Wenn Ihnen der Winter gar zu grau und lang erscheint und es einfach mal schön wäre, sich den Frühling herzuzaubern, dann gäbe es da einen Trick: winterblühende Gehölze. Aus einer Laune der Natur heraus, um die allerersten Bienen abzufangen oder um Samen möglichst früh zur Reife zu bringen, haben sich einzelne besondere Büsche im Lauf der Evolution dazu entschieden, mitten im Winter ihre bezaubernden Blüten zu öffnen.

Die anmutige Chinesische Zaubernuss schmückt sich schon ab Januar mit fröhlichen gelben Fransenblüten. Bis in den März hinein wird die Blütezeit auch von Eis und Schnee nicht unterbrochen, und so entsteht im Garten ein heller Ort, an dem man gerne vorbeikommt. Übers Jahr ähnelt die Pflanze einem Haselstrauch. Die Zaubernuss wächst langsam und braucht zum Gedeihen einen Platz, an dem sie nicht zu sehr von Unkraut bedrängt wird. Schneekirschen sind zauberhaft: In der Blüte wirken sie wie eine duftige zartrosa Wolke, die über dem schwarzen, zart verästelten Stamm schwebt. Trotz ihrer halb gefüllten Blüten sind Schneekirschen wegen ihres reichlichen Nektar- und Pollenangebotes bei Insekten sehr beliebt. Ihren Blütenschmuck trägt die Schneekirsche Autumnalis ab November und von März bis Mai. Im Herbst leuchtet das Laub in strahlendem Orange.

Von Dezember bis April blüht das Winterblühende Geißblatt. Die cremeweißen Kelche verströmen mitten im Winter einen süßen, schweren Duft, der uns gar nicht nah genug vor die Nase wehen kann. Durch die dichte Verästelung und die fast ganzjährige Belaubung ist das etwa 2 m hohe Geißblatt ein wunderbarer Sichtschutz.

Wenngleich nichts in der Welt einer blühenden Streuobstwiese im April gleichkommt, ein kleines bisschen Frühling dürfen wir uns mit ein paar gärtnerischen Tricks herbeizaubern.

Wenn sich Ihre Träume jedoch eher auf Reife und Fülle, Herbst und von üppigen Trauben behangene Hauswände und Pergolen beziehen, dann kümmern Sie sich jetzt um den Rebschnitt: Bei jungen Reben wählen Sie den Mitteltrieb als Stamm, und alle anderen Triebe werden gekürzt. Dieser Mitteltrieb wird, wenn er so weit ist, auf die gewünschte Endhöhe eingekürzt. Die Endhöhe des Stammes ist an der Hauswand etwa bei 3 m anzusetzen, beim freistehenden Spalier etwa hüfthoch. Binden Sie den Mitteltrieb als Stamm am Gerüst fest an. Verwenden Sie Naturfasern wie Bast oder Kokosstrick, da diese verrotten, bevor sie die Triebe abschnüren. Bei schon etwas größer gewachsenen Reben werden an der Hauswand etwa vier Triebe an den Stellen, an denen später Quertriebe wachsen sollen, stehen gelassen, alle anderen werden abgeschnitten. Ist die gewünschte Endhöhe des Stammes noch nicht erreicht, wird der oberste Trieb senkrecht angebunden. Die ausgewählten Quertriebe entwickeln sich später zu den dunkelholzigen, bleibenden Ästen des Hausweinstockes und müssen gut befestigt sein.

Beim freistehenden Rankgerüst ist der Ausgangspunkt für das einjährige Holz der „Knubbel“ am Stammende auf Hüfthöhe. An der Hauswand ist er am Ende der bleibenden Äste. Trauben tragen die Seitentriebe der einjährigen Triebe, die aus den „Knubbeln“ wachsen. Daher lässt man jeden Winter nur sehr wenige der stärksten neuen (hellbraunen und biegsamen) Triebe, die nahe dem alten Holz entspringen, stehen, kürzt und befestigt sie. Man schneidet wirklich alles andere ab, weil man sonst den Überblick verliert.

Im Sommer werden dann Schnittmaßnahmen wichtig, die Trieblänge, Blätterschatten und später auch die Traubenmenge reduzieren, damit alle verbleibenden Trauben reif und süß werden.

Wie für fast alle Gartengehölze ist eine große Gabe an reifem Kompost, abgedeckt mit Mulch, das beste Weihnachtsgeschenk für einen Rebstock.

 
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