Jakob Fischer

ab 39,90 EUR / Stück 
Herkunft:
Kreis Biberach/ Württemberg, 1903
Synonym(e):
Schöner vom Oberland
Pflückreife:
Ende August bis Mitte September
Genussreife:
ab Ernte
Haltbarkeit:
ca. 6 Wochen
Verwendung:
Tafel- und Wirtschaftsapfel
Befruchtung:
Alkmene, Berlepsch, James Grieve, Goldparmäne. Jakob Fischer ist selber kein guter Befruchter.
 

Die Sorte Jakob Fischer wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als Zufallssämling entdeckt und aus dem Wald in den Garten verpflanzt. Der Apfel wurde wegen seines hervorragenden Aromas bald zu einer der Standardsorten in den Gärten Württembergs. Wegen seiner relativ kurzen Haltbarkeit ist er für den modernen Erwerbsanbau nicht geeignet. Wenn man ihn bald verarbeitet, wird man jedoch mit wunderbar aromatischem Apfelsaft und -mus belohnt.

Wegen des starken Wuchses ist Jakob Fischer nicht als Spalierapfel geeignet. Der Baum muss regelmäßig geschnitten werden, um genug Fruchtholz auszubilden.

Der Urbaum dieser 1903 entdeckten Sorte steht immer noch in Rottum bei Biberach, Baden-Württemberg, und hat inzwischen einen Stammumfang von 1,75 m.

Im Obstversuchsgut Heuchlingen (östliche Schwäbische Alb) betreibt die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg einen Sortenkontrollgarten (Pflanzjahr 1998). Hier wird seit 2016 auf Pflanzenschutzbehandlungen verzichtet, um geeignete Sorten für den ökologischen Erwerbsobstbau und den Streuobstbau herauszustellen. Hier hat sich Jakob Fischer als Sorte ohne Schorf- und Mehltaubefall bewährt.

 
Hinweis zur Lieferung:
Wir liefern zwischen Ende Oktober und März bei frostfreier Witterung.

leider ausverkauft


Wuchs:
 Stck.   
Pflanzanleitung für Obstbäume
Pflanzvorbereitungen:
Vor der Pflanzung muss man sich informieren, ob der gewählte Baum selbstbefruchtend ist oder eine Befruchtersorte braucht. Jedem Obstbaum bereitet man ein tief ausgehobenes Pflanzloch. Den Aushub reichert man mit reifem Kompost und etwas Kalk und Holzasche an. Ist der Boden eher sandig, so verbessert man ihn mit Bentonit, schweren Boden mit Urgesteinsmehl. Das Pflanzloch wird damit nun etwa zur Hälfte wieder befüllt. Als Schutz der Wurzeln vor Wühlmausfraß kann man eine Art Korb aus engmaschigem Zaun biegen, in den der Baum gepflanzt wird.

Pflanzung:
Gepflanzt wird ab November oder im zeitigen Frühjahr. Buschbäume brauchen 4 m Abstand, Halbstämme etwa 6 m. Die wulstige Veredelungsstelle unten am Stamm muss über der Erdoberfläche liegen. Nach der Pflanzung wird kräftig angegossen.

Pflegemaßnahmen:
Bei großer Trockenheit muss gewässert werden. Die runde Fläche unter dem Baum, „Baumscheibe“ genannt, sollte in den ersten Jahren unbedingt unkrautfrei gehalten werden. Wegen der flachen Wurzeln eignet sich hierfür eine Gründüngung oder eine Mulchschicht besser als Hacken. Die Fläche der Baumscheibe gleicht der Kronenbreite! Die jungen Bäume werden fest an einen oder mehrere Pfähle gebunden, damit die feinen Wurzeln nicht abreißen, wenn der Baum sich im Wind bewegt. Zum Anbinden wird Naturfaser wie Kokosstrick verwendet, da er verrottet bevor er anfängt den dicker werdenden Baum abzuschnüren. Je nach Standort benötigt der junge Baum auch einen Verbissschutz.

Ernte und Rückschnitt:
Nach der Ernte wird die Baumscheibe mit verrottetem Stallmist oder Kompost nachgedüngt. Alle 2 Jahre kann etwas Kalk gegeben werden. Der Schnitt findet am besten nach der Ernte bzw. im Spätherbst statt, aber niemals bei Frost oder Frostgefahr. Aneinander reibende Äste werden entfernt. Um eine gut aufgebaute und durchlüftete Krone zu bekommen, werden grundsätzlich die meisten nach innen zeigenden Äste und die dünnen, steil nach oben wachsenden Wassertriebe direkt am Ansatz sauber abgeschnitten. Meist tragen waagerecht zeigende Zweige eher Frucht als senkrechte. Fruchtknospen sind rundlich und liegen enger aneinander als Blattknospen. Da der Schnitt eines Baumes immer auch das Wachstum vieler neuer Triebe anregt, ist es ratsam, eher regelmäßig jedes Jahr wenig zu schneiden als plötzlich zu stark einzugreifen.