet perfekt.
In geschützten Frühbeeten, im Gewächshaus oder auf einer kühlen, hellen Fensterbank lassen sich im März wunderbar Porree, Kohlrabi und Salate vorziehen, die im Freiland vielleicht doch noch unter kalter Witterung leiden würden. Wählen Sie für die Märzaussaat schnell wachsende Sorten, so dass sich der frühe Aussaatzeitpunkt und die schnelle Sorte zu einem richtigen Erntevorteil im Frühsommer summieren. In unserem Shop finden Sie bei den Salaten sowie beim Kohl einen Filter, um das Sortiment nach Anbauzeit zu ordnen. Ergebnisse für „früh“ sind dann zum Beispiel die Salate Lucinde, Larissa und Maikönig oder frühe Kohlrabi wie Dario oder Azur Star. Beim Porree lohnt sich die Aussaat sowohl von Sommer- als auch von Herbst- und Wintersorten ab März, da die Sorten sehr unterschiedlich lange zum Wachsen brauchen.
Denken Sie im März außerdem an die warme Fensterbank: Blumenkohl und Broccoli können Sie jetzt fürs Beet vorziehen, zudem aromatische mediterrane Kräuter. Auch die besonders warme Anzucht von Tomaten, Paprika, Chilis und Auberginen sollten Sie unbedingt diesen Monat erledigen.
Als kleines Schmankerl, i-Pünktchen der Mischkultur und für das hinreißende Bauerngarten-Flair: Vergessen Sie nicht die Blumen! Ringelblumen, die Pflanzenapotheke per se, dürfen jetzt schon direkt ins Beet, ebenso die hübschen blauen Kornblumen. Ziehen Sie Tagetes vor und setzen Sie sie später als hübschen Schutz vor Nematoden zwischen Ihr Wurzelgemüse. Vorgezogene und im April ausgepflanzte Cosmeen zieren als höhere rosaweiße Rabatte jede Gartenkante und sorgen für sommerliche Leichtigkeit. Eine tolle Kombination aus Blume und Gemüse ist übrigens der Topinambur. Wenn Sie ihn jetzt in einem Abstand von 50 x 50 cm pflanzen, wird er im Spätsommer ein hübscher Sichtschutz aus kleinblütigen Sonnenblümchen und versorgt Sie im Winter mit frischer Rohkost.


POMMES, KARTOFFELSPALTEN, KLÖßE UND SUPPEN

Pflanzkartoffeln können jetzt im März wunderbar zum Vorkeimen ausgelegt werden. In einem kühlen, hellen Raum in einen flachen Karton gelegt, bekommen die tapferen Knollen ganz langsam stabile und gesunde Keime. Diese entwickeln sich ganz ohne Erdkontakt und dadurch auch ohne Kontakt zu Krankheitserregern. Kommen die Knollen dann Mitte/Ende April in das bereits aufgewärmte Beet, dann haben sie, ähnlich einer vorgezogenen Jungpflanze, schon einen gewaltigen Wachstumsvorsprung und können sehr früh mit der Knollenbildung loslegen.
Wenn Sie nur begrenzten Platz für Kartoffeln haben, wählen Sie frühe Sorten. Diese reifen schnell, bringen Ihnen im Sommer köstliche frische Beilagen und geben das Beet dann noch für eine späte Kultur wie Grünkohl oder Feldsalat frei. Bewährte Ertragssorten unter den Frühen sind beispielsweise Anuschka oder die ganz besonders frühe Solist. Auch die rotschalige Rosara und die französische Feinschmeckerkartoffel La Ratte werden schon drei Monate nach der (vorgekeimten) Pflanzung genussreif.
Fein ist natürlich ein gewisser Vorrat an Kartoffeln für den Herbst und vielleicht sogar den Winter. Wenn Sie ein großes Beet frei haben, am praktischsten vielleicht sogar mit einer Breite von 1,50 m statt der üblichen 1,20 m für Gemüsebeete, wählen Sie am besten eine solide, mittelfrühe Sorte. Diese wachsen recht schnell und bilden ausreichend Knollen, bevor die Krautfäule im Sommer zur Gefahr wird. Zudem entwickeln sie eine festere Schale, die die meisten mittelfrühen Sorten zu gut lagerfähigen Kartoffeln macht. Unter unseren beliebtesten mittelfrühen Sorten ist immer noch Linda mit ihrem buttergelben Fleisch und dem Lieblingsgeschmack. Konkurrenz bekommt sie jedoch von Laura, die immer mit sehr hohem Ertrag und großen Kartoffeln auffällt und sich mit ihrem vorwiegend festkochenden und dennoch cremigen Fleisch für alle Zubereitungsarten eignet. Außerdem hat sie eine schöne rote Schale, die schon beim Ernten eine Freude ist und beim Auffinden aller Laura-Knollen in der Erde hilft. Wer aus Kartoffeln hauptsächlich Klöße, Brei und Suppen herstellt und daher mehlige Sorten bevorzugt, ist mit Adretta hervorragend beraten. Die Sorte wurde 1975 in Groß Lüsewitz in Mecklenburg gezüchtet, war die Hauptanbausorte in der DDR und versorgt uns jetzt schon seit Jahrzehnten mit sehr guten mehligen Kartoffeln.
Kartoffeln lassen sich auch in Töpfen anbauen. Die Vorteile sind hier die lockere Erde, die schnelle Erwärmung des Topfes und die Einfachheit, bei der Ernte alle Knollen zu finden. Wählen Sie ertragreiche Sorten wie die oben genannten oder spielen Sie mit einem bunten Sortiment. Sie brauchen Töpfe mit mindestens 20 l Erde. Wählen Sie eine nährstoffreiche, lockere Erde, die zum Beispiel mit Wolldünger und Urgesteinsmehl verbessert ist. Zur Pflanzung der (vorgekeimten) Knollen füllen Sie den Topf nur halb mit Erde und setzen Sie pro Topf eine Knolle. Stellen Sie die Töpfe an einen geschützten Platz, am besten sogar unter Dach. Lassen Sie die Töpfe nie austrocknen. Sobald die Blätter etwa 15 cm hoch sind, können Sie etwas Erde nachfüllen, das entspricht dem Häufeln. Im Sommer sollte dann der gesamte Topf mit Erde gefüllt sein. Gegen das Grünwerden hoher Knollen können Sie noch mit einem Jutegewebe oder Stroh mulchen. Wenn im Spätsommer das Laub trocken ist, können Sie die Töpfe ausschütten und Ihre Ernte heraussammeln.
Für den üblichen Kartoffelanbau im Beet sollten Sie die feinste Erde vorbereiten: Kartoffeln spiegeln in übergroßem Maß die Qualität des Bodens in ihrem Geschmack. Das zukünftige Kartoffelbeet sollte jetzt schon fertig gelockert und gedüngt werden, damit sich die Nährstoffe gut mit dem Bodenleben verbinden können. Reifer Kompost ist wie immer perfekt. Etwas Holzasche sorgt für eine ausreichende Versorgung mit Kali. Bei Wurzelgemüse ist es wichtig, dass die Zersetzungsprozesse im Boden abgeschlossen sind und nichts mehr im Boden rottet oder gärt. Wir bieten spezielle Kartoffeldünger an. Wolle oder vegane Biodünger wie Luzernepellets oder KleePura sind auch geeignet.


SUBSTRATE

Je nachdem, wo wir gärtnern, sind wir mehr oder weniger auf die Beschaffung von Erde angewiesen. Am wichtigsten ist das Thema für einen reinen Balkon- oder Terrassengarten. Bei einem ausgedehnten Gemüseland mit viel Direktsaat verliert es vielleicht an Bedeutung. Die meisten von uns bewegen sich gärtnerisch irgendwo dazwischen und brauchen hin und wieder ein gutes, passendes Substrat.
Universalerde: Als Universalerde bezeichnet man ein Substrat, das für viele üblicherweise in Töpfen gezogene Pflanzen alle wichtigen Bedingungen erfüllt: Die Erde ist locker, hält jedoch gut das Wasser, enthält reichlich Nährstoffe und weist einen mittleren pH-Wert auf, der den meisten Pflanzen passt. In Universalerde können wir Zimmerpflanzen und Geranien setzen, wir füllen damit Balkonkästen, topfen unsere größer gewordenen Gemüsepflanzen hinein, wie zum Beispiel Tomaten in große Kübel; pflanzen hier Rosen und kleinere Gehölze. Nach einiger Zeit ist der Nährstoffgehalt aufgebraucht und wir müssen mit Flüssigdünger gießen. Unser derzeitiges Produkt in dieser Kategorie ist die Ingrina Torffreie Blumen- und Pflanzenerde.
Anzuchterde: Alle Aussaaten sollten zunächst in Anzuchterde gesät werden, da diese weniger Nährstoffe enthält als Universalerde. Dadurch werden die zarten Keimlinge nicht durch zu hohe (Nähr-)Salzgehalte im Bodenwasser geschädigt und die Wurzeln entwickeln sich auf der Suche nach Nährstoffen stärker. Anzuchterde füllen wir in QuickPots, Fertilpots oder kleine Blumentöpfe. Kräuter, die wenig Nährstoffe wollen, wie Thymian, Salbei und Oregano, können, auch wenn sie schon größer sind, gut in Aussaaterde stehen. Gegebenenfalls gibt man etwas reifen Kompost hinzu. Anzuchterde, die wie unsere Gold der Erde Bio-Aussaaterde Pflanzenkohle enthält, braucht weniger Gießwasser als herkömmliche Aussaaterde.
Moorbeeterde: Pflanzen, die ursprünglich in moorigem Boden wachsen, vertragen keinen Kalk und den damit zusammenhängenden hohen pH-Wert. Deshalb gibt es spezielle Moorbeeterde, die genug Nährstoffe für ein gesundes Wachstum von Heidelbeeren, Cranberries und Preiselbeeren mitbringt, das Wasser gut hält und einen sehr niedrigen pH-Wert hat. Ein zu hoher pH-Wert oder eine ausgezehrte Topferde verursacht bei diesen Pflanzen oft Eisenmangel, welchen man durch eine eisenhaltige Flüssigdüngung ausgleichen kann. Unsere Moorbeeterde heißt Ingrina Torffreie Rhododendron- und Moorbeeterde.
Recycling: Da wir es uns üblicherweise gerne ersparen, allzu viele Plastiksäcke zu kaufen, können wir verbrauchte Topferde auch wiederverwenden. Dazu kippt man sie in ein großes Gefäß und gibt etwas konzentrierten festen Dünger und eine Handvoll reifen Kompost zur Belebung hinzu. Ein wenig Kalk oder Holzasche ist auch nicht verkehrt. Pflanzen Sie jetzt eine andere Pflanzenart in diese Erde als vorher.
Selbstgemischt: Wer Erde selbst anmischen möchte, sollte für Universalerde-Zwecke Gartenboden mit reifem Kompost mischen. Eine Handvoll Sägespäne verhindert das Verschlämmen, etwas Lehm oder Bentonit verhindert das Austrocknen. Für Anzuchterde wäre ein durchgerotteter Laubkompost perfekt, ebenso funktioniert eine Mischung aus Gartenerde, Sand, Sägemehl und Kompost. Die Herstellung eigener Erde ist nicht ganz einfach. Sie sollte zunächst im Versuch mit nur einem Teil der Pflänzchen verwendet werden.
Hochbeet: Wer ein Hochbeet zu füllen hat, kann unten in den Kasten groben Gehölzschnitt und unverrotteten Kompost geben. Die oberste Schicht von mindestens 30 cm Dicke wird unübertroffen gut mit einem nicht zu fetten, biologischen Kompost oder einer Fuhre aus dem Kompostwerk. Solange das Wasser gut ablaufen kann, wird man sich gerade beim Gemüseanbau im Hochbeet über die Turbo-Erträge freuen, die so ein Anbau in fast reinem Kompost auf wenigen Quadratmetern bringt!
Gartenbeet: Sie sollten davon absehen, Gartenbeete mit gekaufter Erde aus Säcken aufzubessern. Sie ist ein Tropfen auf den heißen Stein und verursacht Verpackungsmüll und Kosten. Mit der Kompostierung aller verfügbaren organischen Abfälle, einer schnellen Gründüngung zwischendurch und so viel Mulch wie möglich werden Sie Ihren Gartenboden schneller und günstiger verbessern als durch Zukauf verpackter Materialien. Sinnvoll kann jedoch eine Versorgung mit Bodenhilfsstoffen wie Urgesteinsmehl sein, zum Beispiel wenn man an einer Stelle gärtnert, wo vorher kein Beet war. Der Zusatz von Bentonit (oder Baulehm) ist gut, um sandige Böden weniger schnell austrocknen zu lassen. Holzkohle, die man mit Flüssigdünger und Wasser tränkt oder schichtweise in den Kompost einbringt, sorgt dafür, dass Ihre Gartenböden viele Jahre die Nährstoffe und das Wasser besser zu halten vermögen. Die sichtbare Verbesserung eines Gartenbodens über die Monate und Jahre hin zu einem duftenden, weichen Mutterboden ist eine große gärtnerische Freude!


WIESEN UND RASEN

Im März beginnen die Wiesen- und Rasenflächen wieder zu wachsen und durchzugrünen. Für alle Grasflächen, ob englischer Rasen oder Wildwiese, ist es gut, wenn alter Mulch in Form von abgestorbenen Grashalmen aus der Fläche entfernt wird. Auf kleinen Flächen am Haus gelingt das gut mit einem Laubbesen. Auf landwirtschaftlichen Flächen wird zu diesem Zweck ein sogenannter Striegel genutzt, der auch gleichzeitig die Maulwurfshügel einebnet.

Auf Rasenflächen kann man zusätzlich einen Vertikutierer einsetzen, der das Moos aufreißt und die Graswurzeln durch leichtes Hacken im Wachstum anregt. Maulwurfshügel harken Sie mit einem Gartenrechen glatt, oder Sie nutzen die lockere Erde für einen anderen Zweck.
Ist die Fläche glatt gekämmt, entscheiden Sie, wo die Reise hingehen soll: Streben Sie einen dichten, weichen und dunkelgrünen Rasenteppich an, dann sollten Sie die Fläche düngen und leicht kalken und sich auf häufiges Mähen einstellen.

Soll die Wiese etwas mehr Naturwuchs entwickeln, so verzichten Sie auf den Dünger und warten Sie noch eine Weile mit dem Mähen, wenn möglich sogar bis Anfang Juni. Auf nährstoffärmeren, selten gemähten Wiesen entwickeln sich viel mehr Wildblumen als auf Rasen. Je später Sie den ersten Mähzeitpunkt im Jahr wählen, desto länger ist natürlich das Gras. Dann müssen Sie wahrscheinlich eine Sense oder einen Balkenmäher einsetzen. Spätestens wenn das Gras beginnt umzufallen, muss es geschnitten werden. Wildblumenwiesen sollten Sie übrigens nur selten begehen.

Sie können die Rasen- und Wiesenflächen, die Sie zur Verfügung haben, auch einteilen: einerseits eine viel genutzte Fläche zum Spielen, Grillen und Liegen und andererseits eine selten betretene Wildblumenwiese. Am wichtigsten ist und bleibt als Pflege für alle Grasflächen die Abfuhr von Rasenschnitt oder Heu.

20,60 EUR / Stück

(4,12 EUR/ kg)



FRISEUR-ARBEITEN

Im März, so kurz bevor alles wieder richtig loslegt, werden bei den etwas empfindlicheren Gehölzen noch die Frisuren in Form gebracht:


 
Vor allem Ihren Rosen können Sie durch sorgfältige Schnittmaßnahmen jetzt einen großen Gefallen tun. Schneiden Sie Rosen etwa um ein Drittel zurück, um die Blütenbildung anzuregen. Entfernen Sie dabei alles tote Holz sowie alle aneinanderreibenden Triebe. Lassen Sie als oberstes Knospenauge immer ein nach außen zeigendes Auge stehen, welches schon optimal in eine Richtung zeigt, wo Platz ist. Bedenken Sie auch, dass manche Rosen zu Pilzerkrankungen neigen. Diese vermeiden Sie, indem Sie dafür sorgen, dass Wind und Sonne das Rosenlaub immer rasch trocknen können. Daher sollte der Aufbau einer Rose eher zu locker als zu dicht sein. Binden Sie bei Kletterrosen alle Triebe fest an, so dass sie nicht am Spalier scheuern. Naturstrick oder Drahtkordeln sind hierfür am besten geeignet.
 

 
Beerensträucher wie Johannisbeeren haben häufig viel zu viel altes Holz, um gut zu tragen. Hier genügt es, wenn eine Pflanze etwa 15 Triebe behält. Rote und Weiße Johannisbeeren tragen am 2- bis 3-jährigen Holz. Hier sollten Sie die ältesten Triebe, bei denen sich schon die Rinde löst, und sehr dünne und schwache Jungtriebe bodennah entfernen. Schwarze Johannisbeeren tragen am 1- bis 2-jährigen Holz und brauchen daher immer einen großen Anteil an jungen Trieben.
 

 
Bei den Himbeeren können Sie in jedem Fall die älteren Ruten, die schon getragen haben, bodennah abschneiden. Lassen Sie die kräftigen, glatten Jungtriebe stehen und sorgen Sie dafür, dass jeder Trieb gut Platz hat und innerhalb des Spaliers wächst. Himbeerpflanzen sollen immer eine Mulchschicht auf den Wurzeln haben, das ist die beste Krankheitsvorsorge.
 

 
Heidelbeeren müssen Sie nicht unbedingt schneiden. Man kann sehr alte Triebe entfernen, um dem Busch einen etwas luftigeren Aufbau zu geben. Verzichten Sie bei Heidelbeeren auf die Stämmchenform und lassen Sie frische Triebe aus dem Boden oder der Basis der Pflanze groß werden. Sonst kann diese Art sich nicht genug erneuern. Denken Sie an „saure“ Erde (Moorbeeterde) oder Mulch mit niedrigem pH-Wert wie zum Beispiel Nadelholzspäne.
 

 
Stachelbeeren sind immer etwas unangenehm zu schneiden, es tut ihnen aber gut, wenn Licht und Luft durch die Zweige dringen können. Auch dem Mehltau wirkt das entgegen, bei gefährdeten Pflanzen hilft sogar ein Einkürzen der Triebspitzen. Erwachsene Stachelbeerbüsche sollten nach dem Schnitt etwa zehn 1- bis 2-jährige Triebe haben. Auch Stämmchen brauchen diese regelmäßige Verjüngung.
 

 
Brombeeren machen nur Freude, wenn man die Übersicht über sie behält. Sie tragen meist nur auf der Seite des Gebüsches, die regelmäßig zurückgeschnitten wird. Bei den Kultursorten sollten Sie die Triebe immer an ein Spalier binden und abgetragene Ruten stark einkürzen. Da Brombeeren an den Seitentrieben der im letzten Jahr entstandenen Ruten tragen, brauchen Sie immer beide Arten von Ruten: letztjährige und, für nächstes Jahr als Ausgangspunkt, die diesjährigen frischen.
 

 
Bei Ihren Erdbeerpflanzen können Sie jetzt als Hygienemaßnahme alle fleckigen oder braunen Blätter abschneiden, damit sich keine Blattkrankheiten aufs neue Laub übertragen. Auch das Ausharken von altem Mulch mit sofortigem Ersatz mit sauberem, neuem Material hilft, Krankheiten und Schädlinge zu reduzieren.
 

 
Pfirsiche und Sauerkirschbäume sollten jetzt noch einmal auf Schnittbedarf geprüft werden. Bei diesen Arten kann man das ruhig mehrmals im Jahr tun, da sie dazu neigen, sehr lange Triebe zu bilden und bei mangelndem Schnitt innen zu verkahlen. Schneiden Sie Pfirsich- und Sauerkirschbäume immer so, dass ein kugeliger, gedrungener Kronenaufbau entsteht. Kürzen Sie möglichst viele Triebe um etwa zwei Drittel ein und behalten Sie die Gestalt dieser Arten auch übers Jahr im Blick.
 

 
Auch alle anderen Obstbäume, bei denen für einen Schnitt noch keine Zeit gefunden wurde, können Sie noch ein wenig auslichten: Zumindest das tote Holz kann noch aus Apfelbäumchen herausgesägt werden und ist so in der kommenden Saison nicht im Weg. Entfernen Sie auch einen Teil der Wassertriebe, sonst wird das Laub zu dicht für die Fruchtreife. Säulenobst muss unbedingt in Form geschnitten werden, damit nur nah am Stamm Früchte reifen und der Baum sich nicht verausgabt.
 

Bedenken Sie bei allen jungen und kleinen Gehölzen, dass genauso wie der Schnitt auch die Pflege des Bodens auf der Baumscheibe eine Bedingung für gutes Wachstum und Gesundheit ist. Legen Sie kontinuierlich organisches Material wie Kompost und Mulch nach, und lassen Sie keine Konkurrenz durch Gräser zu.

Und wenn all Ihre Gehölze in Form gebracht und versorgt sind, dann ist es ganz wichtig, dass Sie sich einmal bei blauem Himmel auf eine Liege oder Decke unter Ihren Lieblingsobstbaum legen und erforschen, warum der Himmel zwischen Obstbaumzweigen so viel blauer ist als anderswo!



ARBEITEN
Ernte
- Aussaaten im Haus
- Jungpflanzen pikieren und gießen
- Jungpflanzen tagsüber rausstellen/abhärten
- vorgezogene Pflänzchen ins Gewächshaus und Frühbeet setzen
- Kartoffeln vorkeimen
- Dahlien vortreiben in Töpfen
- Topf- und Kübelpflanzen umtopfen
- Frühbeet nachts mit Bastmatten oder Folie schützen
- Beete vorbereiten und düngen
- Direktsaaten ins Beet
- Rasen ausharken und vertikutieren
- Bäume und Sträucher pflanzen
- Büsche und Rasen düngen
- Wiesen striegeln/ausharken
- Rosen und Pfirsiche schneiden
- Ranken und Ruten an Spalieren festbinden
- Lebensräume schaffen (Benjeshecken, Steinstapel, Wasserstellen, Nistmöglichkeiten)
ERNTE
Aussaat/Pflanzung
- Schwarzwurzeln
- Winterheckenzwiebeln und Schnittlauch
- letzten Feldsalat und Winterpostelein
- überwinterte Petersilie und Mangold
- Keimsprossen
- Microgreens und Kresse von der Fensterbank
- letzten Grünkohl und Rosenkohl
- Wildkräuter wie Vogelmiere, Löwenzahn und Melde