Wenn Sie zu den glücklichen Menschen gehören, die dieses Jahr ganz viel geerntet haben und es kaum erwarten können, die Beetflächen zu vergrößern, neue Obstbäume zu pflanzen und nächstes Jahr rundum Selbstversorger zu sein, dann los! Ist Ihnen aber, wie so vielen Gärtnerinnen und Gärtnern, doch so einiges über den Kopf gewachsen oder aufgrund fehlender Zeit nicht gut gelungen, dann nehmen Sie auch das als Teil vom Erntedank:
Setzen Sie sich an einem schönen Oktobertag mit einer Tasse Kaffee, einer guten Schokolade und einem Zettel in Ihren Garten. Was wächst hier gut? Wurde es geerntet und verwertet? War die Pflege zu schaffen?

Denken Sie sich zu jedem Monat der Gartensaison ein Gemüse oder Obst, das Sie sehr gerne selbst ernten würden: Ende März die ersten Winterheckenzwiebeln oder Schnittlauch aufs Brot? Im April zarte Radieschen oder feinen Rucola? Wollen Sie auf Dauer eher sättigende Vorräte an Kartoffeln, Roten Beten und Karotten im Keller haben oder möchten Sie Frisches naschen: Gurken, Basilikum und frische Chilis bereichern die Sommerküche und machen glücklich. Erdbeeren im Juni und Feldsalat im Oktober sind köstlich und in Bioqualität wirklich recht hochpreisig, so lohnen sich diese Kulturen auch in finanzieller Hinsicht. Ist Ihnen das Wichtigste der eigene Kohl zur Sauerkrautherstellung? Oder geht es um ausgeklügelte Mischkulturpläne?

Stellen Sie den Genuss und die Erholung in den Vordergrund. Ihr Garten soll Ihnen guttun und Sie nicht stetig mahnen, mehr zu leisten. Lassen Sie sich von Ihrem Interesse, Ihrem Gaumen und Ihrer Nase leiten: Diese dürfen jetzt die Chefs sein und Ihrem Stift diktieren, was auf den Anbauplan fürs nächste Jahr kommt. Und was nicht. Erntedank kann im Hobbygarten auch der Dank dafür sein, dass man eben nicht alles selbst machen muss. Wir wünschen Ihnen einen schönen Feierabend!