Sie heißen Solist, Rosara und Annabelle, benötigen zur Reifung nur etwa 100 Tage und schmecken köstlich. Diese Sorten pflanzen Landwirte, wenn es das Wetter erlaubt, meist schon im März. Frühkartoffeln bzw. neue Kartoffeln aus deutscher Herkunft sind im Handel etwa ab Juni erhältlich. Frühkartoffeln sind sehr aromatisch und relativ teuer, deshalb lohnt es sich, zumindest eine kleine Fläche des eigenen Gartens mit Frühkartoffeln zu bepflanzen.

Wir empfehlen für alle Kartoffelpflanzungen das Vorkeimen, denn auf diese Weise kann man Kartoffeln noch weiter verfrühen: Zum Vorkeimen lagert man die Pflanzkartoffeln zunächst ein bis zwei Tage im warmen Wohnraum, um die Keimruhe zu beenden und ihnen zu signalisieren, dass der Frühling jetzt kommt. Dann verteilt man sie in flachen Kisten oder Eierkartons und stellt sie an einen hellen und mäßig warmen Ort, wo sich bald die ersten Keime zeigen. Nach etwa drei Wochen kann man die Frühkartoffeln in ein tief gelockertes und gut mit Nährstoffen versorgtes Beet pflanzen. Der Pflanzabstand sollte mindestens 60 x 30 cm betragen. Am besten setzt man sie in flache Dämme, auf denen sich die Erde schnell erwärmt. Grundsätzlich ist eine Pflanzung von Kartoffeln erst bei mindestens 9 °C Bodentemperatur sinnvoll. Wer noch weiter verfrühen möchte, kann unsere Kartoffel-Anzuchtbeutel ausprobieren: Hier hinein legt man die (vorgekeimte) Knolle in ein wenig Anzuchterde. Die Pflanze entwickelt sich nun im geschützten Raum ähnlich einer Gemüsejungpflanze rasch weiter und kann später, nach ausreichender Abhärtung, mitsamt dem Beutel ins Beet oder in einen großen Topf gesetzt werden. Dadurch werden diese Frühkartoffeln noch schneller erntereif und liefern die allerersten, herrlich duftenden Pellkartoffeln.

Kartoffelblätter und -triebe sind frostempfindlich und sollten etwa bis Ende April mit Folien, Vliesen oder Netzen geschützt werden. Für alle mittelfrühen Kartoffelsorten und für rauere Gegenden empfehlen wir das Vorkeimen ab Ende März und die Pflanzung Mitte/Ende April.