IN KLEINEN SCHRITTEN DURCHS GEMÜSEBEET

Säen Sie noch einmal Kopfsalat, Eissalat oder den knackigen, süßen Romanasalat aus. Zur besseren Übersicht und Pflege dient eine Anzucht im kühlen Haus. Vielleicht bietet Ihr Keller die optimale Keimtemperatur von etwa 15 Grad, denn Salat keimt bei über 20 Grad schlecht. Bei Direktsaaten im Beet kann man die nötige Kühlung durch Gießen mit kaltem Wasser am Abend erreichen.

In Anzuchtschalen ausgesäte Pflänzchen werden später in Quickpotplatten in Universalerde pikiert und gedeihen im Freien schneckensicher auf der Terrasse oder auf dem Gartentisch, bis in den Beeten Lücken für sie frei werden. Übrigens kann man solche Jungpflanzen, die noch im Topf oder Quickpot stehen und sichtbar anfangen zu hungern, wunderbar mit verdünnter Brennnessel- oder Kompostjauche düngen. Man sieht sie in den folgenden Tagen förmlich wachsen und erhält schnell große und kräftige Jungpflanzen.

Im Juli ist der Porree dankbar für eine Pflegedüngung: Wo er als Schutz vor der Lauchmotte und Zwiebelfliege unter Netz angebaut wird, entfernen Sie dieses erst unmittelbar vor der Bearbeitung. Größeres Unkraut wird gejätet und kompostiert. Jetzt bietet sich ein Guss mit verdünnter Brennnesseljauche an. Danach sollte die Erde gehackt werden. Häufeln Sie dabei die Pflanzen noch einmal an. Nun kann der Porree sich, wieder unter Netz, optimal weiterentwickeln. Sommerlauch lässt sich ab Ende August ernten. Genießen Sie ihn, sobald er groß ist, denn er verkraftet den Herbst nicht so gut. Die „bläulicher“ gefärbten Herbst- und Winterporreesorten können Sie meist bis November/Dezember im Garten lassen.

Wie geht es Ihren Tomaten? Bei guter Wasser- und Nährstoffversorgung müssten schon reichlich Früchte daran hängen, die mit Sonne und Wärme bald ihre Farbe ändern werden. Denken Sie daran, die Pflanze weiterhin auszugeizen. Wo Tomatenpflanzen in voller, tiefgrüner Pracht dastehen, aber kaum Blüten und Früchte ansetzen, könnte eine Überdüngung die Ursache sein. Lassen Sie bei diesen Pflanzen die Geiztriebe groß werden, bevor Sie sie kappen, damit Nährstoffe verbraucht werden. Wässern Sie häufig und durchdringend, um die Düngerkonzentration im Boden zu verringern. Wo, eventuell schon an grünen Früchten, eine braune feste Fläche an der Basis der Frucht erscheint, kann man schnell mit in Gießwasser aufgelöstem Kalk helfen. Durch die ausreichende Kalkversorgung wird dieses Symptom, „Blütenendfäule“ genannt, für die nachfolgenden Früchte dieser Pflanze wieder behoben.