Der Biogarten im Mai


„Wünsche sind nie klug.
Das ist sogar das Beste an ihnen.“
(Charles Dickens)


Liebe Gärtner*innen,

Wünsche entstehen aus dem Bauch. Der freut sich, wenn er satt ist und gut mit Bratkartoffeln, Grillgemüse und frischen Gartenkräutern versorgt wird. Wünsche entstehen, wenn die Füße nach dem Winter Lust haben, barfuß auf einem sonnenwarmen Gartenweg zu gehen. Wünsche entstehen, wenn die Hände nach einem Schreibtischjob gerne in gute Erde fassen und junge Pflanzen einsetzen. Wir haben Glück: Unsere Wünsche als Biogärtner*innen sind freundlich. Wir schaffen nebenbei CO2-neutrale Lebensmittel, wertvolle Biotope und wunderschöne Gartenansichten. So sind unsere Wünsche sogar ein bisschen klug.
Genießen Sie den Mai!

Viel Spaß im Garten wünscht Ihr Team vom Hof Jeebel!

Biogarten im Mai
Beetplan für Mischkulturen


Salate für den Sommer

Die meisten unserer üblichen Salatsorten gehören botanisch zur Art Lactuca sativa. Diese ist genetisch so programmiert, dass sie im Langtag blüht. Das heißt, dass fast jeder Salat zwischen Ende März und Ende September, wenn es pro Tag mehr als 12 Stunden hell ist, den Drang verspürt, Knospen zu bilden. Da wir vom Salat die Blätter und ganzen Köpfe ohne Blüten ernten wollen und der Hang zu „schießen“ uns nicht willkommen ist, gibt es speziell gezüchtete Sommersorten, die möglichst lange im Stadium „Salatkopf“ verharren. Möglichst so lange, bis wir aus dem Sommerurlaub zurück sind oder die anderen Salate aufgegessen haben.

Im Sommer 2022 haben wir in unserem Schaugarten hier in Jeebel einen kleinen Versuch mit sieben eindeutig für den Sommeranbau empfohlenen Sorten gepflanzt.

Sommersalate

Hier unsere Beobachtungen:

Sorte

schießt wann in Blüte?

Sommersalate

Geschmack / Verzehr 

Sommersalate


Anbau und Ernte als Pflücksalat

Sommersalate

Anbau und Ernte als Kopfsalat

Sommersalate

Herkunft der Sorte

Sommersalate
Catalogna, grüner Eichblatt mittel bis spät sehr gut, auch noch in geschossenem Zustand; schön stabil und gesund; im Kühlschrank gut haltbar besonders gut und schnell erntefähig sehr gut Italien, alte Sorte
Diavoletta, roter Eichblatt spät bis sehr spät sehr knackig, aber schon von Anfang an leicht bitter gut, nicht ganz so schnell fertig sehr gut uns unbekannt
Maravilla de Verano, Bataviasalat zwischen Eis- und Kopfsalat sehr spät hervorragend süß-würzig mit ganz leichter Bitterkeit; sehr knackig gut sehr gut Spanien, alte Sorte
Laura, Bataviasalat, zwischen Eis- und Kopfsalat eher früh bis mittel mild bis leicht bitter, knackig empfindlicher als die anderen Sorten empfindlicher als die anderen Sorten seltene, alte Sorte, Vermehrung in der Schweiz
Catalogna Spezial, Blattzichorie (Cichorium intybus) sehr spät oder im Folgejahr sehr bitter, wie Löwenzahn, nicht roh und pur genießbar, gekocht aber feinbitter und würzig gut, aber langsam wachsend, sehr robust und gesund, laufende Ernte bis Herbst bildet keinen Kopf Italien
Merveille des Quatre saisons, roter Kopfsalat sehr spät zart mit gesunden, aber weichen, feinen Blättern, leicht bitter-aromatisch gut, langsamer wachsend gut, gesund, aber langsam Frankreich, alte Sorte
Pierre Benite, hellgrüner Batavia zwischen Kopf- und Eissalat sehr spät sehr fein, süß und knackig gut, langsamer wachsend, etwas empfindlich gut, langsam wachsend Frankreich


Sommersalate


Auswertung unseres Versuches Sommersalate: Der absolute Gewinner ist für uns Catalogna. Dieser Salat war zu jedem Zeitpunkt gesund, lecker und ohne Ausputzen ein perfektes Fotomodell. Aber auch Maravilla de Verano und Merveille des Quatre saisons haben alle Erwartungen, die man an einen Sommer- bzw. Ganzjahressalat haben kann, voll erfüllt. Es scheint bei der Suche nach sommerfestem Gemüse weiterhin eine gute Idee zu sein, in Südeuropa bewährte alte Sorten anzubauen.

Sommersalat Catalogna


Wiese nicht mähen


Leben auf der Wiese: Ein Mai, in dem man nicht mäht

Eine Möglichkeit, die Artenvielfalt in Ihrem Garten zu erhöhen, kann sofort umgesetzt werden: der sogenannte „No-mow-May“, also ein ganzer Monat, in dem wir dem Rasen die Möglichkeit geben, sich zu entfalten und alles aufblühen zu lassen, was in ihm schlummert.

Wiese nicht mähen


Wiese nicht mähen

 

Auf den meisten Flächen gibt es nicht nur Gräser. Vielleicht wächst hier der duftig hellblau blühende Ehrenpreis. Oder kleine Gänseblümchen freuen sich, ihre unzähligen Blütenblätter ans Licht zu recken und zu verraten: „Er liebt mich, er liebt mich nicht ...“ Auf nährstoffreichen, feuchten Wiesen könnte sich das helllila Wiesenschaumkraut wie eine helle Wolke entfalten, und auf den trockenen Sandböden wie bei uns in der Altmark blitzt fröhlich gelb das Habichtskraut.



An stark betretenen oder ehemals befahrenen Stellen wachsen vermutlich ganz von selbst verschiedene Wegerich-Arten, die bei Wildbienen wegen ihres Pollens sehr beliebt sind und auch als Wundheilungskraut, Hustentee oder Wildkraut dem Menschen nutzen. Auch der essbare und nützliche Löwenzahn und an stark verdichteten Stellen die bei Schmetterlingen beliebten Disteln besiedeln gerne sehr feste Böden.

Wenn Sie eine Rasenfläche mit kahlen Stellen unkompliziert ein wenig insektenfreundlicher gestalten möchten, lässt sich im Mai auch noch der trittfeste, niedrige Weißklee aussäen. Voraussetzung ist ein lehmig-sandiger, aber ausreichend feuchter Standort, eventuell mit etwas Baumschatten.

Wenn Sie Ihren Rasen im Mai ein wenig länger werden lassen, wird er nicht gleich aussehen wie eine bunte Blumenwiese. Dafür werden Pflanzen wachsen und blühen, die sehr gut zu genau diesem Standort passen. Wenn Sie sich etwas Zeit nehmen und auf den Knien oder an einem trockenen Frühlingstag auch flach auf dem Bauch in Ihre Maiwiese hineinschauen, werden Sie etliche Arten wunderschöner Miniaturblümchen und ihre emsig krabbelnden Besucher entdecken.

Natürlich können Sie für den mähfreien Mai auch einfach nur einen Teil Ihrer Rasenfläche wachsen lassen, dort, wo sie seltener betreten wird. Auf dem kurz gemähten Teil können Sie weiterhin Fußball spielen, grillen oder genüsslich in der Maisonne liegen.

Die nun lang gewordene Fläche mähen Sie dann erst im Juni. Freundlich für kleine Tiere ist es, wenn Sie erst nur die Hälfte der Fläche mähen und zwei Wochen später die andere, so gibt es immer einen ungestörten Zufluchtsort. Mit einer scharfen und gut eingestellten Sense oder einem Balkenmäher entsteht beim Mähen weniger kleinteiliger Mulch als mit dem Rasenmäher. Wenn Sie den langen Grasschnitt wie auf einer klassischen Heuwiese trocknen lassen, zusammenrechen und abtransportieren, dann haben die feinen, aus ihren Hüllen gefallenen Samen von Wildblumen die beste Chance, zu keimen. So wird Ihr im Mai nicht gemähtes Stück immer bunter und vielfältiger. Und Sie haben den ganzen Mai über Zeit für etwas anderes.

Futter für Ihre Pflanzen


Bodenverbesserer: Nicht wirklich Dünger, aber nützlich

Eine Reihe von Stoffen, mit denen wir unseren Gartenboden pflegen können, sind nicht wirklich Dünger. Bodenverbesserer enthalten meist nur wenige oder nur spezielle Nährstoffe. Diese Hilfsmittel reichen alleine nicht aus, um eine Pflanze zu ernähren. Sie leisten aber wertvolle Dienste und helfen uns sehr auf unserem Weg zu einem duftenden, weichen und fruchtbaren Gartenboden.

Bodenverbesserer

9,90 EUR / Stück

(5,66 EUR/ kg)

Urgesteinsmehl: Enthält auch Kalk, aber wirkt hauptsächlich durch seine Struktur bodenlockernd. Wir empfehlen es, um schwere Tonböden krümeliger und luftiger zu machen. Auf Sandböden bietet Urgesteinsmehl ein gutes Depot für Nährstoffe wie beispielsweise Magnesium. Nach der Fällung von Nadelbäumen hilft Urgesteinsmehl fast wie ein Zaubermittel, schnell wieder einen guten Boden für andere Pflanzen an der Stelle aufzubauen.

24,90 EUR / Stück

(1,66 EUR/ kg)

Bentonit: Ist ein besonders quellfähiger Ton. Es wird durch seine Feinheit beim Kontakt mit Wasser klebrig und bindet so Feuchtigkeit und Nährstoffe in der obersten Bodenschicht. Das kommt Sandböden zugute. Regenwürmer nehmen kleine Tonklümpchen auf und verbinden sie mit ihren Exkrementen zu sogenannten Ton-Humus-Komplexen, auch Wurmkompost genannt. Daher ist Bentonit auch ein besonders sinnvoller Zusatz zum Komposthaufen. Wer etwas Bentonit in die Anzuchterde mischt, bekommt stabilere Klötzchen aus der Erdballenpresse.

Humofix aus der Abtei Fulda: Dieses Pulver enthält getrocknete Heilpflanzen und Eichenrinde. Humofix wird 24 Stunden in Regenwasser angesetzt und verdünnt über den Kompost, in Blumentöpfe und an Obstbäume und Gemüse gegossen. Die Kräuterauszüge schaffen ein Milieu, in dem sich nützliche Bodenorganismen explosionsartig vermehren und nachgewiesenermaßen für eine schnellere Kompostierung und höhere Obsternten sorgen.

Wie Humofix wirkt auch der Kompost-Tee (Bio-Guss universal). Durch einen Aufguss kann man je eine Portion dieser Mischung aus Wurmkompost, Kräutern und Mikroorganismen in den Boden bringen und damit zu einer gesunden Vielfalt des Bodenlebens beitragen.

EM: Effektive Mikroorganismen wirken, indem sie eine große Vielfalt nützlicher Mikroorganismen in die Erde, in den Komposthaufen oder in den Bokashi-Topf (Hauskompost im Topf) einbringen. Die Effektiven Mikroorganismen setzen die im Abfall enthaltenen Nährstoffe sehr schnell um. So wird eine Geruchsbildung weitgehend vermieden. Die Besiedelung der Erde mit nützlichen Organismen verhindert außerdem die Vermehrung von Krankheitskeimen.

Jauchen und Brühen: Viele Heilpflanzen und Stärkungsmittel nützen nicht nur uns Menschen. Aus manchen Pflanzen und aus Algen lassen sich wertvolle flüssige Bodenverbesserer herstellen. 

Am bekanntesten ist wohl die Brennnesseljauche, die mit ihren mächtigen Inhaltsstoffen sogar Flüssigdünger ersetzt. Ebenso sorgt Brennnesseljauche für eine stärkere Regenwurmpopulation im Boden. Brennnesseljauche können Sie aus eigener Sammlung oder aus Brennnesselpellets herstellen. 

Schachtelhalmtee wirkt auf den Boden und über das Blatt pilzhemmend, indem er die Struktur der Pflanze mit Kieselsäure stärkt. Schachtelhalm verkaufen wir als Extrakt oder in Pelletform.

Algen wie der Knotentang (Ascophyllum nodosum) enthalten so viele Spurenelemente, dass man sie Menschen, Tieren und Pflanzen gibt, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Algen sind in vielen Produkten verarbeitet, wie zum Beispiel in Algan Wachstumshilfe oder Pflanzen- und Wurzelserum. Man kann die Algenmittel aber auch aus getrocknetem Seetang selbst herstellen.

8,90 EUR / Stück

(35,60 EUR/ l)

Homöopathische Mittel für Pflanzen: Wir sind auf diesem Gebiet keine Spezialisten, und es gibt hierzu ganze Bücher. Eine praktische Lösung für Leute, die Homöopathie anwenden wollen, aber nicht unbedingt durchdringen müssen, ist „die Lösung“, das sind homöopathische Bodenverbesserer für alle vier Jahreszeiten. Sie bestehen aus den Präparaten Hornmist, Hornkiesel, Humusferment und Verdelith und fördern unter anderem die Humusbildung.  

16,70 EUR / Stück

(11,13 EUR/ kg)

Mykorrhiza: Diese Zusatzstoffe enthalten nützliche pilzliche Mikroorganismen, die sich im Boden vermehren. Diese heißen zum Beispiel Rhizoglomus irregulare und Funneliformis mosseae. Solche Mykorrhiza-Pilze bilden eine Symbiose mit den Wurzeln der Pflanzen und vergrößern de facto deren Wurzeloberfläche. Dies führt zu einer besseren Versorgung mit Wasser und Nährstoffen, auch in Trockenzeiten.

Wichtig beim Einsatz von Bodenverbesserern ist ein gewisses Augenmaß: In einem sandigen Boden braucht man eher die Wasserhaltekraft, in einem schweren Boden die luftige Krümelstruktur, und ein lange nicht gepflegter Boden verlangt vielleicht nach besonders vielen frischen Mikroorganismen. Überall werden Hauptnährstoffe benötigt. Auch im Boden mit seinen komplexen Lebensgemeinschaften und Schichten macht es die Mischung: Wir brauchen eine grobe, luftige Struktur und kleine, bindige und cremige Krümel, wir brauchen Wasser und Luft, und wir brauchen eine Vielzahl an Organismen, die sich selbst ins Gleichgewicht bringen dürfen. Am besten ungestört unter einer bunt gemischten Schicht aus Flächenkompost und Mulch.

Bodenverbesserer
Traum vom Garten


Träume verwirklichen im Wonnemonat Mai

Der Mai ist der Wonnemonat, in dem alles möglich ist. Wir können Ihnen zwar Ihre Wünsche nicht von den Lippen ablesen, aber für manchen Traum haben wir doch die Zutaten.

Liebe Fee, ich wünsche mir: 

Traum vom Garten

 

Leckere Rohkost: Um diesen Sommer so richtig schwelgen zu können, empfehlen wir Ihnen, auf jeden Fall ausreichend Tomatenpflanzen in Reich- und Pflückweite zu setzen. Die süße tropfenförmige Ruthje, die samtige, dunkle Black Cherry oder die üppige Olena Ukrainien werden Ihnen sonnenwarm mit Basilikum und Olivenöl auf der Zunge zergehen. Setzen Sie auch einige Gurkenpflanzen an eine warme, feuchte Stelle oder säen Sie dieses knackige Gemüse im Mai und Juni direkt ins Beet. Gurken kann man nie genug haben, sie machen es einfach, Kinder mit Gemüse zu ernähren und ersetzen an einem heißen Tag so manches Getränk. Wenn Sie sich jetzt klugerweise noch eine Reihe Zuckererbsen an einen Zaun oder ein Rankgitter säen, lassen Sie gleich Platz für eine Sitzgelegenheit: Hier werden Sie im Juli vermutlich sehr zufrieden sitzen und sich die süßen Schoten direkt in den Mund schieben! Auch Salate dürfen als Rohkost nicht fehlen. Schnell wachsende Pflück- oder Schnittsalate, in einer engen Reihe im Beet oder als „bunte Saatplatte“ im Balkonkasten, liefern schon nach wenigen Wochen frisches Grün. Großen Spaß macht das mit den bunten Schnittsalatmischungen.


 

 

Blüten und Duft: Wenn Sie von bunten Blüten und Düften träumen, so sollten Sie, wo noch Platz ist, die Königin der Blumen setzen: Die tolle pinkfarbene Rose de Resht, die romantische Portland-Rose Madame Boll sowie alle Strandrosen (Rugosa-Arten) bieten uns dieses tiefe, weiche Parfum. Einige Sorten sind dabei remontierend, blühen also von Juni bis September durchgehend, andere bilden schöne Hagebutten. Einen feinen und erfrischenden Duft bieten auch Teepflanzen wie die Marokkanische Minze, Zitronenmelisse und Zitronenverbene. Bunte Farbtupfer im Blumenbeet können Sie ganz schnell noch aussäen: Cosmeen, Astern, die altmodische Jungfer im Grünen und der fröhliche Buntschopfsalbei lassen sich in Töpfchen vorziehen und bei Bedarf über den ganzen Garten verteilen. Auch einem Gemüsebeet stehen ein paar Blümchen sehr gut!


 

 

Mittelmeer: Alles, was Hitze verträgt und viel Aroma mitbringt, gibt uns im Sommer das Gefühl, hier richtig zu sein: Rosmarin-, Thymian- und Salbeipflanzen würzen bei jeder Berührung die warme Luft. Paprika- und Auberginenpflanzen liefern hervorragendes Grillgemüse, und alle Arten Bohnen mit Knoblauch machen uns stark und satt. Besonders die Saucentomaten San Marzano und Andine Cornue lassen sich zu feinsten Pizza- und Pastatomaten verarbeiten. Kleiner Tipp: Der Würzoregano Samothrake ist ein Traum und belohnt die etwas langwierige Anzucht mit einem Aroma, auf das Sie nie wieder verzichten wollen. Pflanzen Sie am besten ein ganzes Beet damit voll! Und auf jedes Ciabatta-Brot mit Parmesan passt wunderbar Rucola, die Wilde Rauke mit ihren scharfen, gezackten Blättern und den honigsüßen gelben Blüten.


 

 

Naschkatzengarten: Wenn Sie etwas Süßes am schnellsten in den Garten lockt, bitte schön, hier sind die Highlights: Physalis, auch Andenbeere genannt, ist eine Frucht, die so gut schmeckt, dass sie es selten bis in die Küche schafft. Sie ist ausgezeichnet süß, aromatisch, säuerlich und schmeckt so intensiv wie eine tropische Frucht, obwohl sie im Sommer hier gut wächst. Weniger Säure und viele Jahre Freude bringen Heidelbeersträucher mit. Die samtigen blauen Beeren werden von fast jedem Menschen gemocht und vertragen. Die Büsche wachsen kompakt und eher langsam auch im Topf, gerne im Halbschatten, und sind wunderschön. Die dornenlose Brombeere Navaho trägt reich und kratzt dabei nicht. So kann man sie auch nah an Sitzplätze und Wege pflanzen. Die Himbeere Himbo-Top steht gerne auf lehmigen Stellen und wird Ihnen den Herbst versüßen. Wer gerne noch Obstgehölze setzen möchte, aber nur wenig Fläche zur Verfügung hat, sollte Säulenäpfel, Zwergbirnen oder, an einem Spalier, die süße kernlose Tafeltraube Lakemont setzen. Pflanzen Sie sich das süße Leben! Und seien Sie großzügig: Über jede Naschfrucht, die Sie anbauen und nicht ernten, wird sich ein Vögelchen, ein Igel oder ein Insekt freuen.


 

 

Ich möchte einfach nur meine Ruhe: Hierfür hätten wir erst mal eine Hängematte oder einen Hängestuhl, je nachdem, ob Sie dieses Lieblingsplätzchen gerne teilen. Wir wünschen Ihnen ungestörte Stunden unter einem großen Baum oder auf der warmen Terrasse. Wer Ruhe ins Beet bringen möchte und mal etwas weniger bearbeiten will, kann eine Gründüngung einsäen: Für kurze Zeit stehen Gelbsenf und Phacelia, für etwas länger der Buchweizen auf sandigen Böden, und der Ölrettich hilft Ihrem Tonboden, sich optimal auszuruhen. Um möglichst wenig zu tun zu haben und dabei möglichst viele Insekten anzulocken, könnten Sie eine 100 m2 große Nützlingsweide oder eine mehrjährige Bienenweide ansäen. Wenn Sie Ihre Beete zwar bearbeiten wollen, aber möglichst schnell und effektiv, nehmen Sie einen Sauzahn. Entweder mit langem Stiel oder als Hand-Sauzahn, sorgt dieses simple Gerät für eine tiefe und schonende Bodenlockerung, verschüttet Unkraut und lässt sich dabei recht schnell durchziehen. Wenn Sie einmal weniger gießen möchten, könnten Sie hier und da eine Olla, das heißt einen Hydromax-Bewässerungskrug, einsetzen. Die Olla speichert je nach Größe 1 bis 3 l Wasser. Sie lässt sich schnell füllen und gibt die Feuchtigkeit langsam und nach Bedarf an den umliegenden Boden weiter. Soll es in Ihrem Garten wirklich und dauerhaft ruhig sein, so steigen Sie vom Rasenmäher auf die Sense um. Stellen Sie die Sense genau auf Ihre Körpermaße ein und schärfen Sie sie gut. Sie werden es lieben und bald in einen guten und gleichmäßigen Arbeitsrhythmus kommen.


 



Gewinnspiel

Im Mai verlosen wir auf unserem YouTube-Kanal zwei Doppelgrabegabeln. Diese Geräte haben eine tolle Arbeitsbreite und lockern den Boden tief, ohne die Erdschichten zu wenden.

Wir haben in einem Video die Doppelgrabegabeln von drei verschiedenen Herstellern getestet und miteinander verglichen. Im Praxistest zeigen wir die Vorzüge und Nachteile der unterschiedlichen Konstruktionen und geben Tipps, welche Gabel je nach Körpergröße oder Bodenbeschaffenheit am geeignetsten ist.

In dem Video wird je eine Doppelgrabegabel der Marken TERRADIX und Terrateck verlost. Wir freuen uns auf zahlreiche Zuschauer*innen und viele Kommentare!

Messetermine von Hof Jeebel im Mai





ARBEITEN
Arbeiten im April

- Jungpflanzen und Aussaaten pflegen
- alle Beete einsäen und bepflanzen
- Jungpflanzen im Beet vereinzeln und verpflanzen
- Beete hacken oder mit dem Sauzahn lockern
- Unkraut jäten
- hohe Pflanzen stützen und anbinden
- Wühlmauskontrolle an jungen Bäumen und im Gemüsebeet
- Mulch verteilen zwischen größeren Pflanzen
- Erdbeerbeete mit sauberem Stroh mulchen, ggf. Blüten vor Spätfrost schützen
- Pflanzenjauchen (Brennnessel, Schachtelhalm, Algen) herstellen und anwenden
- Schneckenschutz anbringen und Beetränder frei halten
- Wasserversorgung sicherstellen (Tonnen, Regner, Tropfbewässerung)
- Vogelbäder und Bienentränken einrichten


ERNTE
Was kann man im April ernten

- Radieschen
- Zwiebelgrün und Schnittlauch
- erste Salate und Asia-Gemüse
- Kresse
- Rauke
- Melde und Spinat
- Spargel
- Rhabarber
- Sibirische Blaubeeren
- erste Kräuter für Tee und Küche
- Himbeerblätter
- Wildkräuter wie Löwenzahn und Sauerampfer