Spätblühender Taffet-Apfel
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Herkunft:
Obstbaumschule Stuttgart- Hohenheim, 1860
Synonym(e):
Ebners Taffetapfel, Taffetas fleurissant tard
Blüte:
Ende Mai, weiß-rosa
Wuchs:
hochpyramidal
Früchte:
klein, gelb mit rötlichem Hauch, weißes, sehr saftiges Fleisch, vollreif mürbe
Pflück-/ Genussreife
ab August/ ab September
Verwendung:
Tafelapfel, Mostapfel
Befruchtung:
Charlamowsky, Champagner Renette, Rote Sternrenette und andere sehr spät blühende Sorten
 

Taffet ist eine Art Taft, also ein dichtes, feinfädiges Seidengewebe. Das Wort hat persischen Ursprung. Es bezieht sich auf das feinzellige, dichte Fruchtfleisch der Äpfel.

Der Spätblühende Taffet-Apfel ist, wenn er in gutem Boden steht, klimatisch sehr anspruchslos. Durch die späte Blüte ist er nicht spätfrostgefährdet und eignet sich dadurch auch zur Pflanzung in rauen Lagen. Die Bäume sind weder schorf- noch mehltauanfällig, bleiben lange gesund und können sehr alt werden.

Der Spätblühende Taffet-Apfel kommt erst nach einigen Jahren in Ertrag, fruchtet dann aber regelmäßig. Zur Reife kann starker Fruchtfall auftreten, hier wird eine schnelle Verarbeitung zu Saft empfohlen. Als Tafelapfel hat der Taffetapfel ein säuerliches bis feinaromatisches Fruchtfleisch mit leichtem Mandelgeschmack. Überreif geerntet wird er zu weich für den Rohverzehr.

Im Obstversuchsgut Heuchlingen (östliche Schwäbische Alb) betreibt die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg einen Sortenkontrollgarten (Pflanzjahr 1998). Hier wird seit 2016 auf Pflanzenschutzbehandlungen verzichtet, um geeignete Sorten für den ökologischen Erwerbsobstbau und den Streuobstbau herauszustellen. Hier hat sich der Taffetapfel als Sorte ohne Schorf- und Mehltaubefall bewährt.

 
Qualität:
Aus biologischem Anbau

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Wuchs:
 Stk.