Ein Gewächshaus, Folientunnel oder Frühbeetkasten schützt vor Kälte, Wind und Starkregen und bietet wärmeliebenden Pflanzen wie Tomaten, Gurken und Paprika ideale Wachstumsbedingungen. Viele zur Schärfe oder Bitterkeit neigende Gemüsearten wie Rucola, Radies und Endivie sind, im Gewächshaus gezogen, milder.

Im überdachten Raum entsteht durch fehlende Niederschläge und die einseitige Nutzung manchmal ein mangelhafter Boden, der mit jährlicher Aufdüngung dazu gebracht wird, die Pflanzen zu ernähren. Das Bodenleben wird dabei kaum gepflegt. Dadurch können die Pflanzen hier anfälliger werden für Krankheiten und Schädlinge.

Wer im Gewächshaus für einen gesunden und lebendigen Bioboden sorgen will, sollte auch hier auf Unterpflanzung und Mulch setzen: Ringelblume und Tagetes stärken bei vielen Gemüsepflanzen die Wurzelgesundheit, und einige Flecken Phacelia ziehen Bienen zur Bestäubung an. Als Mulchmaterial eignet sich am besten frisch geschnittenes Gras, Klee oder anderes Grüngut. Es bringt viel Feuchtigkeit mit und hat durch seinen Nährstoffgehalt eine gute Düngewirkung. Die hohen Temperaturen im Gewächshaus können aber nur dann zu einer guten Humusbildung führen, wenn Sie für eine ausreichende Befeuchtung sorgen. Feuchten Sie den Mulch regelmäßig mit einer Gießkanne oder dem Gießstab an. Erneuern Sie die Mulchschicht, wo sie zu dünn wird. Durch die gute Versorgung mit Rohmaterial werden sich bald Regenwürmer und zahlreiche andere Kleinlebewesen in Ihrem Gewächshausboden wohl fühlen und Ihre Pflanzen bei einem üppigen und gesunden Wachstum unterstützen.