PFLANZENSCHUTZ IM JUNI

Als angepeilten Idealzustand im Biogarten wünschen wir uns nichts weniger als das Paradies: humusreichen, lebendigen Boden, eine Vielfalt von wilden und gezielt kultivierten Pflanzen voller Blüten und Früchte; Singvögel, Schmetterlinge und bunt schillernde Käfer. Das Ganze mit Teich, warmen Natursteinmauern, Wildhecken und freundlichen, biologisch wirtschaftenden Nachbarn: Da wollen wir hin! In so einem eingespielten Gleichgewicht hält sich der Schaden durch Krankheiten und Schädlinge meist in Grenzen … Dennoch möchten wir auch in unseren nicht ganz perfekten Gärten etwas ernten. Dafür müssen wir oft und wachsam alle Reihen und Ecken genau anschauen.

Wenn Sie an Ihren Kartoffeln die dekorativen braun-gelb gestreiften Käfer oder ihre gelben Eigelege entdecken, sollten Sie diese schnell absammeln. Eine Hilfe ist auch das Stäuben mit Gesteinsmehl. Stärken Sie Ihre Kartoffelpflanzen jetzt noch einmal mit Brennnesseljauche. Eine Spritzung mit Rainfarn bremst den Appetit der Käferlarven. Eine Reihe Lein neben dem Kartoffelbeet soll die Käfer abschrecken, und zudem blüht die alte Nutzpflanze Lein (Linum usitatissimum) sehr schön.

Hygiene hilft: An Erdbeerpflanzen vertrocknete Einzelfrüchte knipst man am Stängel ab. Sie sind vermutlich vom Erdbeerblütenstecher befallen, der sich übers Jahr im alten Mulch aufhält. Deshalb soll man das Erdbeerstroh jährlich austauschen. Himbeerkäfer können Sie jetzt von den Blüten in einen Eimer schütteln, bevor sie Eier legen, die später zu weißen Himbeermaden werden. Schneiden Sie Gespinste von Motten aus jungen Bäumen. Deformierte und verfärbte Blätter an Johannisbeeren, Pfirsichen und Birnbäumen schneiden Sie ebenfalls ab. Raupen an Kohlköpfen oder Rettichen können großen Schaden anrichten und sollten schnell abgesammelt werden. Vielleicht freuen sich ja Hühner oder andere Vögel darüber.

Netze halten alles ab, was fliegt: Möhren-, Lauch- und Kohlfliege sowie die Weiße Fliege, die Grünkohl so unansehnlich macht, haben hier keine Chance. Netze sind oft aus Kunststoff und sehen nicht gut aus, halten aber viele Jahre. Baumwollgaze ist empfindlicher und saugt Wasser auf, ist dafür aber vollständig biologisch abbaubar.

Allen Pilzkrankheiten beugen Schachtelhalmspritzungen vor. Schachtelhalm festigt das Gewebe der Pflanzen durch die enthaltene Kieselsäure. Die Anwendung von Schachtelhalmextrakt sollte bei trockenem Wetter erfolgen und idealerweise von einer zusätzlichen Flüssigdüngung auf den Boden, z. B. mit Brennnesseljauche, begleitet sein. Pflanzen nehmen stark verdünnte Jauche auch übers Blatt auf. So kann man beispielsweise stark ausgeschnittene Gehölze schnell wieder hochpäppeln. Übers Blatt wirken ebenfalls flüssige Algenpräparate. Bei Apfelbäumen kann solch eine Vitaldusche sogar die Stippe, die sich durch kleine braune Punkte im Fruchtfleisch äußert, verhindern.

Ein Wort noch zu den Blattläusen: Meist zeigt das Auftreten von Läusen eine Stickstoffüberdüngung an. Läuse werden von so vielen Tieren verspeist, dass man sie meistens gar nicht bekämpfen muss. Bei starkem und störendem Läusebefall kann man mit biologisch abbaubarem Spülmittel oder schwarzer Seife, in Wasser verdünnt, spritzen.

Schnecken sind und bleiben ein Problem. Es gibt mannigfaltige Barriere- und Bekämpfungsmethoden. Am wichtigsten sind häufige Kontrolle und vorübergehendes Ausräumen von feuchten, schattigen Versteckmöglichkeiten in der Nähe empfindlicher Pflanzen. Unter Brettern oder Rhabarberblättern, die man auf den Boden legt, verstecken sich Schnecken tagsüber gern, hier kann man sie gut einsammeln.

10,50 EUR / Stück

(5,25 EUR/ 100 g)
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6,90 EUR / Stück

(3,45 EUR/ kg)
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18,90 EUR / Stück

(0,96 EUR/ m²)
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