Brettacher

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Herkunft:
bei Heilbronn/ Baden-Württemberg, um 1900
Synonym(e):
Brettacher Sämling
Blüte:
spätblühend, Ende April, weiß mit etwas rosa; viele große, schön geformte Blüten
Wuchs:
locker, entwickelt ohne Schnitt relativ lange Triebe
Früchte:
groß mit grüner Grundfarbe und leuchtend roten Wangen; weißes, saftiges Fruchtfleisch
Reife:
Mitte-Ende Oktober, lagerfähig bis Februar
Verwendung:
für alle Verwendungen im Haushalt wie Rohverzehr, Mus, Saft und Backen
Befruchtung durch:
u. a. Goldparmäne, Elstar, Dülmener Rosenapfel und Ontario; Brettacher selbst ist kein guter Befruchter für andere Sorten
 

Um gute, süße Früchte als Tafelobst zu bringen, braucht der Brettacher einen warmen Standort. Die großen Äpfel bringen aber auch unter ungünstigeren Bedingungen noch eine sehr hohe Saftausbeute. Der Baum hat nur geringe Ansprüche an den Boden und die Nährstoff-Versorgung und verträgt auch schwerere, tonhaltige Standorte.

Brettacher kommt erst nach einigen Jahren in seinen vollen Ertrag, trägt dann aber im Gegensatz zu anderen alten Sorten jedes Jahr sehr regelmäßig. Die Sorte ist gut frosthart und unempfindlich für Krankheiten, besonders stabil zeigt er sich gegen Mehltau und Schorf. Im Obstversuchsgut Heuchlingen (östliche Schwäbische Alb) betreibt die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg einen Sortenkontrollgarten (Pflanzjahr 1998). Hier wird seit 2016 auf Pflanzenschutzbehandlungen verzichtet, um geeignete Sorten für den ökologischen Erwerbsobstbau und den Streuobstbau herauszustellen. Hier hat sich der Brettacher als Sorte mit geringem Schorf- und Mehltaubefall bewährt.

Brettacher bildet bei guter Versorgung eine eher lockere Krone mit recht langen Trieben. Diese sollte man gelegentlich etwas einkürzen, damit sie stabil werden und ihre Früchte gut tragen können.

Die Früchte sind bei 4-8 °C am besten lagerfähig.

 
Qualität:
Aus biologischem Anbau

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Wuchs:
 Stk.   
Pflanzanleitung für Obstbäume
Pflanzvorbereitungen:
Vor der Pflanzung muss man sich informieren, ob der gewählte Baum selbstbefruchtend ist oder eine Befruchtersorte braucht. Jedem Obstbaum bereitet man ein tief ausgehobenes Pflanzloch. Den Aushub reichert man mit reifem Kompost und etwas Kalk und Holzasche an. Ist der Boden eher sandig, so verbessert man ihn mit Bentonit, schweren Boden mit Urgesteinsmehl. Das Pflanzloch wird damit nun etwa zur Hälfte wieder befüllt. Als Schutz der Wurzeln vor Wühlmausfraß kann man eine Art Korb aus engmaschigem Zaun biegen, in den der Baum gepflanzt wird.

Pflanzung:
Gepflanzt wird ab November oder im zeitigen Frühjahr. Buschbäume brauchen 4 m Abstand, Halbstämme etwa 6 m. Die wulstige Veredelungsstelle unten am Stamm muss über der Erdoberfläche liegen. Nach der Pflanzung wird kräftig angegossen.

Pflegemaßnahmen:
Bei großer Trockenheit muss gewässert werden. Die runde Fläche unter dem Baum, „Baumscheibe“ genannt, sollte in den ersten Jahren unbedingt unkrautfrei gehalten werden. Wegen der flachen Wurzeln eignet sich hierfür eine Gründüngung oder eine Mulchschicht besser als Hacken. Die Fläche der Baumscheibe gleicht der Kronenbreite! Die jungen Bäume werden fest an einen oder mehrere Pfähle gebunden, damit die feinen Wurzeln nicht abreißen, wenn der Baum sich im Wind bewegt. Zum Anbinden wird Naturfaser wie Kokosstrick verwendet, da er verrottet bevor er anfängt den dicker werdenden Baum abzuschnüren. Je nach Standort benötigt der junge Baum auch einen Verbissschutz.

Ernte und Rückschnitt:
Nach der Ernte wird die Baumscheibe mit verrottetem Stallmist oder Kompost nachgedüngt. Alle 2 Jahre kann etwas Kalk gegeben werden. Der Schnitt findet am besten nach der Ernte bzw. im Spätherbst statt, aber niemals bei Frost oder Frostgefahr. Aneinander reibende Äste werden entfernt. Um eine gut aufgebaute und durchlüftete Krone zu bekommen, werden grundsätzlich die meisten nach innen zeigenden Äste und die dünnen, steil nach oben wachsenden Wassertriebe direkt am Ansatz sauber abgeschnitten. Meist tragen waagerecht zeigende Zweige eher Frucht als senkrechte. Fruchtknospen sind rundlich und liegen enger aneinander als Blattknospen. Da der Schnitt eines Baumes immer auch das Wachstum vieler neuer Triebe anregt, ist es ratsam, eher regelmäßig jedes Jahr wenig zu schneiden als plötzlich zu stark einzugreifen.