SCHÜTZEN UND PFLEGEN

Mit den wärmeren Tagen tauchen wieder unzählige kleine Krabbel- und Kriechtiere auf, die großen Appetit auf frisches Gemüse und Obst haben. Eines der schlimmsten Probleme sind in manchen Gegenden die Schnecken: Besonders wo feuchte und schattige Ränder und Wiesen an den Garten angrenzen, verschwinden manche Reihen von Gemüsejungpflanzen plötzlich über Nacht. Am wichtigsten sind die tägliche Kontrolle und das Absammeln, z. B. mit einer Schneckenzange. Große Wirksamkeit zeigen Barrieren wie Schneckenzaun und Schneckenkragen. Abwehrstreifen aus Kupfer oder Wolle bieten einen begrenzten Schutz, da die Tiere die Berührung mit diesen Stoffen meiden. Halten Sie die Erde um Ihre empfindlichsten Pflanzen eher glatt und kahl, da sie dann schnell abtrocknet und wenig Unterschlupf bietet. Mähen Sie das Gras um die Beetränder kurz. Als Hausmittel können dicke Streifen von trockenem Sägemehl oder Asche zur Absperrung ausgestreut werden. Dieses Material bleibt an den Schnecken kleben, was ihnen sehr unangenehm ist.

In der Erde finden sich beim Graben häufig feste, weiße Würmer, die sich beim Aufdecken stark hin und her ringeln. Hier handelt es sich um Drahtwürmer, die sich später bräunlich färben. Sie verursachen große Schäden an Salat und Kartoffeln. Durchsuchen Sie kleinere Beete, wenn möglich, noch einmal, bevor Sie gefährdete Kulturen setzen. Auch Hühner bewerkstelligen diese Aufgabe gern. Man sollte gefährdete Flächen öfter hacken. Als Köder können halbe Kartoffeln ausgelegt und regelmäßig kontrolliert werden. Einzelne trotz ausreichender Bewässerung welkende Salatpflänzchen muss man sofort herausziehen. So kann man den Drahtwurm meist noch fangen.

Haben Sie letztes Jahr unangenehme Erfahrungen mit Fraßgängen und Maden in Möhren und Lauch gemacht? Dann sollten Sie diese Kulturen dieses Jahr frühzeitig mit Insektenschutznetz oder einer Gaze aus Baumwolle abdecken. Es sieht aus wie eine Tüllgardine – nicht ganz so hübsch im Garten, aber sehr effektiv. Packen Sie die Pflanzen lückenlos und ohne Schlupfloch in die Netze ein und befestigen Sie sie seitlich mit Erde, Steinen oder Metallheringen. Die Netze hindern fliegende Schadinsekten an der Eiablage. Auch gegen die an Kohl so lästigen weißen Fliegen bieten die Netze einen wirksamen Schutz.

Ab Mai sind die ersten Kartoffelkäfer unterwegs. So hübsch diese glänzenden, gestreiften Käferchen auch sind: Man sollte sie jetzt absammeln, damit sie erst gar nicht ihre unzähligen gelben Eier legen können. Für Nachtschattengewächse wie Kartoffeln und Auberginen können diese Käfer eine ernsthafte Gefahr werden und ganze Beete in einigen Tagen kahl fressen. Eine der wenigen Möglichkeiten außer Netzen, um im Biogarten ums Absammeln herumzukommen, besteht im Stäuben von Urgesteinsmehl. Die Käfer sitzen allerdings häufig geschützt unter den Blättern und entgehen dort dieser für sie kratzigen Substanz.

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(3,45 EUR/ kg)
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(2,36 EUR/ m²)
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(0,96 EUR/ m²)
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