PFLEGEARBEITEN IM JUNI

Im Juni möchten möglichst alle vorgezogenen Pflanzen ihren Platz im Beet bekommen: Setzen Sie Porree möglichst tief in ein gut mit reifem Kompost versorgtes Beet. Drei Reihen passen auf 1,20 m Beetbreite. Optimal ist, in einen vorgezogenen Graben zu pflanzen und diesen mit der Zeit zuzuschütten. Später häufelt man die Pflanzen an, damit sie lange weiße Schäfte bekommen. Grünkohl und Rosenkohl setzt man in bestens gedüngte Beete und gönnt ihnen einen großen Pflanzabstand von mindestens 40 mal 40 cm. Kohl profitiert davon, wenn er recht tief und fest in die Erde gepflanzt wird. Lassen Sie als Hausapotheke einige Ringelblumen beim Kohl wachsen. Der nahrhafte Kohl hat übrigens viele Liebhaber und ist mancherorts durch Schnecken und Raupen gefährdet.

Pflanzen Sie jetzt auch Ihre jungen Salate und Kohlrabi in entstehende Lücken. Sommerblumen, die zu dicht stehen, kann man noch umsetzen und dadurch kleine schöne Ecken oder bunt aufgelockerte Gemüsebeete gestalten.

Achtung: Wählen Sie an warmen Tagen den Abend zum Verpflanzen. Noch günstiger ist natürlich ein Regentag. Guter Bodenschluss durch festes Andrücken und Angießen und gegebenenfalls etwas Mulch machen es den Pflänzchen leicht, Fuß zu fassen.

Blicken Sie noch einmal kritisch über Ihr Wurzelgemüse: Sosehr man sich freut, wenn alles gut keimt: Rote Bete, Mairüben, Pastinaken und Möhren werden nur schön groß, wenn sie genug Platz haben. Vielleicht lassen sich junge, ausgezupfte Pflänzchen von Roter Bete und Mairüben im Salat verarbeiten, und die eine oder andere Minimöhre liefert einen süßen Vorgeschmack auf den Sommer.

Denken Sie jetzt, wo manche Pflanzen den Schnecken davongewachsen sind, ans Mulchen. Gelockerter feuchter Boden hält sich länger schön und frisch, wenn er mit einer hauchdünnen Schicht Grasschnitt oder Stroh bedeckt ist. Erdbeeren bleiben bei Regen sauber und trocknen schneller ab, wenn die Früchte auf sauberem Stroh hängen. Bei den Johannisbeeren erleichtert man sich die Ernte durch Auflage von Jutestoff oder Heu, so dass kein Unterwuchs wie Gras oder Brennnesseln durch die beerenbehangenen Zweige ragt. Bei Himbeeren hilft der Mulch, die verbreitete Rutenkrankheit zu verhindern, und auch Heidelbeeren, Josta- und Stachelbeeren freuen sich über bedeckte Füße.

Bald können Sie Ihre ersten Frühkartoffeln zum Frischverzehr ernten. Sorgen Sie dafür, dass die Kartoffelpflanzen immer gut gehäufelt sind, damit keine Knollen am Licht liegen. Über längere Zeit lagerfähig sind übrigens nur Kartoffeln, deren Laub abgestorben ist.

Vom Häufeln profitieren im Sommer viele Gemüse: Möhren bekommen weniger grüne Kragen, Kohl wird am Wurzelhals vor der Kohlfliege geschützt, und gehäufelte Zwiebeln werden größer als andere. Generell sind angehäufelte Pflanzen standfester und trocknen weniger aus, so auch Bohnen und Erbsen. Abzuraten ist vom Häufeln nur bei Salaten, da diese sonst leichter faulen, und bei Pflanzen, die sich durch Neutriebe aus dem Boden verjüngen, wie z. B. Kräuterstauden.