
Es ist ganz gleich,
ob ein Garten klein oder groß ist.
Was die Möglichkeiten
seiner Schönheit betrifft,
so ist seine Ausdehnung so gleichgültig,
wie es gleichgültig ist,
ob ein Bild groß oder klein,
ob ein Gedicht
zehn oder hundert Zeilen lang ist.
Hugo von Hofmannsthal (1874-1929, österreichische Schriftsteller, Dramatiker, Lyriker und Librettist)
Liebe Gartenfreundinnen und Gartenfreunde,
ob Balkon, Vorgarten, Gemeinschaftsgarten oder Ackerfläche – Gärtnern ist nicht eine Frage der Größe. Entscheidend ist die Vielfalt an Möglichkeiten, die ein Stück Erde bietet.
Das Gärtnern schenkt Freude am Säen, Pflanzen und Pflegen – und am Ende natürlich an der Ernte. Oft wächst mit dieser Freude auch der Garten selbst, Jahr für Jahr ein kleines Stück weiter.
Jetzt beginnt langsam die Zeit des Vorziehens, etwa von Tomaten. Gleichzeitig steht die Sortenwahl für die kommende Saison an – bei all den Formen, Farben und Geschmäckern gar nicht so einfach. Wir zeigen Ihnen in diesem Newsletter unsere Tomaten-Lieblinge.
Auch draußen im Garten geht es los: Wir haben 14 Gemüsearten zusammengestellt, die sich bereits jetzt säen lassen und schnell für erste Ernteerlebnisse sorgen. Und wer in den letzten Jahren Bäume gepflanzt hat, sollte im Februar die Baumscheiben in den Blick nehmen und pflegen.
Ihr Team vom Hof Jeebel

Pragmatisch, minimalistisch oder ganz schön ordentlich: Wir stellen Ihnen vier Methoden vor, die die Jungpflanzenanzucht einfacher und übersichtlicher machen.
Wenn das Frühjahr naht, sehen plötzlich viele Gefäße im Haus verdächtig nach Anzucht aus. Joghurtbecher, Eierkartons, ausgediente Schalen, alles wird mit Erde und Saatgut bestückt. Und es dauert nicht lange, bis die Fensterbank aussieht wie ein bunter Pöttchen-Park. Dieses Chaos lässt sich mit Anzuchtplatten elegant umschiffen. Die Töpfchen sind in diesen Platten miteinander verbunden und wirken daher als optische Einheit. Sie sind unkompliziert in der Handhabung und viele Jahre wiederverwendbar.
Quickpotplatten setzen diese Systemidee konsequent um. Sie bestehen aus recyceltem Polystyrol und sind in zwei verschiedenen Ausführungen – im Standardmaß und im Dänenmaß – verfügbar. Die Dänenmaß-Platten sind etwas schmaler und finden daher auf den meisten Fensterbänken ausreichend Platz. Im Standardmaß sind drei Varianten erhältlich: mit 150, 54 oder 24 Töpfchen. Die Platten im Dänenmaß haben 144, 77 oder 45 Töpfchen.
Bewässerungswanne und Bewässerungsmatten erleichtern die Wasserversorgung der jungen Pflänzchen und sorgen dafür, dass nichts ausläuft. Und wer beim Umpflanzen nicht jedes Pflänzchen einzeln aus den Platten herausdrücken möchte, findet in den Aushebeplatten einen praktischen Helfer. Abdeckhauben verwandeln die Platten in kleine Gewächshäuser, die für Aussaat und Jungpflanzen noch bessere Bedingungen bieten.
Wer statt Kunststoff lieber Metall nutzt, findet eine noch langlebigere Alternative in verzinkten Anzuchtschalen mit 30 einzelnen, konisch geformten, unten offenen Töpfchen. Diese Variante ist nicht nur praktisch, sondern auch dekorativ. Ein Wert, der gerade in Wohnräumen nicht zu unterschätzen ist.


Papiertopfpressen aus Holz sind eine einfache Lösung für alle Recycling-Fans. Aus alten Zeitungen oder Packpapier lassen sich ohne viel Übung in kurzer Zeit kleine Töpfchen herstellen, in denen Jungpflanzen heranwachsen können. Ein praktischer Zusatznutzen zeigt sich später beim Auspflanzen: Das Töpfchen kann mitsamt Jungpflanze in Beet oder Kübel wandern, weil es sich dort schnell zersetzt. Für die Wurzeln ist so ein stressfreier Umzug eine Wohltat.
Schimmel lässt sich mit zwei simplen Handgriffen vermeiden: maßvoll gießen und die Töpfchen so hinstellen, dass Luft dazwischen zirkulieren kann.

Erdballenpressen formen aus leicht angefeuchteter Erde feste Erdklötzchen mit vorbereiteten Saatmulden. Gesät wird direkt in diese Ballen, die später entweder in größeren Ballen weiterwachsen oder gleich ins Beet wandern. Klassische Töpfe werden dabei nicht gebraucht. Der praktische Vorteil: Vereinzeln entfällt, und beim Umpflanzen werden die Wurzeln geschont. Außerdem gewinnt man auf der Fensterbank Platz, weil die Ballen dicht auf einem gemeinsamen Untersetzer stehen können.
Damit die Erdklötzchen stabil aus der Presse kommen, braucht die Erde die passende Konsistenz. Sie muss formbar, darf aber nicht matschig sein. Sehr lockere Erde hält mit einem kleinen Anteil Bentonit oder feinem Lehmpulver besser zusammen. Grobe Stückchen entfernt man vorher, besonders bei sehr kleinen Ballen, damit die Presse sauber arbeitet.
Erdballenpressen gibt es in verschiedenen Größen. Sehr kleine Ballen – 1,7 × 1,7 × 1,7 cm – liefert etwa eine Micro-Presse. Größere Varianten, etwa Mini- oder noch größere Pressen, bieten mehr Substrat pro Pflanze. Mit entsprechenden Aufsätzen ist es sogar möglich, größere Ballen mit so großen Mulden zu pressen, dass sie kleinere Ballen in sich aufnehmen können.

Die Aussaatschnecke liegt ganz weit vorne, wenn es darum geht, möglichst viele Jungpflanzen auf wenig Platz anzuziehen. Ausgebreitet würde die Aussaatfläche viel Raum beanspruchen, aufgerollt steht sie als schmale Einheit, in der die Jungpflanzen geordnet nebeneinander im Substrat sitzen.
Ein langer Streifen aus Folie oder Schaumstofffolie, etwa 20 Zentimeter breit, wird mit einer dünnen Lage leicht feuchter Anzuchterde belegt und aufgerollt. Damit die Rolle ihre Form behält, wird sie mit Band oder einem Gummi fixiert. Aufrecht in einem ausreichend hohen, wasserdichten Gefäß bleibt sie stabil stehen. Dann wird das Substrat von oben vorsichtig nachgeschoben und leicht angedrückt, damit es später nicht zusammensackt. Gesät wird von oben in die Schnecke hinein, gleichmäßig entlang der Erdoberfläche. Danach folgt ein behutsames Angießen.
Beim Vereinzeln zeigt sich ein weiterer Vorteil der Methode. Die Rolle wird einfach wieder abgewickelt, und die Jungpflanzen lassen sich nacheinander entnehmen. Weil die Wurzeln nach unten hin viel Spielraum haben, wachsen sie oft eher in die Länge. Das macht das Trennen meist unkomplizierter, solange das Substrat nicht ausgetrocknet ist.
Damit die Schnecke zuverlässig funktioniert, braucht es vor allem ein gutes Maß beim Gießen. Zu viel Wasser ist der häufigste Fehler, weil das Substrat in der Rolle langsamer abtrocknet als in einzelnen Töpfchen. Ein Platz, an dem die Luft zirkulieren kann, hilft zusätzlich, Schimmelbildung zu vermeiden.

Vorziehen: die ersten Schritte Richtung Tomatensommer

Sonnenwarme Tomaten in allen Formen und Farben – wenn man die Augen schließt, kann man förmlich den Duft und Geschmack dieser Sommerschätze wahrnehmen.
Je nachdem, wo die Tomatenpflanzen später ihr Zuhause haben sollen, bieten sich verschiedene Starttermine für die Voranzucht im Haus an:
Für eine erfolgreiche Tomatenvoranzucht benötigen Sie nur wenige, aber entscheidende Dinge: kleine Töpfchen oder Aussaatschalen (wie im vorherigen Artikel beschrieben), eine torffreie, nährstoffarme Aussaaterde und einen hellen Platz.
Unser gesamtes Tomatensaatgutsortiment ist samenfest. Das bedeutet: Sie können aus Ihren eigenen Früchten Saatgut gewinnen und dieses über viele Jahre hinweg wiederverwenden oder verschenken. Bei guter Lagerung (trocken, dunkel und kühl) bleibt Tomatensaatgut mindestens sechs Jahre keimfähig.
Die Samen werden etwa 1 cm tief ausgesät und anschließend gleichmäßig feucht gehalten. Ein Minigewächshaus oder eine Abdeckhaube sorgt in den ersten Tagen für ein ausgeglichenes Mikroklima. Ideal ist eine Keimtemperatur von 20 bis 24 °C, dann zeigen sich die Keimblättchen meist schon nach 6 bis 10 Tagen. Nach der Keimung mögen die Pflänzchen es deutlich kühler, etwa bei 15 °C, damit sie kompakt und kräftig wachsen.


Sobald sich nach etwa zwei bis drei Wochen die ersten echten Laubblätter zeigen, ist es Zeit zum Pikieren. Dabei werden die Tomatenpflänzchen in einzelne, größere Töpfe (mit einem Durchmesser von mindestens 10 Zentimetern) umgesetzt.
Setzen Sie die Jungpflanzen dabei ruhig deutlich tiefer ein als zuvor: Am Stängel bilden sich zusätzliche Wurzeln, was die Standfestigkeit erhöht und die Wasser- sowie Nährstoffaufnahme verbessert. Kurz vor dem späteren Auspflanzen ins Freiland darf das Gießen etwas reduziert werden. Dieser kleine „Trockenimpuls“ hilft den Pflanzen, ein kräftiges Wurzelsystem zu entwickeln und sich im Beet schneller einzuleben.
Tipp: Die künftigen Tomatenplätze im Garten können schon jetzt sinnvoll genutzt werden – zum Beispiel mit einer frühen Vorkultur aus Radieschen oder Salat. Mehr dazu im nächsten Artikel!

Die Stabtomate Pantelli gehört zu den Lagertomaten: die roten „zipfeligen“ Tomaten werden an den Rispen geerntet und an einem kühlen, luftigen Ort aufgehängt. Über Wochen bis Monate haltbar, eignen sich die Früchte ideal als halbgetrocknete Tomaten für die Küche. Beim Kochen oder Schmoren entfalten sie ein fruchtig-würziges Aroma.


Sobald der Boden im Februar/März frostfrei ist und ausreichend abgetrocknet ist, können die ersten robusten Gemüsekulturen direkt ins Freiland gesät werden. Viele dieser Arten sind erstaunlich kälteverträglich und nutzen milde Tage für ein langsames, aber stetiges Wachstum, ohne dabei Schaden zu nehmen. Gerade diese frühe Entwicklung sorgt oft für einen deutlichen Erntevorsprung.
Für den Erfolg der frühen Aussaat ist weniger die Temperatur wichtig, als die Bodenbeschaffenheit: In zu nasser Erde faulen Samen deutlich schneller, als dass sie durch Frost geschädigt würden. Ein lockerer, gut durchlässiger Boden ohne Staunässe ist daher entscheidend für den Erfolg.
Ein Frostschutzvlies kann in der frühen Phase sehr hilfreich sein, da es das Beet vor kaltem Wind, Starkregen und starken Temperaturschwankungen schützt. Unter dem Vlies entsteht ein ausgeglicheneres Kleinklima, das die Erde länger feucht hält und jungen Keimlingen einen ruhigeren Start ermöglicht.

• Dicke Bohne: Diese Bohne wird auch Puffbohne oder Saubohne genannt. Sie ist anspruchslos und gedeiht auf den meisten Böden. Die Dicke Bohne, ist traditionell das erste Gemüse, dass im Garten gesät wird. Sobald der Boden frostfrei ist, kann sie je nach Witterung und Standort schon im Februar gesät werden. Eine frühe Aussaat beugt dem Befall mit Blattläusen vor, die sonst gerne im Frühsommer über die Pflanzen herfallen. Im Juni können die Bohnen dann geerntet werden bevor die Schoten ganz ausreifen und die Bohnen hart werden.
• Möhre: Ab März sind dann die Möhren an der Reihe. Auch sie gehören zu den Klassikern der frühen Direktsaat. Besonders gut eignen sich hierfür schnell wachsende Sorten, die jeden milden Tag für sich nutzen und uns mit Glück schon ab Ende Mai mit knackigen, süßen Wurzeln erfreuen.
Sortentipp: Milan oder die besonders kälteunempfindliche Amsterdam 2, die mancherorts schon im Februar gesät werden kann.
• Spinat: Streuen Sie gemeinsam mit den vergleichsweise langsam keimenden Möhrensamen etwas Spinat-Saatgut in die Saatrille. Der Spinat markiert die Reihe und erleichtert so das Hacken der Möhren. Spinat darf ab März im Freiland gesät werden. Bei einer frühen Aussaat ist die Schossgefahr sehr gering.
Verdil und Thorin sind z.B. feine, schnellwachsende Sorten. Bei Spinat lohnt sich alle ein bis zwei Wochen eine Nachsaat, so lässt sich das leckere Gemüse über einen langen Zeitraum frisch aus dem Garten ernten.

• Zwiebel: Da Zwiebeln eine lange Kulturdauer haben, dürfen sie nicht zu spät ausgesät werden. Bei einer frühen Aussaat im März kann etwa ab August geerntet werden. Verwendet man Steckzwiebeln statt Zwiebelsamen, sind die Zwiebeln etwa vier Wochen früher erntereif.
Zwiebel• Lauchzwiebel: Wer besonders früh eigenes Zwiebelgemüse in der Küche haben möchte, sollte ab März unbedingt Lauchzwiebeln aussähen. Nicht umsonst wird diese leckere Würzgemüse auch Frühlingszwiebel genannt.
Lauchzwiebel• Kresse: Nicht nur auf der Fensterbank eine unkomplizierte, rasch wachsende und scharfe Bereicherung für Salat und Butterbrot. Ab Mitte März darf die Kresse im Freiland gesät werden.
Kresse
• Guter Heinrich: Einmal gesät ist dieses in Vergessenheit geratene Gemüse mehrjährig. Er ist vielseitig anwendbar: die jungen Blätter wie Spinat, die Triebe wie Spargel und die Knospen wie Broccoli! Guter Heinrich lässt sich ab Anfang März im Freiland anbauen.
Guter Heinrich• Gertenmelde: Ebenfalls ab März zu sähen, bildet die Melde schnell viel Blattmasse und kann roh oder gekocht wie Spinat gegessen werden.
Melde• Asia-Salat: Die zu den Kohlgewächsen zählenden Asia-Salate mit vielfältigen Blattformen und -farben und leicht scharfem, würzigem Geschmack lassen sich von März bis September im Freiland sähen. Auch für den Balkon eine super Möglichkeit. Die Blätter können auch klein als Baby-Leaf-Salat geerntet werden.
Asia-Salat• Salat: Auch Salate lassen sich bereits besonders früh unter Glas oder Folie anbauen. Für den Freilandanbau ab März empfehlen wir die Kopfsalate Murielle oder Maikönig (zur namensgebenden Ernte im Mai), Pflücksalat Lollo Rossa oder den Romanasalat Valmaine.
Salat
• Pastinake: Das leckere Wurzelgemüse, das vom feuchten Boden im Frühling profitiert verträgt ähnlich wie die Möhre frühe Aussaaten ab März. Die Samen brauchen bis zu drei Wochen zum Keimen und sind nur ein Jahr keimfähig. Pastinaken wachsen langsam und stetig.
Pastinake• Wurzelpetersilie: Optisch ist sie der Pastinake sehr ähnlich, geschmacklich spielt die Petersilienwurzel jedoch in einer anderen Liga. Sie ist der Clou in vielen Gemüsegerichten oder Suppen, und darf bereits im März im Garten gesät werden.
Wurzelpetersilie• Kohlrabi: Einige Kohlrabisorten können schon sehr früh gesät werden. Wer ein Frühbeet, ein Gewächshaus oder einen kleinen Pflanztunnel besitzt, kann mit der Aussaat von Kohlrabi bereits im Januar beginnen. Die Sorte Lanro kann ab Anfang März im Freiland angebaut werden, Superschmelz folgt dann ab Mitte März.
KohlrabiRadieschen sind besonders unkompliziert: Sie sind kältetolerant, wachsen zuverlässig und lassen sich bereits nach etwa 20 bis 30 Tagen ernten. Gerade deshalb eignen sie sich hervorragend als motivierender Einstieg ins Gartenjahr, auch gemeinsam mit Kindern.
Die Aussaat erfolgt ab Anfang März in Reihen mit einem Abstand von etwa 10 bis 20 Zentimetern, innerhalb der Reihe genügen vier bis sechs Zentimeter. Da Radieschen nur eine Bodentiefe von rund 15 Zentimetern benötigen, gedeihen sie ebenso gut im Beet wie im Balkonkasten. Wer vom Frühjahr bis in den Sommer hinein etwa alle zwei Wochen nachsät, kann sich über eine kontinuierliche Ernte knackig-würziger Wurzeln freuen.
Als Schwachzehrer kommen Radieschen ohne zusätzliche Düngung aus. Entscheidend ist hingegen eine gleichmäßige Wasserversorgung, denn Trockenstress fördert übermäßige Schärfe. Dank ihrer kurzen Kulturzeit lassen sich Radieschen außerdem ideal als „Lückenfüller“ anbauen: vor, nach oder zwischen anderen Kulturen.
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Eine Baumscheibe ist ein runder Bereich um den Stamm eines Baumes. Ihr klar definierter Job: dem Baum die besten Bedingungen zu verschaffen. Hier bündeln sich die Arbeiten rund um den Boden – Kompost ausbringen, gießen, mulchen. Damit das klappt, sollte die Baumscheibe möglichst frei von Bewuchs bleiben. Vor allem junge Bäume profitieren, weil ihr Wurzelsystem noch nicht weit reicht und Gräser sowie andere Beikräuter Wasser und Nährstoffe abfangen, bevor sie die Baumwurzeln erreichen.
Bei älteren Obstbäumen verschiebt sich der Schwerpunkt nach außen: Die Feinwurzeln, die Wasser und Nährstoffe aufnehmen, sitzen häufig stärker im Bereich der Kronentraufe. Trotzdem bleibt eine gepflegte Zone am Stamm sinnvoll. Sie hält den Stammfuß trocken und übersichtlich und macht Kontrollgänge leichter. Außerdem sinkt das Risiko für Rindenschäden, weil man bei der Rasenpflege nicht bis an den Stamm heran muss.
Als grober Richtwert gilt: Bei jungen Bäumen ist eine freie Zone von 60 bis 100 Zentimetern Durchmesser ein guter Start, später darf sie mitwachsen.
Am Ende des Winters und zu Beginn des Frühjahrs, sobald der Boden oberflächlich abzutrocknen beginnt, ist Zeit für einen kurzen Rundumputz an der Baumscheibe. Vor dem Austrieb sieht man gut, wo Gräser und andere Beikräuter wieder auf dem Vormarsch sind und wie es um den Mulch steht. Mal ist von dem Material kaum noch etwas übrig, mal liegt es stellenweise sehr dicht.
Auf der Baumscheibe kommt es eher auf Fingerspitzengefühl als auf Muskelkraft an. Gräser und Beikräuter werden vorsichtig gezogen, notfalls hilft ein Unkrautstecher. Hacken und tiefes Lockern sollten vermieden werden, weil viele Baumwurzeln dicht unter der Oberfläche liegen.


Ist die Baumscheibe frei, kann der Baum versorgt werden. Eine dünne Schicht gut verrotteter Kompost verbessert die Bodenstruktur und liefert Nährstoffe nach und nach. Alternativ oder ergänzend eignet sich ein organischer Dünger, der seine Wirkung ebenfalls langsam entfaltet. Beides wird auf der Oberfläche verteilt und höchstens leicht eingeharkt. Den Rest übernimmt das Bodenleben.
Bevor neuer Mulch auf die Baumscheibe kommt, wird die alte Schicht kurz zur Seite geschoben. Dann lässt sich mit den Händen ertasten, ob der Boden rund um den Stamm noch geschlossen ist oder ob Wühlmäuse am Werk waren und ihre Gänge angelegt haben. Sind Hohlräume vorhanden, wird vorsichtig Erde nachgefüllt und wieder angedrückt, damit die Wurzeln wieder Bodenkontakt bekommen.
Mulch hält Beikräuter in Schach, bremst die Verdunstung, schützt die Oberfläche vor Verschlämmung und setzt zudem beim Abbau Nährstoffe frei. Geeignet sind lockere Materialien wie angetrockneter Rasenschnitt, fein gehäckseltes Schnittgut oder Rindenhumus. Rasenschnitt besser mehrmals dünn als einmal dick auftragen, weil sonst schnell eine faulig-matschige Masse entsteht. Bei sehr holzigem Mulchmaterial kann Kompost oder Hornspäne darunter sinnvoll sein, damit der Baum gut versorgt bleibt, auch wenn beim Abbau der holzigen Materialien an der Oberfläche vorübergehend Nährstoffe gebunden werden. Der Stammfuß des Baumes bleibt frei. Ein kleiner Ring ohne Mulch rund um den Stamm verhindert, dass die Rinde dauerhaft feucht bleibt.
Neben organischen Materialien aus dem Garten eignen sich auch Baumscheibenabdeckungen aus Kokosfasern oder Mulchplatten aus einer Holzfaser-Mischung, um die Baumscheibe frei und geschützt zu halten.
Tipp: Sind Wühlmäuse im Garten aktiv, sollte die Mulchschicht dünner ausfallen und der Boden regelmäßig kontrolliert werden.



Für die folgenden Saatgut- und Pflanzenmärkte planen wir eine Teilnahme. Bitte informieren Sie sich auf den Webseiten der Marktbetreiber über kurzfristige Änderungen und Auflagen die für den Besuch der jeweiligen Veranstaltung gelten.
7.2. Bamberger Saatgutfestival SAMENPUNK
Gastronomie Vereinshain, Galgenfuhr 30
8.2. Saatgutfest Fichtelgebirge
Gerätemuseum Arzberg, Wunsiedler Str. 12-14
14.2. Saatgutfest Nürnberg
Kulturwerkstatt auf AEG, Fürther Str. 244d
15.2. Saatgutfest Neumarkt-Pölling
Alte Schule in Pölling, St.-Martin-Straße 9
13. – 15.2. Gartenträume Magdeburg
Messegelände Elbauenpark, Tessenowstr. 9a
27.2 – 1.3. Gartenträume Halle
Messegelände, Messestr. 10
28.2. Saatgutfest Köln
Volkshochschule, Cäcilienstr. 35

WARM:
GESCHÜTZT:
FREILAND:

