Biogarten im September

Gartenarbeiten im September

Noch hauchen Rosen ihre süßen Düfte, 

Und freuen Falter sich im Sonnenschein, 

Und schießen Schwalben durch die lauen Lüfte, 

Als könnt des Sommerspiels kein Ende sein. 



Nur ab und an, kaum dass der Wind die Äste 

Des Baumes rührt, löst leise sich ein Blatt, 

Wie sich ein stiller Gast vom späten Feste 

Heimlich nach Hause stiehlt, müde und satt. 

Aus „September“ von Gustav Falke (1853 – 1916), deutscher Schriftsteller

Liebe Gartenfreundinnen und Gartenfreunde,

die Tage werden kürzer, die Sonne steht schon tiefer, und über den Beeten liegt am Morgen ein feiner Hauch von Herbst. Spinnennetze glitzern im Tau, während die Dahlien noch einmal in allen Farben aufleuchten – ein letzter Sommergruß, bevor es in den Gärten ruhiger wird.

Zwischen Wehmut über den vergangenen Sommer und auch Vorfreude auf den Herbst: es wird noch reichlich geerntet und auch für das nächste Jahr vorgesorgt. Der Boden freut sich über eine schnellwachsende Gründüngung, Beerensträucher können nun gepflanzt werden und Knoblauch sowie Steckzwiebeln finden ihren Platz. Nicht zu vergessen die Blumenzwiebeln! Dann begrüßt Sie der Frühling mit einem bunten Blütenmeer.

Ihr Team vom Hof Jeebel

Knoblauch stecken im Herbst
Warum sollte man Knoblauch im Herbst pflanzen?

Für richtig dicke Dinger – Knoblauch jetzt pflanzen

Knoblauch kann sowohl im Frühjahr als auch im Herbst gesteckt werden. Im Frühjahr geschieht das meist im März oder April, im Herbst zwischen September und November. 

Welche Zeit günstiger ist, hängt von der Sorte ab: Manche gedeihen besser im Frühjahr, andere entwickeln sich bei einer Herbstpflanzung kräftiger, und einige Sorten vertragen beide Termine gleichermaßen gut. 

Besonders die Herbstpflanzung hat Vorteile: Der Knoblauch bildet im noch warmen Boden schnell Wurzeln, überwintert als kräftige Jungpflanze und bringt im folgenden Sommer oft größere Knollen hervor. Außerdem nutzt er die Feuchtigkeit des Winters und des frühen Frühjahrs optimal aus, sodass er häufig schon ab Juli erntereif ist.

Pflanzabstand von Knoblauch: 15 cm

Knoblauch stecken – so gelingt’s

Für die Pflanzung werden die Knollen in einzelne Zehen geteilt. Jede Zehe wird mit der Spitze nach oben so tief gesetzt, dass sie noch leicht aus der Erde schaut. Der Abstand beträgt etwa 15 cm in der Reihe und 30 cm zwischen den Reihen. Knoblauch liebt einen sonnigen Standort und einen unkrautfreien, mit Kompost angereicherten Boden. Auf Staunässe reagiert er empfindlich. Schwere Böden sollten daher mit Sand und Kompost durchlässiger gemacht werden. 

Nach dem Stecken brauchen die Zehen guten Kontakt zur Erde und genug Feuchtigkeit. Ist der Boden trocken, sollte einmal kräftig angegossen werden – danach versorgt meist die Herbst- und Winterfeuchte die Pflanzen. In rauen Lagen kann eine dünne Mulchschicht den Boden schützen. Sie sollte im Frühjahr aber rechtzeitig entfernt werden, damit sich der Boden schnell erwärmt. Gute Nachbarn für den Knoblauch sind Erdbeeren und Möhren.

Knoblauch-Sorten

Sortentipps für den Herbst

  • Vallelado – Ertragreiche, spanische Softneck-Sorte mit einer besonders guten Lagerfähigkeit. Sie ist bekannt für große, eher milde Zehen, die sich leicht pellen lassen.
  • Morado – Genuss für Gaumen und Augen zugleich. Die spanische Hardneck-Sorte begeistert mit ihrer rotviolett geflammten Haut und den cremefarbenen Zehen genauso wie mit ihrem herausragenden Geschmack. Der hohe Allicin-Gehalt sorgt für eine intensive Würze.
  • Messidor – Beliebte, weißschalige Softneck-Sorte aus Frankreich. Er schmeckt würzig, aber trotzdem nicht scharf, ist ertragreich und hat eine sehr gute Lagerfähigkeit.


Ebenfalls zu Herbststartern gehören Germidour (scharf und aromatisch), Ljubascha (gut lagerfähiger Riesenknoblauch), Messidrôme (weiße, große Knollen), Thermidrôme (mild-würzig, am besten frisch zu genießen), Primor (früh reifend und angenehm scharf) und Precosem (aromatisch und sehr frühreif).
 Zum Herbstknoblauch

Zwiebeln ernten und trocken lagern

Zwiebeln: vom Beet in den Zopf

Manche Zwiebeln sind schon geerntet, andere warten noch im Beet. Erntereif sind sie, wenn etwa zwei Drittel des Laubs vertrocknet sind. Dann hebt man sie vorsichtig aus der Erde. Früher war es üblich, die Schloten abzuknicken, um die Abreife zu beschleunigen. Heute weiß man: Das stresst die Pflanzen und mindert die Lagerfähigkeit. Besser ist es, der Natur freien Lauf zu lassen. Nach der Ernte sollten die Zwiebeln an einem luftigen Platz nachtrocknen. Eine Alternative zur Lagerung in Netzen oder Kisten sind dekorative Zwiebelzöpfe. Dazu drei Zwiebeln mit Laub nebeneinanderlegen, ähnlich wie beim Haareflechten einmal übereinanderschlagen und dann in regelmäßigen Abständen von außen eine neue Zwiebel samt Laub einarbeiten, bis alle eingearbeitet sind. Die Enden mit einer Kordel fixieren und den Zopf an einem luftigen, schattigen Platz aufhängen.

Wintersteckzwiebeln im Herbst pflanzen

Wintersteckzwiebeln – kleine Arbeit im Herbst, frühe Ernte im Frühjahr

Auch bei den Zwiebeln gibt es Sorten, die schon im Herbst starten und den Winter über als Jungpflanzen im Beet stehen. Auch sie brauchen ein sonniges Plätzchen und einen lockeren, mit Kompost gedüngten, unkrautfreien Boden. Sie werden so gesteckt, dass die Spitze knapp aus der Erde herausschaut. Abstand in der Reihe: 10 cm, Abstand zwischen den Reihen: 25 cm. Bei Kahlfrost schützt eine Abdeckung aus Reisig oder Mulch. Die Ernte ist meist schon im Mai oder Juni möglich.

Tipp: Wer mal was Besonders ausprobieren möchte, kann jetzt auch Etagenzwiebeln stecken. Sie sind eine kuriose Kreuzung aus Zwiebeln und Winterheckenzwiebeln.

 Zu den Wintersteckzwiebeln
Beerengarten anlegen

Beerengarten anlegen – für einen fast endlosen Beerensommer

Beerengarten anlegen

Stellen Sie sich vor: Ein sonniger Gartenteil, in dem Sträucher mit roten, schwarzen, gelben und blauen Früchten reifen – nicht nur für ein paar Wochen, sondern vom späten Frühjahr bis in den Herbst hinein. Maibeeren sind oft schon im Mai reif, danach geht es Schlag auf Schlag – fast bis zum ersten Frost, wenn die letzten Herbsthimbeeren geerntet werden.

Die Klassiker im Beerengarten

  • Johannisbeeren (rot, weiß, schwarz): Alle Johannisbeeren sind selbstfruchtbar, doch schwarze Johannisbeeren bringen deutlich höhere Erträge, wenn eine zweite Sorte in der Nähe wächst. Rote und weiße Johannisbeeren können den Bestäuberjob für die Schwarze Johannisbeere allerdings nicht übernehmen, denn sie gehören einer anderen Art an. 
    Pflanzabstand: 2 m.
  • Stachelbeeren: In allen Farbtönen von Grün bis Tiefrot und mit einem Geschmacksspektrum von aromatisch-süß bis erfrischend-säuerlich – eine vielseitige Sommerfrucht. 
    Pflanzabstand: 1,5 – 2 m.
  • Himbeeren: Wer Sommer- und Herbstsorten kombiniert, kann sich von Juni bis Oktober über diese Lieblingsbeeren freuen. Die Pflanzung von mindestens zwei Sorten wirkt sich ertragssteigernd aus. Tipp:Himbeeren müssen nicht rot sein. Es gibt auch gelb- oder schwarzfrüchtige Sorten wie etwa die Himbeere Black Jewel, die geschmacklich tatsächlich als Juwel durchgehen kann. 
    Pflanzabstand: 40 – 60 cm in der Reihe.
  • Brombeeren: Dornenlos oder klassisch, mit reichem Aroma von August bis September. Auch bei Brombeeren kann die Pflanzung einer zweiten Sorte ertragssteigernd sein. 
    Pflanzabstand: Sorten mit Dornen 2,5 – 3 m, dornenlose Sorten 2 m.
     Zum Beerenobst

Sibirische Blaubeeren

Weniger bekanntes Beerenobst

  • Sibirische Blaubeeren: Die Frühstarter im Beerengarten, die nicht ohne Grund auch als Maibeeren bezeichnet werden. Eine gute Alternative für alle, die Heidelbeeren lieben, aber keine saure Erde haben. Die Früchte sind geschmacklich mit Heidelbeeren vergleichbar und können je nach Sorte bis zu 4 cm groß werden. Unbedingt beachten: Sibirische Blaubeeren sind nicht selbstfruchtbar. Wer ernten möchte, muss mindestens zwei Sorten pflanzen.
    Pflanzabstand: 1,25 – 1,5 m.
  •  Zu den Sibirischen Blaubeeren
  • Jostabeeren: Eine stark wüchsige, robuste Kreuzung aus schwarzen Johannisbeeren (Jo) und Stachelbeeren (-sta).
    Pflanzabstand: 2,5 m.
  •  Zu den Jostabeeren
  • Japanische Weinbeere: Ein robuster Beerenstrauch, der seine kleinen, optisch an Himbeeren erinnernde Früchte gut zu schützen weiß: Triebe, Blütenknospen und Kelchblätter sind klebrig-behaart. Die Früchte schmecken süß-aromatisch, haben Säure und erinnern an Weintrauben.
    Pflanzabstand: mindestens 1,5 m.
  •  Zur Japanischen Weinbeere
  • Taybeere, Loganbeere, Boysenbeere: Allesamt Kreuzungen aus Brombeeren und Himbeeren. Während der Taybeerenstrauch optisch eher an Brombeeren erinnert, sehen die Früchte eher wie Himbeeren aus und schmecken ähnlich. Bei der Loganbeere verhält es sich ähnlich, nur dass ihr Geschmack säuerlicher und herber ist und sich weniger eindeutig einer der Elternfrüchte zuordnen lässt. Die Boysenbeere ist eine Kreuzung aus Brombeere und Loganbeere, ist also dichter an der Brombeere dran – mit dem feinen Unterschied, dass sie nahezu dornenlos ist.
    Pflanzabstand: 2,5 m.

Allackerbeeren Befruchtersorten

Allackerbeeren

Allackerbeeren sind bodendeckend wachsende Wildhimbeeren aus Skandinavien, die gerne auf recht feuchtem und leicht saurem Boden wachsen. Die Pflanzen bleiben mit einer Höhe von maximal 30 Zentimetern recht klein. Ihre Früchte sehen Himbeeren ähnlich und haben einen süß-intensiven Geschmack. Für gute Erträge empfiehlt sich die Pflanzung zweier Sorten.

 Zu den Allackerbeeren
Heidelbeeren Boden

Beeren mit besonderen Ansprüchen

Heidelbeeren, Preiselbeeren und Cranberrys lieben sehr saure Erde (pH 4–5). Am besten gedeihen sie in großen Kübeln mit speziellem Substrat, die auch in den Boden eingelassen werden dürfen. Alternativ lässt sich das Pflanzloch mit Folie auskleiden. So verhindert man, dass sich die saure Erde mit der normalen Gartenerde vermischt. 
Tipp:
Probieren Sie mal eine Heidelbeere, die etwas aus der Reihe tanzt: die Heidelbeere Pink Lemonade.

Die meisten Beerensträucher lieben es sonnig

Standort und Boden – das Fundament

Die meisten Beerensträucher lieben es sonnig, kommen aber auch mit halbschattigen Lagen zurecht, solange es dort warm und geschützt ist. Ideal ist ein Platz, an dem die Luft zirkulieren kann, ohne dass es ständig zieht.

Der Boden sollte tiefgründig, humos und gut durchlässig sein, Staunässe mögen sie nicht. Bei schweren, tonigen Böden hilft eine ordentliche Portion Kompost und etwas Sand, um die Struktur zu lockern. In leichten, sandigen Böden bringen Kompost und Bentonit das nötige Wasserhaltevermögen.

Stachelbeeren und Johannisbeeren

Beerenobst sinnvoll anordnen

Hoch wachende Sträucher kommen nach hinten oder auf die Nordseite, kleinere nach vorn oder südlich – so bekommen alle Pflanzen genug Licht. Auch die Wege im Beerengarten sollten gut überlegt sein, damit Ernte und Schnitt bequem zu handhaben sind.
Man kann die Arten in Grüppchen pflanzen, aber ebenso ist es möglich, bunter zu kombinieren. Besonders gut funktionieren Kombinationen aus Arten mit ähnlichen Ansprüchen und Wuchsstärken, zum Beispiel:

  • Stachelbeeren und Johannisbeeren
  • Sibirische Blaubeeren und Aronia
  • Himbeeren und Jostabeeren

Manche Kombinationen gelten dagegen als weniger günstig:

  • Himbeeren und Brombeeren: Gehören beide zur Gattung Rubus und werden oft von denselben Krankheiten und Schädlingen heimgesucht. Stehen sie sehr dicht, können Probleme leicht überspringen – deshalb am besten mit etwas Abstand pflanzen und für gute Durchlüftung sorgen.
  • Sehr wüchsige neben langsamen Arten: Stark wüchsige Sträucher wie Brombeeren oder Japanische Weinbeeren nehmen langsameren Arten wie Maibeeren schnell Licht und Platz.

Ein großzügiger Pflanzabstand sorgt in allen Fällen für gesunde Sträucher, gleichmäßige Entwicklung und leichtere Pflege.

Beeren mit Rankhilfen stützen

Beerenobst pflanzen

Johannisbeeren, Stachelbeeren, Taybeeren, Boysenbeeren, Loganbeeren, Japanische Weinbeeren und Brombeeren setzt man etwas tiefer als sie im Container standen. Das regt sie an, kräftige neuen Bodentriebe zu bilden.

Brombeeren und Himbeeren wachsen am besten am Spalier. Auch Taybeeren, Boysenbeeren, Loganbeeren und Japanische Weinbeeren benötigen für eine bequeme Pflege und Ernte eine Rankhilfe. Übrigens: Auch Johannisbeeren und Stachelbeeren können am Spalier gezogen werden. Besonders in kleinen Gärten ist das eine sinnvolle Lösung.

Nach dem Einsetzen gut angießen und den Boden mit einer Schicht organischen Mulchs bedecken – so bleibt die Feuchtigkeit länger im Boden und störende Beikräuter haben kein so leichtes Spiel.

Pausenlos ernten

Pausenlos ernten - vom späten Frühjahr bis zum ersten Frost

Ein clever geplanter Beerengarten liefert köstliche Früchte non-stop: Ende Mai geht es mit den Sibirischen Blaubeeren los. Es folgen Sommerhimbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren, Jostabeeren, Taybeeren, Loganbeeren, Boysenbeeren, Japanische Weinbeeren, Brombeeren, Aronia und Herbsthimbeeren. 

Tipp: Auch die Sorten einer Art haben teilweise sehr unterschiedliche Erntezeiten. Wer etwa Johannisbeeren mehr liebt als andere Beeren, kann mit der passenden Sortenwahl ebenfalls über viele Wochen hinweg ernten.

Aronia überraschen im Herbst mit einer roten Blattfärbung

Der Beerengarten auch als Augenschmaus

Ein Beerengarten ist nicht nur eine Erntefläche, sondern kann auch ein Lieblingsplatz werden. Sträucher in Bögen oder entlang kleiner Pfade gepflanzt, ergeben Wege, an denen man sich gern vorbeinascht. Unterschiedliche Fruchtfarben und Wuchshöhen schaffen Abwechslung, und Begleitpflanzen wie Ringelblumen, Zitronenmelisse oder Phacelia locken Bestäuber an und fühlen sich im Beerenbeet wohl. Manche Sträucher, etwa Aronia oder Heidelbeeren, überraschen im Herbst mit einer besonders schönen Blattfärbung, so dass der Beerengarten bis weit über die Ernte hinaus attraktiv bleibt.

Blumenzwiebeln

Frühlingsblumen im Schichtdienst: die „Blumenzwiebel-Lasagne“

Blumenzwiebel-Lasagne

Dieses „Gericht“ lohnt sich wirklich! Mit der Blumenzwiebel-Lasagne können Sie in ein und demselben Pflanzgefäß vom Frühling bis in den Frühsommer eine Blumenpracht genießen. Die Blumenzwiebeln werden nun im September bis Ende November in verschiedenen Tiefen in einen Topf, Kasten oder Ähnliches gepflanzt. So wird auch ein kleiner Platz optimal genutzt, und zu unterschiedlichen Blühzeitpunkten erfreuen verschiedene Zwiebelgewächse.

Frühlingsblumen im Schichtdienst: die Blumenzwiebel-Lasagne

Was Sie für eine Blumenzwiebel-Lasagne brauchen

  • Drei bis vier verschiedene Blumenzwiebelarten mit gestaffelten Blütezeiten:
    • sehr früh: Schneeglöckchen, Krokusse, Winterlinge, Schneestolz
    • früh: (kleinblütige) Narzissen, Traubenhyazinthen, Blaustern, Hyazinthen
    • mittel: Triumph- oder Darwin-Tulpen
    • spät: Zierlauch
  • Ein großes Pflanzgefäß (mindestens 30–40cm Durchmesser) mit Abflussloch
  • Material für die Drainageschicht, z. B. Bimssteingranulat
  • Torffreie Pflanzerde
  •  Zu den Blumenzwiebeln

Gartentipp

Schritt für Schritt zur Blumenzwiebel-Lasagne:

  • Drainage anlegen: Einige Zentimeter Drainagematerial ins Pflanzgefäß einfüllen.
  • Erde einfüllen: Eine erste Schicht Pflanzerde darübergeben.
  • Große Zwiebeln setzen: mit den größten Blumenzwiebeln beginnen. Blumenzwiebeln sollten allgemein zwei- bis dreimal so tief, wie sie hoch sind, in die Erde gesetzt werden, stets mit der Spitze nach oben.
  • Weitere Schichten aufbauen: Wieder Erde auftragen und leicht andrücken, dann die nächste Lage Zwiebeln einfüllen. So geht es Schicht für Schicht weiter.
  • Abschluss: Mit einer letzten Erdschicht bedecken und kräftig angießen.

Wie kommt die Lasagne über den Winter?

Im Beet sind Blumenzwiebeln meist von Natur aus gut vor Kälte geschützt. Stehen sie jedoch im Topf, brauchen sie einen sicheren Platz, zum Beispiel in einem kühlen Keller. Eine Ummantelung aus Vlies, Jute oder Zeitungspapier bietet auch Frostschutz. 

Wichtig: Nur sparsam gießen, damit weder Staunässe noch Fäulnis entstehen.

Wühlmäuse mögen Blumenzwiebeln

Blütenparade im Beet

Sie möchten die Frühlingsblüher lieber direkt ins Beet setzen? Falls Sie schlechte Erfahrungen mit Wühlmäusen gemacht haben, sollten Sie Vorkehrungen treffen. Damit die hungrigen Nager nicht das Spektakel vermiesen, setzen Sie die Zwiebeln am besten in einen Wühlmauskorb, der oben zugefaltet wird. So sind die schlummernden Blütenschätze geschützt. Anschließend werden die Zwiebeln im Pflanzloch genauso in Schichten gelegt wie zuvor im Topf beschrieben.

 Zum Wühlmauskorb
Gründüngung – Beet-Balsam für Herbst und Winter

Gründüngung – Beet-Balsam für Herbst und Winter

Gründüngung im September

Jeder braucht mal Zeit zum Durchatmen, auch der Gartenboden. Er hat monatelang sein Bestes gegeben, knackiges Gemüse produziert und dabei seine Nährstoffreserven angezapft. Jetzt ist der richtige Moment, ihm etwas zurückzugeben, und dabei hilft die Gründüngung.

Warum Gründünger so nützlich ist

Der Name lässt es schon erahnen: Bei der Gründüngung bringen wir lebende Pflanzen auf die Beete. Nicht für die Ernte, sondern für das Wohl des Bodens. Während sie wachsen, decken sie freie Flächen ab, verhindern, dass Nährstoffe verloren gehen, lockern den Boden und füttern das Bodenleben. Sie tragen zum Humusaufbau bei und manche Gründüngerpflanzen binden sogar Stickstoff aus der Luft, um ihn für die nächste Saison im Boden bereitzuhalten. So bleibt der Boden nicht brach liegen, sondern nutzt Herbst und Winter als Erholungs- und Aufbauzeit.

Phacelia ist fruchtfolgeneutral

Die Fruchtfolge im Blick behalten

Genau wie im Gemüsegarten sollte auch bei der Gründüngung die Fruchtfolge mitgedacht werden. Viele Gründüngerpflanzen gehören nämlich zu den gleichen Pflanzenfamilien wie typische Gemüsearten – zu den Hülsenfrüchtlern (Erbsen, Bohnen, Linsen) und den Kreuzblütlern (alle Kohlgewächse vom Radieschen bis zum Grünkohl). Werden die empfohlenen Anbaupausen nicht eingehalten – bei Hülsenfrüchtlern 5–6 Jahre, bei Kreuzblütlern 6 Jahre – haben Krankheiten oder Schädlinge leichteres Spiel. Fruchtfolgeneutrale Pflanzen wie Phacelia sind die Joker in der Fruchtfolge, denn sie sind mit den gängigen Gemüsearten nicht verwandt und lassen sich daher überall einsetzen.

Gründünger für die Aussaat im September

Gründünger-Auswahl für die Aussaat im September

  • Der Gelbsenf (Kreuzblütler) ist ein Schnellstarter im Beet. Er ist anspruchslos, kommt relativ gut mit Trockenheit klar, ist für fast jeden Boden geeignet und hat reichlich Grünmasse im Gepäck, die später dem Humusaufbau dient. Er durchwurzelt den Boden intensiv und lässt ihn feinkrümelig zurück. Im Winter friert er zuverlässig ab.

  • Die Winterwicke (Hülsenfrüchtler) überwintert im Beet und legt im März oder April richtig los. Vor der Blüte im April oder Mai sollte sie abgeschnitten und dann entweder flach in den Boden eingearbeitet oder als Mulch auf dem Boden liegengelassen werden. Weil die Winterwicke Stickstoff aus der Luft sammelt und in ihren Wurzeln speichert, ist der Boden in der folgenden Saison bestens gerüstet für Starkzehrer wie Tomaten, Mais oder Kürbisgewächse.

    Tipp: Wickroggen kombiniert die Vorteile von Winterwicke und Roggen: Die Wicke bindet Stickstoff, während der Roggen den Boden tief durchwurzelt und Nährstoffe festhält. Die Pflanzen überwintern und müssen im Frühjahr vor der Folgekultur in den Boden eingearbeitet werden.
  • Phacelia ist ein Alleskönner. Sie ist fruchtfolgeneutral, ein guter Humusbildner, sie verbessert die Bodenstruktur und ist nebenbei ein Insektenmagnet.

  • Inkarnatklee (Hülsenfrüchtler) überwintert im Beet, lockert durch seine tiefen Wurzeln den Boden und bindet Stickstoff. Im Frühjahr setzt er rote Farbtupfer ins Beet, wenn er nicht schon vorher eingearbeitet wird. Als Folgekultur eignen sich Starkzehrer. Tipp: Inkarnatklee ist zusammen mit Winterwicke und Welschem Weidelgras Teil der Gründüngermischung Landsberger Gemenge.

Darüber hinaus gibt es viele weitere Boden-Booster, die jetzt noch gesät werden können – etwa Ölrettich, Spinat, Buchweizen, Sandhafer oder Wintereiweißerbse.

 Zum Gründünger
Gründüngermischungen

Gründüngermischungen

  • Die Gründüngungsmischung Faba (Aussaat bis Ende September) enthält Sandhafer, Phacelia, Sommerlein, Sonnenblumen, Buchweizen und Leindotter. Sie eignet sich besonders gut als Vorkultur für Bohnen und Erbsen.

  • Die Mischung Wintergrün semopur 9.11 (Aussaat bis Ende Oktober) enthält Grünschnittroggen, Wintererbse, Inkarnatklee, Winterweizen, Winterrübsen und Winterraps. Sie dient dem Humusaufbau, hält die Nährstoffe im Boden, sammelt Stickstoff und sorgt für eine Tiefendurchwurzelung des Bodens. Im Frühjahr müssen die Pflanzen in den Boden eingearbeitet werden. Achtung: Die Mischung enthält sowohl Kreuzblütler als auch Hülsenfrüchtler.

„Früher dachte ich immer, Gründüngung sei langweilig! Ja, ich weiß: Gründüngung hat ihre Berechtigung, damit der Boden im Winter nicht frei liegt und von Regen oder Wind ausgewaschen oder weggeweht wird. Sie hemmt das Beikrautwachstum und erhöht die Humusschicht, wenn sie abgemäht und das Schnittgut auf den Beeten verbleibt und den Winter über von den Bodenlebewesen zersetzt wird. Ist mir alles klar – aber mein Selbstversorger-Gen sträubt sich einfach dagegen, etwas auf die Beete zu pflanzen, was man nicht essen kann.“ 
(Tini Vogt)

Spinat als Gründüngung

Tini Vogt gärtnert seit über 20 Jahren mit Leidenschaft. In ihrem 800 m² großen Garten erntet sie eine Fülle an Obst und Gemüse, die Familie und Haustiere das ganze Jahr über versorgt. Ihr Wissen teilt sie in Büchern, Kursen und künftig auch auf unserem Instagram-Kanal.

Was es mit der essbaren Gründüngung auf sich hat, zeigen wir Ihnen im aktuellen Beitrag auf Instagram:

Zum Instagram-Kanal von Hof Jeebel
Gartenarbeiten im September

  • Ernten und konservieren
  • Saatgut sammeln, trocknen, beschriften
  • Kürbistriebe kappen und Früchte auf Bretter legen
  • bei Tomaten Haupttrieb kappen und kranke Blätter zum Teil entfernen
  • bei Rosenkohl die Spitze kappen
  • abgeerntete Beete jäten und mulchen oder Gründünger einsäen
  • Erdbeerbeete ausputzen und Mulch austauschen
  • krankes, befallenes Obst sammeln und entsorgen
  • abgeerntete Beerensträucher auslichten und darunter mulchen
  • Kompost aufsetzen
  • Baumpflanzungen vorbereiten
  • Stützen, Pfähle und Schneckenkragen einsammeln

Was kann man im September ernten?

  • Kartoffeln, Möhren, Rote Bete, Pastinaken, Porree, Sellerie, Kohlrüben
  • Kopfkohl, Kohlrabi, Blumenkohl und Brokkoli, Chinakohl und Pak Choi
  • Salat und Endivien, Mangold und Spinat, Asia-Gemüse, Fenchel
  • Tomaten, Paprika und Chilis, Auberginen, Gurken, Zucchini und frühe Kürbisse, Bohnen und Erbsen, Zuckermais
  • letzte Küchenkräuter zum Trocknen
  • Herbst-Himbeeren, frühe Weintrauben, Feigen und Minikiwis, Physalis
  • frühe Äpfel und Birnen, Pfirsiche und Nektarinen, Pflaumen, Zwetschgen, Renekloden und Mirabellen
  • Haselnüsse
  • Wildobst wie Holunder, Apfelbeeren, Sanddorn und Hagebutten
  • Blumensträuße
  • Saatgut