Dornenlose Boysenbeere

ab 12,90 EUR / Stück 
bot. Name:
Rubus loganobaccus
Wuchs:
lange dornenlose Ranken
Früchte:
Süß-säuerliche, glänzende Früchte, die sehr gut für den Frischverzehr und für Konfitüren geeignet sind.
Reife:
Anfang August bis September
Anmerkung:
Die Boysenbeere ist nicht sehr winterhart und benötigt daher einen Schutz gegen Frost.
Befruchtung:
selbstfruchtbar
 

Die Boysenbeere ist eine Kreuzung aus Himbeere, Brombeere und Loganbeere.

Ende der 1920er Jahre hörte George M. Darrow, der für die US-Landwirtschaftsböhrde arbeitete, Berichte über große, rotviolette Beeren. Er machte sich auf die Suche nach diesen Beeren und zog dabei den Landwirt Walter Knott zu Rate, der als Beeren-Experte bekannt war. Sie erfuhren von den Zuchtversuchen des Rudolph Boysen auf dessen Farm in Anaheim/ Kalifornien, die dieser jedoch bereits Jahre zuvor aufgegeben und die Farm verkauft hatte. Nichtsdestotrotz machten Sie sich auf den Weg und fanden bei einem Besuch allerdings nur noch ein von Unkraut überwuchertes Feld vor, in dem einige Beerensträucher ums Überleben kämpften. Knott pflanzte diese bei sich zu Hause ein und verkaufte die saftigen Beeren ab 1935 mit zunehmendem Erfolg auf seiner eigenen Farm in Buena Park in der Nähe von Los Angeles. Auf die Frage nach dem Namen der großen, leckeren Beeren antwortete er: „Boysenberries“, nach ihrem Züchter. Das Geschäft der Familie Knott florierte. Sie begannen, Konserven herzustellen, mit denen „Knott´s Berry Farm“ später berühmt wurde.

Kulturdauer: ausdauernde Rankpflanze

Pflanzvorbereitungen: Die Pflanzen können problemlos in Deutschland angebaut werden. Etwas verrotteten Stallmist oder Kompost in den Boden einarbeiten. Der pH- Wert sollte neutral sein, d.h. bei ungefähr 7 liegen. Die Pflanzen brauchen eine Rankhilfe.

Pflanzung: Die Pflanzung erfolgt am Besten im März oder April. Der Pflanzabstand sollte 2,5 m betragen.

Pflegemaßnahmen: Die Pflegemaßnahmen entsprechen denen der Brombeeren. Alte Ruten sollten nach der Ernte ausgeschnitten werden. Die Pflanzen machen unterirdische Ausläufer, von denen ungefähr die stärksten 6 Triebe wiederum hochgebunden werden. Eventuelle Geiztriebe aus den Blattachseln sollten eingekürzt werden. Nach der Ernte ist ein guter Zeitpunkt für eine Nachdüngung, da die Nährstoffe für den Blütenansatz im nächsten Jahr gebraucht werden.

 
Qualität:
aus ökologischem Anbau

Hinweis zur Lieferung:
Getopfte Ware liefern wir ganzjährig.

auf Lager  

Liefergröße:
* Erzeugnis aus der Umstellung auf den ökologischen Landbau
 Stk.   
Pflanzanleitung für Brombeeren
Brombeeren, Pflanzenfamilie: Rosengewächse

Pflanzvorbereitungen:
Bei der Standortwahl sollte man bedenken, dass Brombeeren viele Jahre stehen bleiben und gerne viel Sonne mögen, sonst werden die Früchte nicht reif. Alle Brombeeren brauchen ein stabiles Rankgerüst. Brombeeren sind robust im Wuchs. Für die Bodenvorbereitung eignen sich reifer Kompost, etwas Kalk und Steinmehl. Mit stark stickstoffhaltigen Düngern wie Hornspänen sollte man sehr sparsam umgehen. Mist kann später eher als Mulchdecke aufgelegt werden.

Pflanzung:
Pflanzen aus Töpfen können das ganze Jahr über gesetzt werden. Der Pflanzabstand beträgt bei dornentragenden Sorten 2,50 bis 3 m, bei dornlosen Sorten ca. 2 m. Die Jungpflanzen werden etwas tiefer eingesetzt als sie vorher im Topf standen.

Pflegemaßnahmen:
Brombeeren gedeihen am besten mit einer ständigen Mulchdecke aus Laub oder Stroh. Ein feuchter Boden bringt höhere Erträge als ein trockener. Hier kann auch etwas Stallmist aufgelegt werden. Die aus den Blattachseln wachsenden sogenannten Geiztriebe werden im Sommer auf 2-3 Knospen eingekürzt. So wahrt man die Übersicht über die Pflanze. Aus dem Boden kommende Neutriebe müssen, zumindest zum Teil, stehen bleiben.

Ernte und Schnitt:
Ab Juli werden die Brombeeren reif. Da ständig neue Früchte nachreifen, empfiehlt es sich, alle zwei bis drei Tage zu ernten. Brombeeren sind roh und als Konfitüre köstlich. Sie sind roh nur sehr begrenzt lager- und transportfähig. Meist reifen bis Ende September Beeren nach.

Nach der Ernte werden alle abgetragenen und alle schwachen Ruten dicht über dem Boden abgetrennt, sodass aus jedem Wurzelstock nur etwa 6 kräftige Jungtriebe stehen bleiben. Diese befestigt man jetzt am Rankgerüst, sie werden im kommenden Jahr tragen.

Brombeeren muss man jedes Jahr schneiden, sonst entsteht ein undurchdringliches Dornengestrüpp, das nur wenig Beeren trägt. Auch ein grober und schneller seitlicher Rückschnitt mit einem Motorgerät (z.B. zum Freihalten von Wiesen) sorgt an einer Brombeerhecke für mehr Ertrag als gar kein Schnitt.