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Der Biogarten im Oktober


„Biogarten

Lasst uns dankbar sein gegenüber Leuten,
die uns glücklich machen.
Sie sind die liebenswerten Gärtner,
die unsere Seele zum Blühen bringen.
(Marcel Proust)


Liebe Gärtnerinnen und Gärtner,

im Oktober ist Erntedank:
Großartig ist es, dass wir genug zu essen haben. Weder die Nudeln noch das Mehl sind uns ausgegangen. Schön, dass wir in einem doch recht gut organisierten, sicheren Land mit sauberem Trinkwasser und funktionierender medizinischer Versorgung leben dürfen, und Hut ab vor allen, die dazu beitragen.

Danke für Ihr Vertrauen: Wir haben dieses Jahr teilweise jenseits unserer Kapazitätsgrenze gearbeitet und wussten manchmal nicht, wo uns der Kopf steht. Wir bitten um Entschuldigung für Fehler und Engpässe, die dadurch entstanden sind, und danken Ihnen für Ihre Geduld.

Dank gilt immer der Erde: Feiern Sie Ihr Obst und Gemüse! Kochen Sie was Leckeres. Versorgen Sie Ihren Gartenboden mit Kompost und Mulch und verringern Sie Ihren CO2-Ausstoß. Denn ohne eine intakte Erde ist unser Leben schlichtweg nicht möglich.

Ihr Gerhard Wacha und das Hof Jeebel Team

AUGENWEIDE

Unsere Gärten sollen uns mehr oder weniger ernähren, aber auch als Lebensräume für kleinere und größere Tiere, Mikroorganismen und Wildkräuter dienen. Nebenbei ist es für uns eine Wohltat, uns an schönen Orten aufzuhalten. Dazu dienen Zierpflanzen.

Wenn Sie in Ihrem Garten noch Platz haben für etwas Schönes, setzen Sie sich einen Mönchspfeffer. Die zierende Heilpflanze blüht ab Juli bis in den September hinein in unzähligen blaulila Dolden, die eine sehr gute Bienenweide sind. Die ganze Pflanze duftet würzig und lässt sich ohne Bedenken stark zurückschneiden – das fördert sogar die Blüte. Mönchspfeffer wird etwa 1,50 bis 2 m hoch und kann, wenn er genug Wasser bekommt, im Kübel wachsen.

Besonders attraktiv für Schmetterlinge ist der buschförmig wachsende Schmetterlingsflieder. Die langen Blütenrispen leuchten von Juli bis Oktober in Weiß, Helllila und dunklem Purpur. Die Pflanze wirkt anziehend auf Falter sowie auf Hummeln und Bienen. Solange sie gut mit fruchtbarer Erde versorgt ist, gedeiht sie ohne Probleme. Ein starker Rückschnitt im Frühjahr hält die Pflanze in Form und fördert die Blüte.

Oft unterschätzt, aber ein fröhlicher Begleiter durch die Jahreszeiten ist der Zierapfel. Die als Großstrauch oder Baum wachsenden Gehölze sind im Mai über und über mit weiß-rosa Blüten geschmückt und befruchten auch unsere Tafel- und Mostäpfel. Zieräpfel sind frosthart und anspruchslos und tragen im Herbst gelbe oder rote, etwa 3 cm dicke Früchte. Diese bleiben bis in den Winter am Baum hängen, dienen als Vogelnahrung und sehen schön aus. Ein Schnitt ist möglich, aber nicht nötig.

Machen Sie es sich schön. Schaffen Sie Sitzplätze voller Duft, rahmen Sie Ihren Garten mit frohsinnigen, bunten Eckpfeilern und genießen Sie den Wandel der Jahreszeiten. Es gibt immer etwas zu spielen!

DAS UNTERSCHÄTZTE KÜCHENGLÜCK

Hatten Sie schon einmal so richtig viel eigenen Porree in Ihrem Garten? Haben Sie nach und nach alle Beete leer geerntet und immer gewusst, hier hab ich noch ganz viel gutes Gemüse, was mir keine Schnecke wegknabbert? Porree begleitet die Menschen schon lange, etwa seit der Zeit der sumerischen Hochkultur an Euphrat und Tigris um 2000 vor Christus. Wer sich an Porree gewöhnt hat, möchte ihn nicht mehr missen. Das Gemüse braucht entgegen anderen Delikatessen nur wenig Wärme und lässt sich leicht ernten und lagern. Es steuert zu unzähligen Gerichten aus vielen Himmelsrichtungen sowohl Zwiebelwürze, Grünes als auch cremige Substanz bei.

Je nach Sorte hat man es mit einem Sommerlauch, einem Herbst- oder Winterlauch zu tun. Sommerlauch wie Hilari wächst schnell zu dicken Stangen heran und hat Blätter von hellerem Grün. Herbst- und Winterlauch wie Hannibal oder Blaugrüner Winter brauchen etwas länger, haben bläuliches Laub und verkraften niedrige Temperaturen, teilweise bis hin zu langen Frostperioden. Porree muss man früh im Jahr aussäen, am besten im März in den Frühbeetkasten. Als zarter Zwiebelkeim braucht er Aufmerksamkeit und Unterstützung durch gute Erde, frühes Jäten und rechtzeitiges Verpflanzen, um zügig heranzuwachsen. Die Jungpflanzen setzt man bleistiftdick in Furchen, die nach und nach zugeharkt und später zu Dämmen gehäufelt werden. So erhält man lange, weiße Stängel.

Der Porree braucht durchaus Nährstoffe. Dünger sollte bereits einige Wochen vor der Pflanzung eingearbeitet werden, damit er gut im Boden gebunden ist. Frischer Mist ist für Wurzelgemüse schädlich. Auf Sandboden darf es gerne ab und an eine Flüssigdüngung mit Brennnesseljauche sein. Das schlimmste Ärgernis beim Porreeanbau sind Lauchmotte und Zwiebelfliege; Insekten, deren Larven mit ihren Gängen die weißen Schäfte durchbohren und nahezu unbrauchbar machen. Zuverlässig lassen sie sich nur durch ganzjährige Auflage von Kulturschutznetzen abhalten. Es lohnt sich sehr, diesen Aufwand zu betreiben. Denn wer Kartoffeln im Keller und Porree im Garten hat, braucht den Winter nicht zu fürchten und kann immer eine gute Suppe kochen. Von Quiche aus Mürbeteig und asiatischem Gemüse mit Ingwer ganz zu schweigen. Hmmm …

ab 4,50 EUR / laufender Meter

(2,95 EUR/ m²)


PAEONIA - EINE WEICHE WOLKE AUS DUFT

Pfingstrosen gehören zu den ältesten Gartenblumen. Eine üppige, blühende Pfingstrose am Gartenweg oder an einer Hausecke ist ein Traum, und man möchte nicht nur die Nase, sondern das ganze Gesicht hineinbetten in diese zarte, duftende Welt. Wenn die Pfingstrosen anfangen zu blühen, ist Verlass auf den Frühling, und es beginnt die Zeit der Üppigkeit und Wärme. Die meisten unserer heutigen Pfingstrosen stammen von chinesischen Arten ab. In ihrer Heimat werden manche Pfingstrosen als Heilpflanzen angebaut, und auch die europäische Arzneimittelindustrie importiert erhebliche Mengen der Wurzeln.

In unserem Sortiment finden Sie weiße, rosa, korallenfarbene und rote Pfingstrosen, ungefüllte, halb gefüllte und ganz üppig dichtblütige Sorten. Ein absoluter Favorit ist nach mehr als einem Jahrhundert immer noch Monsier Jules Elie: Kaum eine übertrifft die 1888 in Frankreich gezüchtete Sorte an Duft und Blütenfülle. Die sehr großen, rosafarbenen Blüten sind von einem silbernen Glanz überhaucht. Sie eignen sich als Schnittblumen für prächtige Sträuße, die ihren feinen Duft mit ins Haus bringen, und verbreiten überall einen Hauch von Luxus. Monsieur Jules Elie ist sehr robust und langlebig, aber dankbar für eine Staudenstütze.

Ein kleiner Exot von ungeheurer Leuchtkraft ist Kameno Wegoromo. Die Pfingstrose wirkt mit ihren einfachen Schalenblüten und den auffälligen goldgelben Staubgefäßen fast wie eine Anemone. Kameno Wegoromo hat ein tolles, tiefes Magenta-Pink, das sehr warm und reich wirkt und eine weite Fernwirkung besitzt. Die Blütenstände sind etwas kürzer als bei anderen Pfingstrosen und dadurch gut standfest. Der Wuchs ist etwas zarter und filigraner, das steht den Blüten aber sehr gut und wird von ihrer Farbintensität mehr als wettgemacht.

Geben Sie Ihren Pfingstrosen einen guten, sonnigen und nährstoffreichen Standort, an dem sie viele Jahre bleiben dürfen. Sie werden von Mai zu Mai schöner und geben Ihrem Garten eine zeitlose Beständigkeit und Zuversicht.

WENIGER IST MEHR

Wenn Sie zu den glücklichen Menschen gehören, die dieses Jahr ganz viel geerntet haben und es kaum erwarten können, die Beetflächen zu vergrößern, neue Obstbäume zu pflanzen und nächstes Jahr rundum Selbstversorger zu sein, dann los! Ist Ihnen aber, wie so vielen Gärtnerinnen und Gärtnern, doch so einiges über den Kopf gewachsen oder aufgrund fehlender Zeit nicht gut gelungen, dann nehmen Sie auch das als Teil vom Erntedank:
Setzen Sie sich an einem schönen Oktobertag mit einer Tasse Kaffee, einer guten Schokolade und einem Zettel in Ihren Garten. Was wächst hier gut? Wurde es geerntet und verwertet? War die Pflege zu schaffen?

Denken Sie sich zu jedem Monat der Gartensaison ein Gemüse oder Obst, das Sie sehr gerne selbst ernten würden: Ende März die ersten Winterheckenzwiebeln oder Schnittlauch aufs Brot? Im April zarte Radieschen oder feinen Rucola? Wollen Sie auf Dauer eher sättigende Vorräte an Kartoffeln, Roten Beten und Karotten im Keller haben oder möchten Sie Frisches naschen: Gurken, Basilikum und frische Chilis bereichern die Sommerküche und machen glücklich. Erdbeeren im Juni und Feldsalat im Oktober sind köstlich und in Bioqualität wirklich recht hochpreisig, so lohnen sich diese Kulturen auch in finanzieller Hinsicht. Ist Ihnen das Wichtigste der eigene Kohl zur Sauerkrautherstellung? Oder geht es um ausgeklügelte Mischkulturpläne?

Stellen Sie den Genuss und die Erholung in den Vordergrund. Ihr Garten soll Ihnen guttun und Sie nicht stetig mahnen, mehr zu leisten. Lassen Sie sich von Ihrem Interesse, Ihrem Gaumen und Ihrer Nase leiten: Diese dürfen jetzt die Chefs sein und Ihrem Stift diktieren, was auf den Anbauplan fürs nächste Jahr kommt. Und was nicht. Erntedank kann im Hobbygarten auch der Dank dafür sein, dass man eben nicht alles selbst machen muss. Wir wünschen Ihnen einen schönen Feierabend!


ARBEITEN
Ernte
- ernten
- Beete leer jäten und mit Kompost und Mulch versorgen
- Baumpflanzungen vorbereiten
- abgeerntete Gehölze schneiden
- fauliges Fallobst entfernen
- Wiese mähen und abharken
ERNTE
Aussaat/Pflanzung
- Tomaten
- Paprika
- Chili
- Physalis
- Kürbis
- Mais
- Kartoffeln
- Karotten
- Pastinaken
- Sellerie
- Salate
- Mangold
- Kohl
- Äpfel
- Birnen
- Walnüsse
- Kiwis
- Zwetschgen
- Weintrauben
- Feigen
- späte Himbeeren

 
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