
"Das kleine Stückchen Kosmos um unser Wohnhaus herum wird uns allmählich eine Zauberwerkstatt von immer kostbareren Möglichkeiten.“
Karl Foerster (1874–1970), deutscher Gärtner, Staudenzüchter, Garten-Schriftsteller und Philosoph
Liebe Gartenfreundinnen und Gartenfreunde,
der Mai mit seinem Frühlingsduft und den sattgrünen frischen Blättchen lässt den Sommer schon erahnen. Manche von Ihnen sind wahrscheinlich schon seit Wochen im Garten zugange, andere legen jetzt mit voller Kraft los. Ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, können auch frostempfindliche Pflanzen gesät oder ausgepflanzt werden.
Bei uns auf Hof Jeebel wird gepackt und versendet, was das Zeug hält – hier stellen wir Ihnen einige versandbereite Jungpflanzen vor, die bereits im Jungpflanzen-Sortiment enthalten waren, und es gibt auch einigen Neuheiten, die erst jetzt erhältlich sind. Wir zeigen Ihnen ein paar unserer Lieblinge, damit Sie im Sommer, Herbst und Winter aus dem Vollen schöpfen können.
Ihr Team vom Hof Jeebel

Frisch geernteter Blattsalat direkt aus dem Garten: So knackig bekommt man ihn nicht im Geschäft. Wie wär’s mit dem krausen Pflücksalat Lollo-Mix?
Bei der Bestellung der Lockenköpfe erhalten Sie 3 x Lollo Bionda (grüne Blätter) und 3 x Lollo Rosso (rotblättrig). Pflücksalate sind schnellwachsend und eine Ernte ist über Wochen hinweg möglich, da immer nur die äußeren Blätter geerntet werden. Pflanzen Sie die Jungpflanzen in der Reihe 8 cm voneinander entfernt ein, die Reihen sollten einen Abstand von 25–30 cm haben. Pflücksalat funktioniert sogar in einem sonnigen Balkonkasten! Die Erde darf nicht zu nährstoffreich sein, denn Salate sind Mittelzehrer.
Damit sich die Blätter gut entfalten, gut durchlüftet und weniger anfällig für Krankheiten sind, sollte man die Erdpresstöpfe nicht zu tief setzen; ca. die Hälfte darf noch herausschauen.

Vielleicht spricht Sie auch ein anderer Blattsalat an, wir haben als Jungpflanzen verfügbar:
den aromatischen Romanasalat Valmaine, den robusten Bataviasalat Maravilla de Verano, den milden Kopfsalat Lotta oder den rotgrünen, voluminösen Kopfsalat Merveille de quatre saisons.
Eine Handvoll Wilde Rauke Letizia bringt Schwung in die Sache. Sie besitzt intensiv pikant-scharfe Blätter, die etwas schmaler sind als die des italienischen Klassikers Rucola. Wilde Rauke ist zwei- bis mehrjährig und samt sich leicht selbst aus. Sie benötigt so gut wie keine Pflege und ist eine unkomplizierte Bereicherung für jeden Biogarten. Wilde Rauke kann als Lückenfüller dienen und wer auf dem Balkon oder auf der Terrasse einen Kasten mit Wilder Rauke hat, hat mit den schmackhaften Blättchen oder den gelben Blüten immer die perfekte Garnierung für die Pizza parat.
Eine andere feinwürzig-senfartige Überraschung bietet die Asia-Salatmischung Oriental Mix. Es handelt sich dabei um eine Mischung aus Blattkohlsorten (Pak Choi, Bok Choi, Mizuna, Mibuna, Purple Wave, Rouge metis, Grün im Schnee, Red Giant und anderen). Wie beim Pflücksalat werden nur die äußeren Blätter im „Baby-Leaf“-Zustand geerntet, wenn sie zart und fein sind.
Der Anbau von Gurken ist nicht nur im Gewächshaus möglich, sondern auch im Freiland. Besonders eignet sich dafür die Sorte Persika. Von Mitte Juni bis Ende September können Sie knackige, glattschalige Gurken ernten. Die Pflanze muss auch nicht aufgeleitet werden. Am besten werden sie als Minigurken gepflückt, sie sind also perfekt zum Mitnehmen für die Mittagspause oder zum Picknick. Wer eine Schlangengurke sucht, ist bei Helena gut aufgehoben. An warmen, windgeschützten Standorten ist diese Gewächshausgurke auch im Freiland zufrieden.
Für bunte Akzente und den wahren Sommergeschmack dürfen natürlich Tomaten nicht fehlen. Je mehr Platz (mindestens 50 x 50 cm Abstand) die Pflanzen haben, desto gesünder bleiben sie, da durch die gute Belüftung die Braunfäule weniger Chancen hat.
Die MiriMiri-Cocktailtomate bildet eine große Menge an roten, ovalen, fabelhaft aromatischen Tomätchen. Ist Ihr Boden nicht ganz so nährstoffreich, empfiehlt sich Ruthje – die mittelgroßen, herzförmigen Früchte schmecken am besten, wenn sie nicht zu stark gedüngt werden. Matina ist eine früh reifende, auch im Freiland recht robuste Salattomate mit hellroten, schmackhaften Früchten.
Wer eher eine Tomate für Soßen, Aufläufe, Bruschetta und Co sucht, wird bei der Fleischtomate Wladiwostok oder der Soßentomate San Marzano fündig.
Auch Zucchini brauchen einiges an Platz: 100 x 100 cm sollten Sie ihnen gönnen. Der Starkzehrer freut sich über einen Langzeitdünger im Pflanzloch, z. B. Wolldünger oder Hornspäne. Schon ca. sechs Wochen nach Pflanzung wartet die erste Ernte. Leuchtend gelb kommt Solara daher, und auch die grünen, leicht marmorierten Früchte von Zuboda sind reizvoll. Beide Sorten wachsen rankenlos. Die noch kleinen, zarten Früchte können roh unter den Salat gemischt werden. Um dem Sommersalat noch das gewisse Etwas zu geben, können Sie auch gebratenes Gemüse hinzufügen – die Mischung aus Warm und Kalt macht einen bunten Salat an einem lauen Sommerabend zu einer kompletten Mahlzeit.


Noch mehr mediterranes Flair bringt roher oder gedünsteter Fenchel. Auch die zart gefiederten Blätter sind eine schmackhafte Bereicherung in der Küche. Unsere Jungpflanze Finale braucht ein warmes, sonniges Beet und freut sich über regelmäßiges Hacken und Feuchthalten. Diese Sorte ist schossfest und ab ca. Anfang Juli können die großen, weißen Knollen geerntet werden. Vielleicht entdecken Sie eine prächtige grün-schwarz-orangene Schwalbenschwanzraupe auf dem Kraut des Doldenblütlers?
Ob glatt oder kraus: Petersilie rundet Salate (und natürlich Gemüse, Suppen, Soßen …) ab. Petersilie lässt sich oft einige Wochen Zeit mit dem Keimen: Sie sind also mit unseren Jungpflanzen Grüne Perle oder Einfacher Schnitt auf der sicheren Seite und einem grünen Meer aus würzigen Blättern steht nichts entgegen. Für einen gesunden Wuchs möchte die Petersilie jedes Jahr, mit mindestens vier Jahren Abstand, an einem neuen Platz stehen. Diese kleine Hürde kann übergangen werden, wenn Sie Petersilie in Töpfen oder Kästen auf dem Balkon oder dem Fensterbrett (draußen) anbauen. Ein zusätzliches Plus: Das würzige Helferlein ist immer griffbereit!
Die ursprünglich aus Südamerika stammende Süßkartoffel hat längst ihren festen Platz auf unseren Tellern gefunden – warum also nicht auch in Ihrem Garten? Mit unseren Jungpflanzen schaffen Sie die ideale Grundlage für ein zuverlässiges Wachstum dieser wärmeliebenden Knolle. Ab etwa September können Sie Ihre eigene Ernte einholen und den farbenfrohen Schatz aus der Erde heben.
Das Windengewächs bildet neben den Knollen, die je nach Sorte orange, weiß oder sogar violett gefärbt sein können, auch lange Ranken mit bezaubernden violett-weißen Blüten. Pro Quadratmeter finden drei bis vier Pflanzen Platz. Selbst in Pflanzgefäßen mit einem Fassungsvermögen von mindestens 20 bis 30 Litern können die schmackhaften Exoten gut gedeihen.

Bunte Farbkleckse zwischen Gemüsegrün und ganze Blütenmeere, in denen es von Insekten nur so wimmelt: Blumen füllen zwar nicht den Magen, aber erfreuen unseren Blick und nähren die Seele. Manchmal möchten wir durch den Garten streifen und die leuchtenden Schönheiten auch mit nach drinnen in die Vase nehmen. Ob als Begrüßung im Eingangsbereich, als Blickfang auf dem Esstisch oder am Arbeitsplatz, damit die Augen zwischendurch darauf ruhen können.
Jungfern im Grünen (weiße und blaue Blüten), Sommerastern Prinova (gefüllte Blüten in Weiß, Pink und Lila), Ringelblumen (orange), Mauretanische Malven (dunkelpurpur), Grasnelken (weiß und pink) und Löwenmäulchen (hohe Mischung mit rosa, roten und gelben Blüten)
Bei manchen Sommerblumen entwickeln sich durch Pinzieren mehrere neue Seitentriebe am unteren Teil der Pflanze, und somit bekommt sie einen buschigeren Wuchs und auch mehr Blüten. Dabei wird, wenn die Pflanze ca. 20–30 cm hoch ist, der Haupttrieb in 10–20 cm Höhe (nach dem dritten oder vierten Blattpaar) oberhalb einer Blattachse abgeknipst. Das kann man, je nach Dicke des Stiels, ganz einfach mit den Fingernägeln machen oder man nimmt eine Schere zu Hilfe.

Tipp: Die so gewonnenen Stecklinge können im Wasserglas bewurzelt werden und Sie gewinnen dadurch zusätzliche Pflanzen.
Sommerblumen, bei denen sich Pinzieren empfiehlt:
Cosmea, Dahlien, Löwenmäulchen, Nelken, Sommer-Phlox, Strohblumen, Tagetes, Wicken, Zinnien, Chrysanthemen
Sommerblumen, deren Wuchs man am besten ungestört lässt:
Astern, Jungfer im Grünen, Levkojen, Kapuzinerkresse, Kornblumen, Mohn, Schleierkraut, Rudbeckia, Schafgarbe, Skabiosen, Malven

Lange, gerade Stiele werden durch Abstützen gefördert. So sind sie vor Abknicken bei Starkregen oder kräftigen Sturmböen geschützt.
Bei einzelnen Pflanzen kann eine einzelne Stütze aus Holz oder Metall Halt geben. Der Stab wird ein Stückchen neben der Pflanze in den Boden gesteckt und wenn sie größer und größer wird, alle 20 cm lose mit einer Schnur um alle Stiele herum angebunden. Ist ein Zaun in der Nähe, kann dieser natürlich auch zum Befestigen und Abstützen genutzt werden.
Manche kletternden Blumen, wie Edelwicken, können mit einem Rankgerüst gestützt in Form gebracht werden und so ein richtiger Blickfang sein.
Ein eigenes Beet nur für Schnittblumen? Warum nicht! Für eine besondere Blumenstraußpracht können Blumen wie Dahlien, Levkojen, Löwenmäulchen, Cosmea und Zinnien mit einem Netz gestützt werden. Es wird auf ca. 45 cm Höhe angebracht, bevor die Pflanzen so hoch gewachsen sind. Dafür werden an allen vier Ecken des Beets (und bei rechteckigen Beeten weitere an den langen Seiten) Holz- oder Metallstäbe in den Boden gesteckt und ein Netz möglichst stramm gespannt. Werden die Pflanzen nun größer, wachsen sie durch das Netz durch und finden Halt.



Auch wenn wir im Frühlingsgrünen und -blühen schwelgen, dürfen wir im Hinterkopf den nächsten Herbst und Winter nicht vergessen. Damit dann auch der Erntekorb voll bleibt, gilt es, jetzt Kohl & Co zu pflanzen. Ob Spitzkohl Berns, Blumenkohl Daniel und Graffiti, Rosenkohl Idemar, Grünkohl Black Magic und Westerländer Winter oder Brokkoli Rasmus: Kohlgemüse ist so vielfältig, dass jede/r fündig wird.
Die oben genannten Kohlsorten sind Starkzehrer: Sie brauchen einen tiefgründigen, lockeren Boden mit einer guten Versorgung mit Nährstoffen (Kompost, verrottetem Mist oder Hornspänen) und Wasser. Kohl mag einen sonnigen bis halbschattigen Standort.




Tipp: Wer auf der sicheren Seite sein will, dass die Raupen des Kohlweißlings den Kohlpflanzen nicht den Garaus machen, sollte auf Insektenschutznetze zurückgreifen.
Sie entdecken in Ihren Beeten noch freien Platz? Da kann der Kohlrabi Enrico als Lückenfüller herhalten. Enrico ist eine milde Sorte, die schnell wächst und die auch trockenere Sommer nicht abschreckt. Superschmelz hingegen wächst langsamer, kann jedoch riesig werden: Bis zu 8 kg kann ein Exemplar auf die Waage bringen. Und das, ohne zu verholzen! Dafür braucht er eine gute Nährstoffversorgung, obwohl andere Kohlrabis Mittelzehrer sind. Er ist im September oder Oktober erntereif und lässt sich dann auch einlagern. Dann steht dem butterzarten Wintergenuss nichts im Wege!
Tiefrot oder sonnengelb: Die Rote Bete Robuschka und die Gelbe Bete Wintersonne sind zwei Wurzelgemüse, an denen Sie lange Ihre Freude haben werden. Während des Sommers können bereits kleinere Beten geerntet werden und die größeren Knollen können bis zum Frost den Teller bunt machen.
Der Herbst wird eingeläutet durch die orange leuchtenden Hokkaido-Kürbisse Red Kuri. Ab etwa Oktober können die Kürbisse geerntet werden, wenn der Stiel verholzt und trocken ist. Bekommt er einen Platz in der Nähe des Komposts oder andere nährstoffreiche Erde, ist er glücklich und seine ausladenden Ranken erobern den Garten. Wollen Sie auch im Winter den Speisekürbis mit orangegelbem, nussig schmeckendem Fleisch genießen, können Sie ihn einlagern. An einem trockenen, luftigen Ort und bei 12–17 °C ist er bis ca. Februar lagerbar.

Auch Lauch ist ein Klassiker der herbstlichen Küche. Die Sorte Sevino kann von August bis November geerntet werden. Der Anbau von Knollensellerie lässt sich wunderbar mit dem von Lauch kombinieren: Ziehen Sie etwas tiefere Furchen und setzen Sie den Sellerie auf die „Hügel“ und den Lauch in die „Täler“.
Durch das Gießen und durch Regen werden die Knollen des Selleries etwas frei gespült und werden animiert große Knollen zu bilden. Gleichzeitig werden die Lauchstangen Stück für Stück etwas angehäufelt, um dadurch möglichst helle Schäfte zu erhalten.
Wir haben als Jungpflanze die Knollenselleriesorte Monarch im Sortiment; sie bildet gut lagerfähige, weißfleischige Früchte, die einen angenehm milden, nussigen Geschmack haben.
