Gehen Sie im Oktober einmal alle Gartenwege entlang: Was steht hier noch, und macht es noch Sinn? Das alte Erbsengerüst kann ebenso abgebaut werden wie die Stangen der Freilandtomaten. Sie machen sich selber eine Freude, wenn Sie die Dinge gut sortiert verstauen. Abgeerntete Beete sollen nie lange „blank“ liegen. Entfernen Sie zunächst alle Wurzelunkräuter, besonders Quecke, größere Grasbüschel und Brennnesselwurzeln. Man wundert sich sonst, wie schnell auch über Winter ein Beet zum grünen Dschungel wird. Eine Ausnahme bildet hier der Löwenzahn: Wo es tolerierbar ist, ihn stehen zu lassen, da holt diese Heilpflanze Nährstoffe aus tiefen, verhärteten Bodenschichten herauf und bietet uns im Frühling die ersten schmackhaften und gesunden grünen Blätter für den Wildkräutersalat. Sind die Beete durchgejätet, so bekommen sie eine Schicht reifen oder rohen Kompost oder auch Mist, und darauf eine schützende Decke aus Stroh, Laub oder Grünabfällen. Gründüngungspflanzen, deren Aussaat jetzt noch Sinn macht, sind Wintereiweißerbse und Wintergetreide. Wo noch Porree, Grünkohl, Rosenkohl oder andere Blattgemüse wie z.B. Feldsalat stehen, dürfen auch diese Beete noch einmal gehackt und gejätet werden. So kommt Sauerstoff in den Boden, der in milden Oktobertagen Nährstoffe für den „letzten Schliff“ verfügbar macht. Sollte Ihr Feldsalat oder Spinat schlecht da stehen und seine älteren Blätter sich gelb färben, so dürfen Sie ihn, solange das Wetter mild ist, einmal ganz schwach flüssig düngen. Hierfür eignen sich stark verdünnte Brennnesseljauche, in Wasser eingerührter reifer Kompost und handelsüblicher Flüssigdünger. Natürlich dürfen ausreichend großer Feldsalat und Spinat jetzt auch schon geerntet werden – ein Genuss beispielsweise mit rohen Zwiebeln, Balsamessig und Schafskäse.