Durch den Anbau im Biogarten mausert sich die Kartoffel von der Beilage zur Delikatesse. Im September ist es an der Zeit, die heiß ersehnten mittelfrühen Sorten wie Linda, Quarta und Adretta aus der Erde zu holen. Fünf Punkte, auf die Sie achten müssen:

Zeitpunkt: Das Laub muss eingetrocknet sein. Ernten Sie die Kartoffeln an einem trockenen Tag, denn feuchte Kartoffeln faulen schneller.
Ort: Genau unter dem noch verbliebenen Stängelansatz sitzen die meisten Knollen.
Werkzeug: Scharfes Werkzeug wie Spaten und Grabegabel kann die Knollen verletzen. Am besten die Hände benutzen oder 30 cm neben dem Stängelrest tief einstechen und hebeln.
Hygiene: Altes Laub und Stängelreste entfernen, um die Sporen der Braunfäule zu vernichten. Vorsicht: Waschen Sie sich auf jeden Fall die Hände, bevor Sie Tomatenpflanzen anfassen – denn die reagieren besonders empfindlich auf die Braunfäule.
Lagerung: Lassen Sie die Kartoffeln abtrocknen. Nicht werfen oder schütten. Lagern Sie ausschließlich unverletzte, feste Knollen in Kisten oder Säcken ein. Dunkel, kühl, frostfrei und trocken gelagert halten sie am längsten.

Haben Sie verschiedene Kartoffelsorten angebaut? Essen Sie die Frühen zuerst auf. Informationen über Reifezeit und Lagerfähigkeit finden Sie im Shop bei der jeweiligen Sorte.

Noch eine Idee:
Manche Kartoffelsorten werden mit der Lagerung aromatischer oder verändern ihre Kocheigenschaften. Testen Sie bewusst Ihre Favoriten: Wie schmecken sie ganz frisch aus dem Boden und wie nach einigen Monaten Lagerzeit? Wer weiß, vielleicht entsteht ja aus diesem Geschmacksvergleich Ihr Anbauplan fürs nächste Kartoffeljahr.