Der Biogarten im Mai 2026

Akelei im Mai



Jeder Baum, jede Hecke ist ein Strauß von Blumen,
und man möchte zum Maienkäfer werden,
um in dem Meer von Wohlgerüchen herumschweben
und alle seine Nahrung darin finden zu können.

Aus „Die Leiden des jungen Werther“
von Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)

Liebe Gartenfreundinnen und Gartenfreunde,

ein Garten, der summt, der duftet und in allen Farben blüht. Ein Garten, der nicht nur für uns Menschen gedacht ist, sondern auch für Bienen, Schmetterlinge und viele andere kleine Besucher.
Genau dort beginnt der Biogarten: mit Vielfalt statt Ordnung, mit blühenden Pflanzen, die Nahrung bieten, und mit Ecken, die einfach wachsen dürfen.
Und auch Terrasse und Balkon können ein kleines Eldorado für Mensch und Insekten sein. Selbst auf begrenztem Raum gedeihen in Kübeln Kräuter, buntes Gemüse und essbare Blüten.
Wir wünschen Ihnen einen Mai, der summt und wächst.

Ihr Team vom Hof Jeebel

dreifach

Stangenbohnen dreifach nutzen: als grüne Bohnen, Auskernbohnen, Trockenbohnen

Feuerbohne Preisgewinner

Viele Stangen- und Feuerbohnensorten lassen sich mehrfach nutzen: Ab etwa acht Wochen nach der Aussaat beginnt die Ernte der feinen, grünen Hülsen. Bleiben die Hülsen länger an der Pflanze, werden die Hüllen fester und faserig, während sich im Inneren die Bohnenkerne ausbilden. Wer Trockenbohnen gewinnen möchte, lässt die Hülsen vollständig ausreifen (etwa von Mitte September bis Mitte Oktober, je nach Witterung). Die Bohnen werden dann aus den trockenen Hülsen ausgelöst, gut nachgetrocknet und sind bis zu zwei Jahre unter kühlen und luftigen Bedingungen lagerbar.
Der Clou: An einer hohen Rankhilfe lassen sich die verschiedenen Ernteformen kombiniert, die Pflanze wird in ihrer ganzen Bandbreite genutzt und es wird mehr aus derselben Fläche herausgeholt! Und noch einen Vorteil gibt es: wer Trockenbohnen erntet, hat gleich auch Saatgut fürs nächste Jahr!

Clevere vertikale Nutzung: unten frisch, oben trocken


Stangenbohnen und Feuerbohnen streben dem Himmel entgegen und sind deshalb auf Rankhilfen angewiesen. Diese sollten bereits vor der Aussaat aufgebaut sein, damit die Keimlinge nach dem Auflaufen direkt Halt finden. Gut geeignet sind stabile Stangen aus Holz. Hasel und Weide liefern beispielsweise lange, gerade Triebe. Alternativ eignen sich auch Metallstäbe, Bambus (Tonkin), gespannte Schnüre oder Rankgitter. Wichtig ist in jedem Fall eine Höhe von mindestens zwei Metern, damit die Pflanzen ausreichend Raum zum Klettern haben.Damit die Konstruktion auch bei Wind und voller Belaubung stabil bleibt, hat sich ein zeltartiger Aufbau bewährt: Mehrere Stangen werden in einem Abstand von etwa 70 bis 100 Zentimetern zusammengestellt und oben mit stabilen Schnüren oder Kabelbindern fest verbunden.

Das rankende Gemüse kann gleichzeitig auch als lebendiger, einjähriger Sichtschutz eingesetzt werden. An Zäunen, Grundstücksgrenzen, auf Terrasse, Balkon oder rund um Sitzplätze: Bohnen beglücken mit dichtem Laub, zügigem Wachstum und, je nach Sorte, dekorativen Blüten und Hülsen. 

Junge Bohnen auf dem Weg zum Himmel
Gartentipp

Tipp:

Auch aus einer alten Fahrrad-Felge lässt sich eine kreative Rankhilfe gestalten: Sie wird oben an einem stabilen Pfahl befestigt, von dort aus führen straff gespannte Schnüre oder dünne Seile rundum zum Boden hin.

Welche Sorten sind geeignet?


Stangenbohnen

Viele Stangenbohnen (Phaseolus vulgaris) sind echte Allrounder und lassen sich in unterschiedlichen Entwicklungsstadien ernten. Sorten, die nicht gezielt auf besondere Zartheit hin gezüchtet wurden, entwickeln dabei oft ein kräftigeres, ursprünglicheres Bohnenaroma, z.B. wie gemacht für eine herzhafte Minestrone!

Buschbohnen

Einige Buschbohnensorten lassen sich ebenfalls dreifach nutzen. Da sie kompakt wachsen und kein Rankgerüst benötigen, sind die verschiedenen Erntearten nicht räumlich getrennt wie bei den oben beschriebenen, hochrankenden Bohnensorten. Es kann also je nach Zeit und Lust entweder früher oder später geerntet werden.

Feuerbohnen

Auch Feuerbohnen (Phaseolus coccineus) mit ihren leuchtend roten Blüten können für die dreifache Nutzung verwendet werden und sind ein besonderer Blickfang!


Hier gehts zu den Feuerbohnen
beim Feuerbohne ernten

Und was ist mit Wachsbohnen?

Filet- und Wachsbohnen eignen sich weniger für die Nutzung als Auskern- oder Trockenbohne, da sie speziell auf zarte Hülsen hin selektiert wurden und entsprechend nur geringe Trockenbohnenerträge liefern.

Bohnenernte


anbauimkuebel

Kein Garten, kein Gemüse? Pustekuchen – Alles über den Anbau im Kübel

Gemüsegarten in Töpfen

Wer sagt denn, dass man einen Garten oder Acker braucht, um seine eigenen Tomaten oder Salate ernten zu können? Die Freiheit, eigenes Gemüse anzubauen, beginnt schon mit einem Topf und ein bisschen Erde – ob auf dem Balkon, der Terrasse oder direkt vor der Haustür. Mit dem richtigen Know-how wird aus jedem Kübel ein Mini-Garten, der nicht nur die Teller füllt, sondern auch optisch was hermacht.


Das Fundament: Töpfe, Erde und die richtige Bewässerung
Im Kübel sind Pflanzen vollständig auf das angewiesen, was Sie ihnen zur Verfügung stellen: Wasser, Nährstoffe und Raum. Der vielleicht häufigste Fehler beim Anbau von Gemüse im Kübel ist die Wahl zu kleiner Gefäße. Grundsätzlich gilt: Je größer das Volumen, desto stabiler und pflegeleichter ist das System. Ein großes Erdvolumen wirkt wie ein Puffer, es heizt sich langsamer auf und schützt die Wurzeln an heißen Tagen.

Achten Sie zudem auf eine gute Drainage durch Blähton oder Tonscherben, um Staunässe zu vermeiden. Da der Nährstoffumsatz im Topf rasant ist, benötigen besonders Starkzehrer regelmäßigen Nährstoffnachschub, etwa in Form von Flüssigdünger. 

Tomate im Kübel

Ein kritischer Punkt ist die Wasserversorgung. Da Kübel schneller austrocknen als Gartenbeete, kann technische Unterstützung Entlastung bringen. Tröpfchenbewässerungssysteme nehmen Ihnen das tägliche Gießen ab und versorgen die Pflanzen punktgenau. Bei einzelnen Töpfen und Kästen sind Bewässerungskegel und Ollas, also Tonkrüge zum Eingraben, eine gute Hilfe. Sie geben die Feuchtigkeit langsam und bedarfsgerecht an die Erde ab.

Ernteerfolge durch eine kluge Pflanzenwahl
Die Auswahl an Gemüsearten, die Kübel können, ist riesig. Es gibt aber auch Arten, die weniger geeignet sind. Zu ihnen gehören Gemüse mit langer Kulturdauer wie Rot- oder Weißkohl, durstige Platzfresser wie Kürbisse oder tiefwurzelnde Gemüse wie Pastinaken. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf folgende Gemüse.

Bewässerung HYDRO Max Größe S
lieferbar
39,90 EUR / Stück
Bio-Flüssigdünger für<br>Kräuter & Salate
lieferbar
12,40 EUR / Stück
AMN Powerdünger
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23,90 EUR / Stück
Tomatenpflanze im Topf

Tomaten

Kübel machen Tomaten mobil. Nutzen Sie Dachvorsprünge oder Nischen, um die Pflanzen vor Regen zu schützen. Das ist neben der Sortenwahl die beste Versicherung gegen Kraut- und Braunfäule, weil die Blätter trocken bleiben. Fast jede Sorte, außer wuchernde Wildtomaten, ist hier gut aufgehoben.

Tipp:

Unterpflanzen Sie die Tomaten mit Schnittlauch oder Basilikum. Sie bedecken den Boden und schützen die Tomaten zudem in gewissem Maße vor Krankheiten.

peperoni carino caliente

Wärmeliebende Exoten

Paprika, Auberginen und Chilis profitieren von einem doppelten Wärme-Boost. Während der Kübel dafür sorgt, dass die Erde am Tag schnell warm wird, gibt die Hauswand im Rücken der Pflanzen ihre Wärme noch bis tief in die Nacht hinein ab.


Tipp:

Setzen Sie Tagetes an den Rand. Die Blumen sind nicht nur attraktiv, sondern auch nützlich, weil sie mit ihren Ausdünstungen schädliche Nematoden fernhalten.

Gurke im Topf

Kletterkünstler

Stangen- und Feuerbohnen, Zuckererbsen, Gurken und die Mexikanische Minigurke beanspruchen kaum Grundfläche und wachsen platzsparend an Stangen und Netzen in die Höhe.

Tipp:

Kombinieren Sie Bohnen mit Kapuzinerkresse oder Bohnenkraut. Während die Kapuzinerkresse vor allem als schöner Begleiter dient, ist das Bohnenkraut ein bewährter Schutz vor der Schwarzen Bohnenlaus. Gurken können ebenfalls mit Kapuzinerkresse kombiniert werden, aber auch Basilikum passt gut zu Gurken.

Mangold im Topf

„Cut and come again“-Spezialisten

Diese Gemüse sind die Dauerlieferanten im Kübelgarten. Bei Pflücksalaten, Mangold oder Asia-Salaten ernten Sie immer nur die äußeren Blätter, während das Herz der Pflanze ständig frisches Grün nachschiebt. So liefert ein einziger Topf über Wochen hinweg Nachschub für die Küche. Die Saatgutmischung „Bunte Salatplatte“ enthält sowohl Pflück- als auch Asia-Salate.

Tipp:

Mischen Sie Hornveilchen unter den Salat. Die Blüten der Hornveilchen sind eine tolle essbare Deko im Salat.

Kartoffeln im Kübel

Knollengemüse

Der Kübel spart hier Arbeit. Frühkartoffeln bringen auf wenig Fläche guten Ertrag und lassen sich im Kübel viel leichter ernten als in Gartenbeeten. Und während Topinambur im Beet gerne auf Wanderschaft geht, sind ihm im Kübel von vornherein Grenzen gesetzt, so dass Ausläufer kein Thema sind.

Pflücksalat

Halbschatten-Könner

Erfolg auch ohne Dauersonne.
Nicht jeder Balkon oder jede Terrasse bietet den ganzen Tag Sonne. Das ist aber kein Grund, auf eigene Ernten zu verzichten. Im Gegenteil: Wer seine Kübel an halbschattigen Standorten aufstellt, erntet oft entspannter: Mangold, Spinat und Pflücksalate bleiben in diesen Lagen länger zart und gehen später in Blüte. Auch Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch oder Minzen kommen ohne volle Sonne bestens klar.

Tipp:

Ein hübsches Duo: Mangold und Dill. Während Mangold mit seinen breiten Blättern den Topf füllt, wächst der Dill filigran in die Höhe.

Kräuter und Blumen für Aroma und Ästhetik

Kübelgärten können mehr als nur die Teller füllen. Wer auch Kräuter pflanzt, erntet zusätzlich Düfte und Aromen. Wir haben für Sie Basilikum in groß- und kleinblättrigen Formen, rote Sorten oder Varianten mit Vanille- oder Zitronenduft, dazu verschiedene Lavendel- und Salbeisorten, Curry- und Colakraut oder auch die Limonadenpflanze mit ihrer fruchtig-minzigen Note. Oft reicht es schon, an diesen Pflanzen vorbeizugehen, um eine kurze Duftdusche zu erleben.


Blumen setzen hier noch einen drauf. Sie bringen Leichtigkeit zwischen Gemüse und Kräuter und viele von ihnen locken zudem Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten an. Gut im Kübel funktionieren unter vielen anderen Eisenkraut, Schopfsalbei, Mohn, Zinnien, Ringelblumen oder Kartäuser-Nelken. Übrigens: Die Saatgutmischung „Blühender Balkon“ sorgt bis in den September hinein für eine durchgehende Blüte.

Ob Gemüsejungpflanzen, Kräuter oder Saatgut: Wir haben die passenden Kandidaten für Ihren Kübelgarten im Sortiment.
Klicken Sie sich gerne mal durch.

Kräuter und Blumen in Töpfen
minikiwi

Der unterschätzte Star im Naschgarten: die Mini-Kiwi

Sorte Issai

Mini-Kiwis sind kein trauriger Ersatz für die großen Kiwis aus dem Supermarkt. Sie spielen in einer eigenen Liga. Die Früchte sind zwar kleiner, dafür aber glatt und können direkt mit der Schale gegessen werden. Geschmacklich erinnern sie an die bekannten Kiwis aus der Obstabteilung. Während die pelzige große Schwester jedoch lange nachreifen muss, bis sie ab Januar endlich süß wird, sind die Minis bereits bei der Ernte im Oktober süß und lecker. Sie schmecken als Naschobst, im Kompott, Smoothie oder Chutney, als Marmelade oder Saft oder auch im Kuchen. Die klassischen großfruchtigen Kiwis finden vor allem in sehr milden Regionen gute Bedingungen, die Mini-Kiwis sind dagegen kältetoleranter und damit für erheblich mehr Standorte interessant. Im Handel findet man Mini-Kiwis ausgesprochen selten, was ein weiteres Argument für den Eigenanbau ist.

Kletterpflanze mit Mehrwert
Mini-Kiwis können mehr als nur den Obstkorb füllen. Sie wachsen als schlingende Kletterpflanzen und beleben Spaliere, Pergolen, Hauswände, Zäune oder Mauern. So entstehen grüne Wände, die nicht nur gut aussehen, sondern im Herbst auch noch Ertrag bringen und oft eine schöne gelbe Herbstfärbung zeigen. Auch auf der Terrasse können die Pflanzen gut gedeihen, wenn die Kübel und die Gerüste stabil sind.

Warum das Frühjahr die beste Pflanzzeit für Mini-Kiwis ist

Mini-Kiwis sind ausreichend winterhart für unsere Breiten. Nur die Jungpflanzen sind noch etwas frostempfindlich. Die beste Zeit für die Pflanzung ist daher das Frühjahr, wenn die stärkeren Fröste durch sind. Dann haben die Pflanzen genug Zeit, an ihrem Standort Fuß zu fassen, bevor der nächste Winter kommt. Um Schäden vorzubeugen, sollten Mini-Kiwis in den ersten Jahren einen Winterschutz aus Jute oder Reisig an der Basis des Stammes erhalten. Wenn Spätfrost dem Neuaustrieb im Frühjahr doch einmal zusetzt, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, denn das Holz treibt in der Regel zuverlässig wieder aus.

Standort und Boden
Die Pflanzen lieben es sonnig, warm und möglichst windgeschützt. Der Boden sollte humos, durchlässig und eher leicht sauer sein. Zu viel Kalk mögen Mini-Kiwis nicht. Wichtig ist außerdem, dass Sie den Boden feucht genug halten, weil die flachen Wurzeln sonst schnell austrocknen. Eine Mulchschicht aus Hobelspänen, Sägemehl oder Rindenmulch hilft dabei, die Feuchtigkeit länger im Boden zu halten.

Junge Triebe Super Issai
Kiwi Pflanzabstand
Seitentriebe mit Früchten

Unabdingbar: die Rankhilfe
Damit Mini-Kiwis gut wachsen und reich tragen, brauchen sie ein stabiles Rankgerüst – ähnlich wie Weinreben. Waagerechte Drähte in etwa 80, 130 und 180 Zentimetern Höhe bieten den Trieben den nötigen Halt und Abstand. Nach der Pflanzung wählen Sie am besten den kräftigsten Haupttrieb aus und ziehen ihn senkrecht nach oben. Von diesem Haupttrieb aus leiten Sie je drei Seitenäste ab, die Sie links und rechts an die waagerechten Drähte binden. An diesen Seitenästen bilden sich die Fruchtriebe, an denen Sie später die Blüten und Früchte entdecken können.

Für mehr Früchte und weniger Chaos: Mini-Kiwis schneiden
Damit die Pflanze übersichtlich bleibt, können Sie die Fruchttriebe im Sommer etwa vier bis fünf Blätter hinter der letzten Frucht zurückschneiden. Nach der Ernte im Spätsommer kürzen Sie die Triebe bis auf ein bis zwei Knospen ein. Auch den Haupttrieb können Sie kürzen, wenn er die gewünschte Höhe am oberen Draht überschreitet. Größere Schnittmaßnahmen sollten Sie besser im Sommer oder Herbst vornehmen, weil die Pflanzen im Frühjahr sehr stark im Saft stehen.

Männlich, weiblich, selbstfruchtbar
Bei den meisten Obstarten sind die Blüten zwittrig – sie besitzen also männliche und weibliche Organe in einer Blüte. Die Bestäubung erfolgt meist durch Insekten, die den Pollen übertragen. Mini-Kiwis hingegen sind oft zweihäusig: Hier gibt es rein männliche und rein weibliche Pflanzen. Für eine erfolgreiche Ernte ist daher eine männliche Pflanze als Befruchter in der Nähe der weiblichen Pflanzen notwendig, sofern Sie sich nicht für eine selbstfruchtbare Sorte entschieden haben.
Auch wenn sich der Gedanke aufdrängt: Eine selbstfruchtbare Sorte kann nicht als Befruchtersorte für eine weibliche Sorte dienen. Da diese Pflanzen ihre Energie primär in die eigene Fruchtbildung investieren, produzieren sie nicht genügend wirksamen Pollen für ihre Nachbarn. Wenn Sie jedoch Platz für eine zusätzliche männliche Pflanze haben, profitieren Sie doppelt: Sie sichern nicht nur die Ernte an den weiblichen Mini-Kiwis, sondern dürfen sich auch bei den selbstfruchtbaren Sorten über größere Früchte und eine reichere Ernte freuen. Im Frühjahr verhelfen ein organischer Dünger, gerne auch ein Beerendünger, den Mini-Kiwis zu einem guten Start in die Saison. Wichtig ist, dass der Dünger kalkfrei ist. Gut zu wissen: Da Leitungswasser oft kalkreich ist, eignet es sich nicht als Gießwasser. Verwenden Sie hier lieber Regenwasser. Für einen zusätzlichen Nährstoffschub können Sie während der Saison einmal im Monat stark verdünnte Brennnesseljauche nutzen.

Kiwi Blüte weiblich und männlich

Unsere Mini-Kiwis im Kurzporträt
Wer Mini-Kiwis über einen Kamm schert, wird ihnen nicht gerecht. In unserem Sortiment finden Sie selbstfruchtbare Sorten für den leichten Einstieg, robustere für kühlere Lagen, eine mit roten Früchten und passende Befruchter. 

Mini Kiwi Issai

Issai macht den Einstieg in die Welt der Mini-Kiwis leicht. Die selbstfruchtbare Sorte trägt im Mai und Juni cremeweiße Blüten, aus denen sich die rund 3 Zentimeter großen, grünen Früchte entwickeln. Sie schmecken süß und haben eine frische Säure. Erntezeit ist manchmal schon ab September, ansonsten im Oktober. Beim Wachstum legt Issai den Turbo ein: Bis zu einem Meter schafft die Pflanze pro Jahr.

Super-Issai

Super Issai baut auf den Stärken von Issai auf, legt aber bei der Frosthärte noch eine Schippe drauf. Bis zu minus 20 Grad hält sie aus und taugt damit auch für kühlere Lagen. Die selbstfruchtbare Sorte trägt oft schon ab dem zweiten Standjahr und ist meist ab Mitte September erntereif. Die grünen Früchte sind bis zu 2,5 Zentimeter groß und haben einen feinen, süßen Geschmack.

Red Jumbo

Red Jumbo ist wegen ihrer auffälligen Früchte nichts für versteckte Ecken: Die rein weibliche Sorte trägt 2 bis 3 Zentimeter lange, ovale Früchte, die innen wie außen rot sind. Sie sind saftig, haben ein gutes Zucker-Säure-Verhältnis und erinnern geschmacklich ein wenig an Tafeltrauben. Geerntet werden sie relativ früh, manchmal sogar schon ab Anfang September.

Super Jumbo

Super Jumbo ist eine robuste, ertragsstarke, rein weibliche Sorte und trägt sehr große Früchte. Die länglichen Mini-Kiwis werden bis zu 11 Gramm schwer und sind damit fast doppelt so schwer wie andere Sorten. Auffällig ist auch ihre hellgrasgrüne Schale. Die Früchte schmecken saftig, süß und fruchtig und können je nach Witterung ab Anfang Oktober geerntet werden.

Prince Jumbo

Prince Jumbo klingt nach einem großen Auftritt, übernimmt aber lieber die Arbeit hinter den Kulissen. Als männlicher Befruchter bringt er zwar keine eigenen Früchte hervor, sorgt aber dafür, dass bei den weiblichen Sorten später Früchte hängen.

Alles zur Pflanzung nochmal auf einen Blick

Zur Kulturanleitung Kiwi
sommerastern

Sommerastern – Sonnenschein!

Prinova Aster auf dem Feld

Bereits seit über 2000 Jahren in chinesischen Gärten kultiviert, fanden Sommerastern (Callistephus chinensis) im 18. Jahrhundert auch ihren Weg nach Europa. Zu dieser Zeit entwickelte sich die Stadt Erfurt zu einem im wahrsten Sinne des Wortes florierenden Zentrum für Gartenbau und Pflanzenzucht. Besonders die Züchtung und Vermehrung von Zierpflanzen stand im Fokus und brachte der Landeshauptstadt von Thüringen früh den Namen „Blumenstadt“ ein.

In dieser Tradition arbeitet die Firma Rose Saatzucht in Erfurt, die seit 1993 (und seit über zwanzig Jahren in Bio-Qualität) Zierpflanzen, Heil- und Gewürzkräuter, Gemüse und Wildpflanzen auf über 100 Hektar vermehrt und züchtet. Auch unsere Sommerasternsamen stammen von diesem Betrieb, der sich mit besonderer Hingabe diesen wieder zunehmend geschätzten Sommerblumen widmet.

Sommerastern gehören zu den einjährigen Pflanzen, die bis in den Spätsommer und frühen Herbst hinein Farbe in den Garten bringen. Wenn viele Sommerblüher bereits nachlassen, beginnen sie erst richtig loszulegen. Auch als Schnittblumen zeigen sie eine bemerkenswerte Ausdauer und halten in der Vase oft zwei Wochen lang!

Jetzt starten für Blüten im Spätsommer

Die Hauptwuchszeit der Sommerastern liegt in den langen, hellen Tagen im Juni und Juli. Der Mai ist daher ein idealer Zeitpunkt für die Aussaat. Eine Direktsaat ins Beet ist möglich, doch in Saatschalen mit feiner Aussaaterde lässt sich die Entwicklung besser im Blick behalten. Die Samen nur dünn bedecken, etwa mit etwas Sand, und vorsichtig wässern. Für die Keimung warm stellen. Sobald sich nach den Keimblättern die ersten „echten“ Blätter zeigen, werden die Jungpflanzen pikiert und anschließend hell bei etwa 18 °C weiterkultiviert.

Im Juni können die kräftigen Jungpflanzen dann ins Beet. Sommerastern bevorzugen einen möglichst sonnigen und luftigen Standort mit lockerem, durchlässigem und nährstoffreichem Boden, der z.B. mit Kompost verbessert wurde.
Im Beet empfiehlt sich ein Pflanzabstand von etwa 25 × 25 Zentimetern, für die Schnittblumenkultur darf es auch etwas enger sein. Für stabile, lange und gerade Stiele ist es sinnvoll, die Pflanzen anzubinden oder in ein Stütznetz einwachsen zu lassen.

Aufspann-Netz
lieferbar
20,30 EUR / Stück

Auch im Topf oder Kübel lassen sich Sommerastern gut kultivieren. Hier ist eine regelmäßige Wasserversorgung besonders wichtig, auch wenn die Pflanzen insgesamt recht gut mit Wärme und kürzeren Trockenphasen zurechtkommen.
Durch das Ausputzen verblühter Blüten wird die Nachblüte angeregt.

Eins ist noch wichtig: eine weite Fruchtfolge, um der Asternwelke vorzubeugen. Sommerastern sollten daher nicht jedes Jahr am selben Standort stehen; idealerweise werden sie sechs bis acht Jahre lang nicht an derselben Stelle angebaut.

Astern als Schnittblume

Elegant, verspielt, entzückend: unsere drei Asternformen im Überblick

Prinova-Aster

Sommerastern gibt es in einer großen Fülle an Formen und Farben. Wir führen drei Sortengruppen im Sortiment, die wir hier kurz vorstellen – jede mit einer ganz eigenen Wirkung im Beet oder im Blumenstrauß.

Prinova-Astern

Sie bilden große, prächtige Blüten in Weiß, Gelb, Rosa-, Pink- und Violett- bis Blautönen, mit einer ins Gelbliche übergehenden Blütenmitte. Sie werden bis zu 80 Zentimetern hoch und entwickeln viele Seitentriebe.
Auch als Jungpflanze erhältlich!

Prinova-Astern

Krallen-Astern

Sie kommen wie ein Wirbelwind daher: Die nadelartigen, krallenförmigen Blütenblätter geben dieser Gruppe ihren Namen. Die Pflanzen bilden große Blüten und erreichen eine Höhe von etwa 50 bis 60 Zentimetern.

Krallen-Astern
Knallenaster
Strauss von Zuckerblütenastern

Zuckertüten-Astern

Sie sind eher kleinblütig, dafür mit einer Vielzahl dieser reizenden Blüten. Die Pflanzen werden etwa 50 bis 60 Zentimeter hoch und eignen sich besonders gut für die Dekoration von Schultüten zum Schulbeginn im August oder September - daher auch der Name.

Zuckertüten-Astern
Messetermine im Mai
Messetermine im Mai

Für die folgenden Saatgut- und Pflanzenmärkte planen wir eine Teilnahme. Bitte informieren Sie sich auf den Webseiten der Marktbetreiber über kurzfristige Änderungen und Auflagen die für den Besuch der jeweiligen Veranstaltung gelten.


  • Gartenarbeiten im März

    • Jungpflanzen und Aussaaten pflegen
    • alle Beete einsäen und bepflanzen
    • Jungpflanzen im Beet vereinzeln und verpflanzen
    • Beete hacken oder mit dem Sauzahn lockern
    • Unkraut jäten
    • hohe Pflanzen stützen und anbinden
    • Wühlmauskontrolle an jungen Bäumen und im Gemüsebeet
    • Mulch verteilen zwischen größeren Pflanzen
    • Erdbeerbeete mit sauberem Stroh mulchen, ggf. Blüten vor Spätfrost schützen
    • Pflanzenjauchen (Brennnessel, Schachtelhalm, Algen) herstellen und anwenden
    • Schneckenschutz anbringen und Beetränder frei halten
    • Wasserversorgung sicherstellen (Tonnen, Regner, Tropfbewässerung)
    • Vogelbäder und Bienentränken einrichten

    Was kann man im März ernten?

    • Radieschen
    • Zwiebelgrün und Schnittlauch
    • erste Salate und Asia-Gemüse
    • Kresse
    • Rauke
    • Melde und Spinat
    • Spargel
    • Rhabarber
    • Sibirische Blaubeeren
    • erste Kräuter für Tee und Küche 
    • Himbeerblätter
    • Wildkräuter wie Löwenzahn und Sauerampfer