ERNTEN, ERNTEN, ERNTEN – UND RETTEN!

Selbst wenn Sie nur wenig angebaut haben – ein paar Chilis im Topf, eine Reihe Basilikum im Balkonkasten oder zwei Tomaten im kleinen Beet: Ernten Sie, was Sie können! Jedes Nahrungsmittel aus Ihrem Garten ist voller wertvoller Inhaltsstoffe, ohne Gift gewachsen und hat wohl den kleinstmöglichen CO₂-Fußabdruck. Genießen Sie Ihre Ernte frisch. Haben Sie zu viel des Guten, dann laden Sie jemanden zum Essen ein. Kochen Sie Passata und trocknen Sie Kräuter oder stellen Sie Pesto her. Zucchini lassen sich, in Scheiben geschnitten, in Gläsern einkochen. Bohnen können Sie ausreifen lassen und trocken lagern. Kohl ist in Form von Sauerkraut monatelang haltbar und besonders gesund. Zwiebeln und Knoblauch lassen sich, am welken Laub zu Zöpfen gebunden, hängend trocknen und lagern. Hauswirtschaft kann großen Spaß machen, wenn man sie sich schön gestaltet und stolz darauf ist.


Alles, was so gut wie erntereif ist, sollten Sie nicht mehr düngen, sondern nur noch unkrautfrei halten. Bereits angesetzte Brennnesseljauche darf jetzt nur noch auf Gehölze gegossen werden sowie auf späten Porree, Winterkürbisse und Tomaten, die bis in den Herbst auf dem Beet bleiben werden.
Verteidigen Sie Ihre Ernte vor allzu vielen Mundräubern: Späte Himbeeren, frühe Trauben und reifende Aronien schmecken den Vögeln sehr gut und brauchen vielleicht einen Schutz durch ein Vogelschutznetz. Kohlköpfe sollten Sie bei starkem Raupenbefall einmal gründlich absammeln und dann mit einem Insektenschutznetz abdecken. Wo alles nichts hilft, könnten Sie mit Raupenfrei Xentari spritzen, aber absammeln ist immer besser für Ihren Garten.

Gemähte Beetränder, grasfreie Wege und ausreichende Pflanzabstände nehmen den Schnecken die Deckung. Barrieremethoden wie Schneckenzaun und Schneckenkragen legen ihnen schier unüberwindliche Hindernisse in den Weg.

Hacken und lockern Sie die Beetränder besonders um das Wurzelgemüse und die Kartoffeln herum. So machen Sie Wühlmäusen das Leben schwer. Auch auf den Baumscheiben junger Obstbäume und unter dem Beerenobst sollten Sie immer mal vorsichtig in der Erde stochern oder mit den Fingern nach Gängen fühlen. Zerstechen Sie die Gänge mit einer dünnen Metallstange oder Grabegabel und fluten Sie den gesamten Bereich mit viel Wasser, so fasst Ihr Gehölz, Ihre Möhrenreihe oder Ihre Rote Bete nach Wühlmausbefall schnell wieder Fuß.