Der Biogarten im Mai


Aussaatkalender im Mai

„Das war ein Frühling, – süß und selig sang die Nachtigall
die ganzen Nächte lang.
Der blaue Tag, der sonnenlichtdurchglühte,
war trunken von dem Duft der Fliederblüte.

Voll goldnen Bernsteins lag der ganze Strand,
die Wellen sangen süß im weißen Sand,
Auf Möwenflügeln flog ins Licht, ins klare,
die wilde Sehnsucht meiner achtzehn Jahre.“
(Agnes Miegel)


Liebe Gärtner*innen,

der Mai ist der Monat der Fülle, ein Versprechen, das eingelöst wird, und der Beginn eines großen Kapitels in unserem Gartenleben: Sommer 2022. Was immer Sie pflanzen, erleben und genießen möchten, will jetzt Wirklichkeit werden. Nehmen Sie sich die vielbesungenen zehn Minuten Zeit, und finden Sie heraus, was es ist.

Und dann legen Sie los! Wir unterstützen Sie dabei nach bestem Wissen und Gewissen.

Ihr Team vom Hof Jeebel



PFLANZZEIT

Im Mai darf endlich alles seinen Platz im Beet, im Gewächshaus oder auf der Terrasse finden. Üblicherweise gelten als Stichtag für die letzten Fröste die Eisheiligen, von denen der letzte laut Kirchenkalender am 15. Mai ist. Mit ein paar Tagen Sicherheit dürften ab dem 18. dieses Monats auch die frostempfindlichen Pflanzen im Freiland sicher sein. Diese Angabe erfolgt ohne Gewähr! Seien Sie vorsichtig! Zum Abhärten stellen Sie Ihre wärmeliebenden Pflanzen wie Tomaten, Paprika, Chilis und Auberginen schon ab Anfang Mai tagsüber ins Freie, so werden sie robust.

Bereiten Sie den Boden vor: Diese Fruchtgemüse, wie auch Zucchini, Gurken und Kürbis, lieben Stickstoff, Kali, Kalk – und Sonne. Tomaten kommen mit Wind ganz gut zurecht, er trocknet ihre Blätter und hält sie so gesund. Im Gewächshaus muss daher an beiden Enden gelüftet werden. Vor einer warmen, sonnigen Südwand und unter einem Dach gedeihen Tomaten wie auch Paprika und ihre kleinen Schwestern, die Chilis, wunderbar und werden schön süß. Gurken wollen keinen Wind und mögen feuchte Blätter, wählen Sie hier einen Ort, der etwas mehr feuchte und „stehende“ Wärme bietet, er muss nicht immer vollsonnig sein. Zucchini und Kürbis sind einnehmend in ihrer Unkompliziertheit und in ihrem Platzbedarf. Jede Pflanze braucht etwa einen Quadratmeter!

8,54 EUR / Stück

(42,70 EUR/ kg)


Zur Pflanzung nehmen Sie die Jungpflanzen bitte sehr vorsichtig aus ihren Töpfen. Dazu legt man die Hand auf die Erdoberfläche im Topf, nimmt dabei den Stängel zwischen Mittel- und Ringfinger und kippt die ganze Pflanze über Kopf. Die andere Hand drückt den Topf leicht zusammen und zieht ihn ab. Dann, und das ist auch für die Paprikapflanzen in den Erdballen wichtig, sollten Sie den bisher entstandenen Wurzelballen oberflächlich etwas auflockern, vor allem wenn die weißen Wurzeln am Rand schon im Kreis gewachsen sind. Zupfen Sie diese Wurzeln etwas locker. Kleine Verletzungen regen hier neues Wachstum an.
Setzen Sie die Pflanzen im richtigen Abstand in die Erde. Durchschnittliche Tomatensorten brauchen 80 cm Platz, Paprika und Auberginen 50 cm, Chilis 40 cm. Pflanzen können sich nur mit dem ihnen angemessenen Platz schön entwickeln. Töpfe sollten mindestens 15 Liter Erde fassen und erfordern später regelmäßiges flüssiges Düngen. Drücken Sie die Erde kräftig an und gießen Sie zum Start, gerne mit lauwarmem Wasser. Bei allen Sorten, die eine Stütze brauchen, muss diese bald angebracht werden, entweder als Stange oder in Form einer Juteschnur, die von der Decke baumelt und mit etwas Spiel an der Pflanze befestigt wird. Wo Platz ist, geben Sie den Tomaten ein wenig Basilikum als Gesellschaft. Gurken schätzen Dill, und zwischen Ihre Paprika und Auberginen können Sie noch einige Salatpflänzchen setzen.

Jetzt haben Sie sehr gute Grundvoraussetzungen geschaffen, um gemeinsam mit Ihren Fruchtgemüse-Schätzen den Sommer zu genießen! Wir wünschen Ihnen eine postkartenfähige, rot-bunt leuchtende Ernte voller Aroma.



WAS SIE JETZT NOCH PFLANZEN KÖNNTEN

Falls Sie in der aufregenden Lage sein sollten, einen Garten neu zu gestalten, so denken Sie auch an Obst- und Wildgehölze. Diese erfüllen, je nach Art, das Bedürfnis nach Sichtschutz, zeigen uns auf besonders schöne Weise den Wechsel der Jahreszeiten und tragen eine große Vielfalt an köstlichen und vitaminreichen Beeren. Büsche bieten außerdem mit ihrem geschützten Raum vielen Insekten und Singvögeln eine Heimat.
Die Felsenbirne Greatberry® Garden ist ein mehrstämmiger Strauch, der im Frühling weiße Blüten, im Sommer süße, purpurfarbene Früchte und im Herbst wunderschönes orange- bis kupferfarbenes Laub trägt. Diese Felsenbirne wird ausgewachsen etwa 3,5 m hoch.
Felsenbirnen sind gut anpassungsfähig an Boden und Klima und eignen sich auch für Wildhecken. Jede Felsenbirne braucht etwa 2 bis 3 m Platz in der Breite.


Wer anstelle eines Zaunes eine niedrige, fruchttragende Hecke pflanzen möchte, ist mit Johannisbeeren gut beraten. Sie sind ertragreich und unkompliziert und vertragen einen jährlichen Rückschnitt. Schwarze Johannisbeeren, im Französischen Cassis genannt, tolerieren auch einen halbschattigen und nicht so warmen Standort, zum Beispiel zwischen oder unter Obstbäumen. Die Beeren lassen sich zu hervorragender Marmelade und leckerem Saft verarbeiten. Wer lieber ganz süße Beeren ohne herbe Note nascht, sollte sich zwei Weiße Versailler rechts und links des Weges pflanzen. Diese weißgoldenen Johannisbeeren haben ein wunderbares Verhältnis zwischen Süße und Säure und eignen sich perfekt zum Rohverzehr.
Zur Vervollständigung Ihres Leckereien-Gärtchens lohnt sich ab einer Länge von 2 bis 3 m die Pflanzung einer Himbeerreihe. Das Spalier zum Stützen der Ruten könnte als leichte, durchlässig wirkende Abgrenzung zu einem benachbarten Gartenbereich dienen. Die klassische, bekannte Herbsthimbeersorte Autumn bliss bringt im Sommer nur eine kleine Naschernte und den Hauptertrag ab August bis September. Die Früchte hängen dann an den Trieben, die in diesem Jahr gewachsen sind. Autumn bliss ist relativ standfest und braucht nur ein einfaches Rankgerüst. Die Sorte ist nur wenig durch die Rutenkrankheit gefährdet.

Mit ähnlichen Eigenschaften gesegnet, aber noch höher wachsend ist die leckere Himbo-Top. Hier ist ein höheres Spalier nötig, und die Ernte findet etwas früher im Jahr statt. Wer gerne noch früher erntet, wählt Sommersorten wie Tulameen und Malling Promise, die uns spätestens ab Juli mit ihren großen, rosaroten Früchten verwöhnen. Himbeeren gedeihen am besten in ausreichend feuchten und gut mit Humus und Mulch versorgten Böden. Leichter Halbschatten ist kein Problem.
Da der Sommer vor der Tür steht, ist es besonders wichtig, die Pflanzstellen vor der Pflanzung sehr tief zu lockern und im ersten Jahr für eine regelmäßige Bewässerung zu sorgen. Bodenzusatzstoffe wie Bentonit, also Lehm, sowie guter, reifer Kompost, Schafwolle und mit Flüssigdünger getränkte Pflanzenkohle verzögern das Austrocknen Ihres Bodens. Es lohnt sich sehr, Gehölze gut zu pflegen. Genießen Sie die Entstehung einer essbaren Hecke!



WINTERGEDANKEN

Im Mai? Das Letzte, woran man jetzt denken möchte, ist der Winter. Wer so mutig ist, sich jetzt kurze, kalte Tage vorzustellen, könnte jedoch ein paar Reihen im Gemüsebeet mit klassischem Wintergemüse bestellen. Viele lagerfähige und nahrhafte Gemüsesorten werden nur durch eine lange Reifezeit groß und robust genug, um auch im winterlichen Gartenbeet oder im Keller knackig zu bleiben. Deshalb müssen wir, was wir im Winter ernten wollen, jetzt aussäen.

 
Klassisch, nahrhaft und lecker sind seit jeher große Möhren, die im Mai ausgesät und im Oktober geerntet werden. Mit abgedrehtem Laub halten sich Lagermöhren in einer Kiste im kühlen, feuchten Keller, noch besser in feuchtem Sand. Wählen Sie als Wintermöhren Sorten wie Rodelika, Robila oder Dolciva, die eine gute Lagerfähigkeit und ein besonders reiches Aroma besitzen. Bei uns im Shop können Sie die Möhrensorten nach Anbauzeit gefiltert auswählen. Lagermöhren sollten in weitem Abstand mit etwa 30 x 4 cm wachsen, müssen also entsprechend vereinzelt werden.
 

 
Auch die Rote Bete als wunderbar farbintensive Eisenlieferantin wird im Mai mit ausreichend Abstand ausgesät und im Oktober mit abgedrehtem Laub eingelagert. Da bei der Roten Bete aus einem Korn oft mehrere Pflänzchen keimen, kann man diese dann noch auf den richtigen Abstand von 30 x 10 cm versetzen. Alle unsere Bete-Sorten sind recht gut lagerfähig. Bewährt haben sich Robuschka und Rote Kugel, aber auch die bunte Mischung ist sehr dekorativ.
 

 
Wer mag, kann Pastinaken sowie Schwarzen Rettich als Wurzelgemüse zur Lagerung aussäen. Auch hier gilt es, genügend Abstand zwischen den Pflänzchen zu lassen, damit sie schön groß werden. Übrigens sollten Wurzelgemüse nicht mit frischem Mist gedüngt werden.
 

 
Was wäre ein Winterbeet ohne Grünkohl? Vom niedrigen grünen Krausen über die feinen Hamburger Lerchenzungen bis zur großen Ostfriesischen Palme: Grünkohl wächst über Sommer zu einer hübschen, dunkelgrünen, roten oder fast blauschwarzen „Palme“ heran und lässt sich ab dem ersten Frost und den ganzen Winter über Blatt für Blatt ernten und genießen. Säen Sie den Grünkohl jetzt direkt im Beet in einer kleinen Reihe aus und versetzen Sie die Pflanzen, wenn sie etwa fünf Blätter haben, an ihren endgültigen Platz. Grünkohl mag wie alle Kohlarten gerne ausreichend Nährstoffe und sollte vor Schädlingsbefall geschützt werden.
 

 
Wo Sie noch kurzentschlossen einige Kartoffelreihen für die Winterversorgung anlegen wollen, wählen Sie jetzt mittelfrühe Sorten. Bei uns im Shop können Sie die lieferbaren Pflanzkartoffeln nach Reifezeit filtern. Lassen Sie, auch im Mai noch, die Kartoffeln vor der Pflanzung 24 Stunden in der warmen Stube liegen, um sie in Keimstimmung zu bringen, und pflanzen Sie nur in einen aufgewärmten, lockeren und gut mit Kompost versorgten Boden. Mittelfrühe Kartoffeln sind raschwüchsiger als späte und meist sehr gut lagerfähig, wenn man das Laub vor der Ernte komplett absterben lässt.
 

Wenn jetzt alles gut vorbereitet ist, dürfen Sie den Winter getrost wieder für ein halbes Jahr vergessen. Ab in die Maisonne!




KOMPOST FOR EVER

Ein erfreulicher Gartenanblick besteht meist aus schönen, gesunden Pflanzen. Ein Hauptbedürfnis der Pflanzen ist guter Boden. Der beste Boden ist reich an Humus, und dieser entsteht aus Kompost. Die Verwertung aller möglichen Kompostmaterialien ist das Beste, was Sie für Ihr Gartenglück tun können, und erfordert einen gut erreichbaren, praktischen Platz in Ihrem Biogarten. Das ist sozusagen die „Küche“, in der Sie Ihren Pflänzchen ihre Lieblingsspeise zubereiten. Die Küche sollte halbschattig liegen, gut aufzuräumen sein und weder Auge noch Nase belästigen. Ein Platz unter einem schönen Gehölz, ordentliche Fächer und Streumaterial wie Erde oder Stroh zum Abdecken frischer Abfälle machen einen Kompostplatz ansehnlich.
Wir erwähnen den Kompost sehr oft, denn die wenigsten von uns haben so etwas in der Schule gelernt. Forschung und Lehre zum Thema Bodenleben und Humus sind auffällig unterentwickelt in der westlichen Welt, und ein preiswerter und perfekter Dünger, den man selbst aus Abfällen herstellen kann, hat keine große Lobby. Es existiert aber eine ganze Welt unter der Erde, die wichtig für unsere Ernährung, spannend und in Duft und Berührung sehr sinnlich ist: Nehmen Sie Ihren Boden in die Hand. Wichtig für Sie als Gärtner*innen ist es, einen Blick und ein Gespür dafür zu entwickeln, was ein guter, gesunder Kompost ist. Wo viele Küchenabfälle kompostiert werden, brauchen wir einen Ausgleich in Form von Stroh oder Laub, damit Regenwürmer und Mikroorganismen aus dieser feinen „Komposition“ eine Symphonie schaffen können, die luftig und leicht genug ist.

3,60 EUR / Päckchen

Damit biologische Abfälle schnell aufhören zu riechen, brauchen sie Erdkontakt. Streuen Sie immer wieder eine Handvoll Gartenerde auf Ihren Kompost, besonders wenn er in einem geschlossenen Behälter ohne Erdkontakt ist, oder auch schon im Sammeleimer. Wenn ein Kompost noch riecht, braucht er eine Durchmischung mit strohigem Material und Erde und noch etwas Zeit. Ist er zu trocken und strohig, so braucht er Nährstoffe in Form von Mist, Flüssigdünger oder Küchenabfall.


Wenn Sie Kompost von einem Kompostwerk bekommen, kann es sein, dass er aus wirtschaftlichen Gründen sehr schnell kompostiert wurde (häckseln, umschaufeln, wässern), damit sich das Kompostwerk rentiert. Sollte Ihr gekaufter Kompost noch warm sein oder sehr schwer und nass wirken, so lassen Sie ihn noch ruhen oder verteilen Sie ihn nur oberflächlich zwischen den Pflanzen.


In der Gartenliteratur gibt es Mengenangaben, zum Beispiel: Bringen Sie 5 Liter Kompost pro Quadratmeter Gartenboden aus. Das führt überschlagen zu etwa 1,5 % Humus im Oberboden bis 30 cm Tiefe. Es gibt jedoch auch mehr und mehr Versuche zum Anbau in fast reinem Kompost. Diese sind auch deshalb interessant, weil Beete, die viel Kompost enthalten, mit Trockenheit deutlich besser zurechtkommen als andere. In einem großen Berliner Gemeinschaftsgarten wurde mehrere Jahre ein Experiment durchgeführt mit dem Ziel, einen Bodenzuschlagstoff zu finden, der die Gießarbeit im Hochbeet verringert. Mehr über den Versuch finden Sie hier.
Wir haben hier im Betrieb in Jeebel auch einen kleinen Schaugarten, der unverhältnismäßig viel Kompost bekommt, weil alles, was wir Mitarbeiter*innen hier auf Arbeit hinterlassen, zum Beispiel Kaffeesatz, Bananen-, Kartoffel- und Orangenschalen, im kleinen Gartenkompostfach landet. Wir kalken diesen Schaugarten oder fügen Urgesteinsmehl hinzu, weil der Boden sonst durch den vielen Kaffee zu sauer wird, aber an sich ist dieses Gärtchen mit seinem Übermaß an organischer Masse eine reine Freude. Fazit aus all diesen Erfahrungen ist, dass ein Garten oder Hochbeet von gutem, luftigem und fein duftendem Kompost kaum zu viel kriegen kann. Eine gelungene Kompostierung, sei es mit biodynamischen Präparaten, sei es auf Komposthaufen, in WormUp Tubes oder als Direktkompost zwischen größeren Pflanzen, ist Dünger, Pflanzenschutz, Wasserspeicher, Abfallbeseitigung, Artenschutz und ein gutes Geschenk an die, die nach uns gärtnern.


UND NOCH:

Die Arbeiten, die wir im Vorbeigehen erledigen, sind oft die wichtigsten: Nicht erst am Sonntag in zwei Wochen, wenn ich richtig Zeit habe, sondern jetzt mal eben in der nächsten halben Stunde liegt der Schlüssel zu einem Großteil des Gartenglücks.
Möhren jäten und vereinzeln: Da Möhrensamen sehr klein sind, liegen sie meist zu dicht in der Reihe. Möhren keimen langsam, sollten aber, sobald sie zu sehen sind, so weit vereinzelt werden, dass sie sich erst einmal gut entwickeln können. Später, etwa Anfang Juni, müssen sie dann ihren endgültigen Abstand von etwa 3 cm bekommen.
Schneckenkragen und Insektenschutznetze anbringen: Bevor es zu größeren Schäden kommt, schützen Sie die üblichen Verdächtigen vor dem Verspeistwerden. Möhren und Porree profitieren von Anfang an von einem Insektenschutznetz; Kohl und Salate freuen sich über die Sicherheit eines Schneckenkragens noch vor der nächsten feuchten Nacht.
Aussaaten pflegen, kleine Pflänzchen versetzen: Schauen Sie, ob etwas hungert oder sich drängelt. Wenn Sie heute nur wenig Zeit haben, verpflanzen Sie nur die fünf größten Kohlrabi, Salate oder Kohlpflanzen. Alles, was gut versorgt ist, gedeiht auch gut und genießt die Maisonne in vollen Zügen.

Beetränder freihacken: Lassen Sie sich nichts nehmen. Der Weg ist mit ca. 30 cm meist breit genug, und ein praktisches Beet ist 1,20 m breit. Um die volle Beetbreite dauerhaft zu erhalten und von einwachsendem Unkraut zu befreien, dient am besten eine stabile Herzhacke. Dicke Grasbüschel nehmen dem Gemüse und dem Beerenobst zu viel Wasser und Nährstoffe. Unter Gehölzen sollten Sie wegen der eventuell flachen Wurzeln nur jäten oder mulchen.
Töpfe auspacken und düngen: Wenn Sie Ihre Kübelpflanzen über Winter mit Jutesäcken oder Wollvlies umwickelt hatten, so kommt jetzt die Zeit, die „ollen Klamotten“ auszuziehen. Topfen Sie Ihre Lieblinge um, oder fangen Sie an, regelmäßig flüssig zu düngen. Frostempfindliche Pflanzen dürfen schon tagsüber ins Freie, am besten an einen geschützten Ort an der Hauswand.
Blättchen sammeln: Belohnen Sie Ihren Gaumen mit frischem Superfood. Junger Löwenzahn, frisch ausgetriebene Zwiebeln, die feinen Spitzen der Pfefferminze und junger, grüner Knoblauch im Kräuterquark: Das Sammeln kleiner Blättchen im Frühling ist Handarbeit, die sich sofort rentiert.
Genießen: Es gibt Anblicke, die gibt es nur einmal im Jahr. Blühende Obstbäume gehören dazu, frischgrüne Blätter vor blauem Himmel, der Duft des Flieders und das samtige Bassbrummen einer Hummel. Jetzt.



ARBEITEN
Ernte
- Jungpflanzen und Aussaaten pflegen
- alle Beete einsäen und bepflanzen
- Jungpflanzen im Beet vereinzeln und verpflanzen
- Beete hacken oder mit dem Sauzahn lockern
- Unkraut jäten
- hohe Pflanzen stützen und anbinden
- Wühlmauskontrolle an jungen Bäumen und im Gemüsebeet
- Mulch verteilen zwischen größeren Pflanzen
- Erdbeerbeete mit sauberem Stroh mulchen, ggf. Blüten vor Spätfrost schützen
- Pflanzenjauchen (Brennnessel, Schachtelhalm, Algen) herstellen und anwenden
- Schneckenschutz anbringen und Beetränder frei halten
- Wasserversorgung sicherstellen (Tonnen, Regner, Tropfbewässerung)
- Vogelbäder und Bienentränken einrichten
ERNTE
Aussaat/Pflanzung
- Radieschen
- Zwiebelgrün und Schnittlauch
- erste Salate und Asia-Gemüse
- Kresse
- Rauke
- Melde und Spinat
- Spargel
- Rhabarber
- Sibirische Blaubeeren
- erste Kräuter für Tee und Küche
- Himbeerblätter
- Wildkräuter wie Löwenzahn und Sauerampfer