Bunte Juli

44,90 EUR / Stück 
Herkunft:
Baumschule Boisbunel in Rouen/ Frankreich, 1857
Synonyme:
Gefärbte Julibirne, schönste Julibirne, Colorée de Juillet
botanischer Name:
Pyrus communis
Blüte:
im April, weiß, schalenförmig
Wuchs:
jung wüchsig, später Verjüngungsschnitt notwendig
Früchte:
grünlichgelb mit roter Flammung auf der Sonnenseite; weich und saftig mit angenehm süßem Aroma mit Zimtnote
Reife:
je nach Anbaulage Mitte Juli bis Mitte August
Befruchtung:
Clapps Liebling, Conference, Frühe von Trevoux, Williams Christ, Boscs, Charneux, Gellert´s Butterbirne; Bunte Juli ist selber ein guter Pollenspender
 

Bunte Juli ist die allerfrüheste wohlschmeckende Birne und eignet sich für den Frischverzehr. Sie passt sich gut verschiedensten klimatischen Bedingungen an, im Weinbauklima reift sie bereits Mitte Juli. Hier sollte sie hartreif gepflückt werden, damit sie saftig und nicht mehlig ist. Die Früchte hängen bis zur Reife windfest. Der Ertrag ist nicht außerordentlich hoch, setzt jedoch früh ein und ist sehr regelmäßig. Bunte Juli ist kaum schorfanfällig.
Die Sorte gedeiht auf feuchten und trockeneren Böden gleichermaßen. Reine Tonböden verträgt sie wegen der mangelnden Durchlüftung nicht. Das Holz ist etwas frostempfindlich, deshalb sollte die Bunte Juli nicht in Senken ohne Kaltluft-Abfluss stehen. Die Blüten sind jedoch kaum wetterempfindlich. Auch wegen ihrer für Birnen relativ geringen Kronengröße eignet sich diese Birne für eine große Auswahl an Standorten.

 
Qualität:
aus ökologischem Anbau

Hinweis zur Lieferung:
Wir liefern zwischen Ende Oktober und März bei frostfreier Witterung.

Lieferbar ab ca. 25. Oktober  

Wuchsform:
 Stck.   
Pflanzanleitung für Obstbäume
Pflanzvorbereitungen:
Vor der Pflanzung muss man sich informieren, ob der gewählte Baum selbstbefruchtend ist oder eine Befruchtersorte braucht. Jedem Obstbaum bereitet man ein tief ausgehobenes Pflanzloch. Den Aushub reichert man mit reifem Kompost und etwas Kalk und Holzasche an. Ist der Boden eher sandig, so verbessert man ihn mit Bentonit, schweren Boden mit Urgesteinsmehl. Das Pflanzloch wird damit nun etwa zur Hälfte wieder befüllt. Als Schutz der Wurzeln vor Wühlmausfraß kann man eine Art Korb aus engmaschigem Zaun biegen, in den der Baum gepflanzt wird.

Pflanzung:
Gepflanzt wird ab November oder im zeitigen Frühjahr. Buschbäume brauchen 4 m Abstand, Halbstämme etwa 6 m. Die wulstige Veredelungsstelle unten am Stamm muss über der Erdoberfläche liegen. Nach der Pflanzung wird kräftig angegossen.

Pflegemaßnahmen:
Bei großer Trockenheit muss gewässert werden. Die runde Fläche unter dem Baum, „Baumscheibe“ genannt, sollte in den ersten Jahren unbedingt unkrautfrei gehalten werden. Wegen der flachen Wurzeln eignet sich hierfür eine Gründüngung oder eine Mulchschicht besser als Hacken. Die Fläche der Baumscheibe gleicht der Kronenbreite! Die jungen Bäume werden fest an einen oder mehrere Pfähle gebunden, damit die feinen Wurzeln nicht abreißen, wenn der Baum sich im Wind bewegt. Zum Anbinden wird Naturfaser wie Kokosstrick verwendet, da er verrottet bevor er anfängt den dicker werdenden Baum abzuschnüren. Je nach Standort benötigt der junge Baum auch einen Verbissschutz.

Ernte und Rückschnitt:
Nach der Ernte wird die Baumscheibe mit verrottetem Stallmist oder Kompost nachgedüngt. Alle 2 Jahre kann etwas Kalk gegeben werden. Der Schnitt findet am besten nach der Ernte bzw. im Spätherbst statt, aber niemals bei Frost oder Frostgefahr. Aneinander reibende Äste werden entfernt. Um eine gut aufgebaute und durchlüftete Krone zu bekommen, werden grundsätzlich die meisten nach innen zeigenden Äste und die dünnen, steil nach oben wachsenden Wassertriebe direkt am Ansatz sauber abgeschnitten. Meist tragen waagerecht zeigende Zweige eher Frucht als senkrechte. Fruchtknospen sind rundlich und liegen enger aneinander als Blattknospen. Da der Schnitt eines Baumes immer auch das Wachstum vieler neuer Triebe anregt, ist es ratsam, eher regelmäßig jedes Jahr wenig zu schneiden als plötzlich zu stark einzugreifen.